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Pascal Wehrlein: Formel-1-Comeback unwahrscheinlich

Die Chancen auf einen Wiedereinstieg in die Formel 1 schätzt Pascal Wehrlein für sich als eher schwierig ein - Denn für ihn käme dafür nur ein Topteam in Frage

Pascal Wehrlein startet seit 2019 zwar in der Formel E, die Verbindung zur Formel 1 bleibt dank seiner Simulatoraktivitäten für Ferrari aber intakt. Nicht selten wird deshalb über ein potenzielles Comeback des 25-Jährigen in die Königsklasse spekuliert, in der er 2016/2017 als Stammpilot für Manor und Sauber unterwegs war.

Doch im Videochat mit 'Ran' macht Wehrlein wenig Hoffnung auf eine Rückkehr. "Ehrlich gesagt bin ich jetzt schon drei Jahre raus, 2018, 2019 und 2020. Ich mache mir da sehr wenige Gedanken drüber", wiegelt der Deutsche Comeback-Gerüchte ab.

"Klar: Ich habe einen Job bei Ferrari als Entwicklungsfahrer und verbringe deshalb viel Zeit in Italien und dort im Simulator. Aber: Zurückzukommen in die Formel 1, da mache ich mir keine Gedanken", hält Wehrlein fest. "Vor allem, weil ich nicht mehr für ein Team fahren möchte, das im Mittelfeld oder im hinteren Feld fährt."

Wehrlein: Topplätze sind immer schon besetzt

Diese Zeiten hat Wehrlein hinter sich. "Das hat mir nicht so viel Spaß gemacht", sagt er. Zwar fühle sich ein Formel-1-Auto "unglaublich krass" an, aber: "Zu einem Rennwochenende zu kommen und zu wissen, wir fahren um Platz 15, und wenn wir besser sind als Platz 15, dann ist es ein megagutes Ergebnis. Das ist nicht meine Einstellung."

Die Topteams seien erfahrungsgemäß immer besetzt mit Fahrern, "die wirklich jedes Jahr mit dabei sind, die Erfahrung haben und dort auch schon die Leistung gezeigt haben", weiß der Deutsche. Daher sieht er kaum Chancen auf einen Wiedereinstieg.

"2015 habe ich die DTM gewonnen und bin 2016 zu Manor gekommen", blickt er zurück. "Wir waren pro Runde zweieinhalb bis vier Sekunden langsamer als die Spitze. Zu dem Zeitpunkt hatten wir 50 oder 80 Mitarbeiter. Große Teams haben bis zu 1.500 Mitarbeiter. Da sieht man dann auch, wo die Unterschiede herkommen."

"Highlights" in der Formel 1 waren überschaubar

Umso höher bewertet Wehrlein seinen zehnten Platz in Österreich 2016, der Manor den ersten und einzigen Punkt einbrachte. "Das war megakrass, jeder war erstaunt", erinnert sich der 25-Jährige. "Wir hatten Teams wie Force India hinter uns gelassen. Aber irgendwie passt das halt nicht. Du freust dich nicht so über Platz zehn."

Ähnlich sei es ihm im Folgejahr mit seinem achten Platz beim Grand Prix von Spanien 2017 im Sauber ergangen: "Das ist ein gutes Ergebnis, aber es ist nicht das Gleiche, wie wenn du auf dem Podium stehst und Rennen gewinnst", sagt der Ex-Formel-1-Pilot.

Mit Bildmaterial von LAT.

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