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Red-Bull-Honda-Ziele: Wie realistisch sind "mindestens fünf Siege" 2019?

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Red-Bull-Honda-Ziele: Wie realistisch sind "mindestens fünf Siege" 2019?
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
04.03.2019, 09:12

Bei Red Bull geht man davon aus, 2019 regelmäßig um Rennsiege mitkämpfen zu können - Die Testfahrten geben (auf den zweiten Blick) durchaus Grund zur Hoffnung

"Ich erwarte mindestens fünf Siege", kündigte Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko jüngst vollmundig gegenüber der 'Speedweek' an. Doch wie realistisch ist dieses Ziel für die neue österreichisch-japanische Partnerschaft aus Red Bull und Honda wirklich? Schließlich waren die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Pierre Gasly in der zweiten Testwoche in Barcelona nur in der unteren Hälfte der Zeitenliste zu finden.

Doch Testzeiten sind grundsätzlich immer mit großer Vorsicht zu genießen - und in diesem Fall ganz besonders. Denn am letzten Tag in Barcelona, als alle anderen Teams bei der sogenannten "Happy Hour" auf der weichsten Reifenmischung auf Zeitenjagd gingen, stand Verstappen bereits an der Box und konnte nicht mehr fahren - nach dem Crash von Gasly am Vortag waren Red Bull die Ersatzteile ausgegangen.

Mit anderen Worten: Wie schnell der RB15 auf einer einzelnen Runde wirklich sein kann, und wo man damit im Vergleich zu Ferrari und Mercedes steht, weiß aktuell konkret noch niemand. Es gibt Analysen, die die Bullen auf einer schnellen Runde rund vier Zehntelsekunden hinter Ferrari sehen. Allerdings ist auch diese Schätzung mit großer Vorsicht zu genießen.

Mit Honda schneller als mit Renault?

Denn die gleichen Analysen besagen, dass Toro Rosso rund fünf Zehntel hinter Ferrari liegt - also nur minimal langsamer wäre als das A-Team. Dass Red Bull 2019 nur eine Zehntelsekunde schneller sein soll als das eigene Juniorteam, darf durchaus bezweifelt werden. Somit liegt die Vermutung nahe, dass Red Bull durchaus noch etwas im Köcher hat und beim Saisonauftakt in Melbourne schneller sein wird.

Klar ist, dass Ferrari trotzdem als Favorit nach Australien reisen wird. Auch Gasly stellte bereits klar, dass Red Bull die Zeiten der Roten auf einer schnellen Runde aktuell nicht mitgehen kann. Tatsächlich wäre das für die Bullen aber auch gar nicht so tragisch. Schließlich lag man im Qualifying auch in den vergangenen Jahren, damals noch mit Renault-Motor, immer hinter Ferrari und Mercedes zurück.

Trotzdem konnte man 2018 vier Rennen gewinnen. Und sollten die Schätzungen nach den Barcelona-Tests ungefähr stimmen, wäre der Rückstand mit den Honda-Antrieben in diesem Jahr nicht größer geworden - im Gegenteil. Das lässt die Hoffnung von Marko auf fünf Siege, also einen mehr als im Vorjahr, gar nicht so unrealistisch erscheinen. Entscheidend dafür ist jedoch nicht nur der Speed sondern auch die Zuverlässigkeit des Pakets.

(Fast) reibungsloser Wechsel zu Honda

Und da muss sich Red Bull - beziehungsweise Honda - nicht vor Ferrari und Mercedes verstecken. Zwar liegen die Bullen in der Kilometertabelle der zwei Testwochen nur auf dem achten und drittletzten Platz. Die Statistik wird allerdings durch den Crash von Gasly am vorletzten Testtag, der auch das Programm von Verstappen an Tag acht beeinflusste, ziemlich verzerrt.

Nimmt man nur die ersten sechs der insgesamt acht Tage als Grundlage, liegt Red Bull mit 3.440 Kilometern auf Platz drei - und komplett auf Augenhöhe mit Ferrari (3.487). Tatsächlich ist die hohe Zuverlässigkeit des Motors zu diesem Zeitpunkt durchaus erstaunlich. Wie schwer der Wechsel zu einem anderen Hersteller sein kann, erlebte man beispielsweise 2018, als McLaren von Honda zu Renault wechselte.

Der Wechsel bei Red Bull scheint allerdings, unter anderem dank der Vorerfahrungen bei Toro Rosso und der engen Zusammenarbeit mit den Japanern, sehr glatt über die Bühne gegangen zu sein - auch wenn es die üblichen kleinen Kinderkrankheiten gibt. "Wir haben kein großes Problem mit der aktuellen Installation, aber es gab einige Schwierigkeiten, weil das Paket sehr eng ist", gesteht Honda-Technikchef Toyoharu Tanabe.

Noch Rückstand auf Ferrari und Mercedes

"Die Form war etwas zu aggressiv, also müssen wir es etwas anpassen. Es ist aber keine große Sorge", gibt Tanabe Entwarnung. Ein ähnliches Debakel wie zu McLaren-Zeiten, als Honda mit dem "Size-Zero-Konzept" komplett auf die Nase fiel, ist also nicht zu befürchten. "Es ist nichts Ernstes. Auch mit den Teilen, mit denen wir hier Probleme haben, können wir für das erste Rennen bereit sein", stellt Tanabe klar.

Toyoharu Tanabe

Toyoharu Tanabe weiß, dass Honda sich noch verbessern muss

Gleichzeitig ist aber auch klar, dass Honda den Motor im Laufe des Jahres verbessern muss. Denn noch liegt man hinter Ferrari und Mercedes zurück. Das weiß auch Tanabe, der gegenüber 'Motorsport-Total.com' verrät: "Es gibt noch immer viele Bereiche, an denen wir arbeiten müssen, um die Lücke zur Spitze zu schließen." Daher habe man für die Entwicklung während der Saison bereits einen Plan.

Einen ersten klareren Anhaltspunkt dafür, ob Red-Bull-Honda 2019 wirklich regelmäßig um Rennsiege kämpfen kann, wird der Saisonauftakt in Melbourne in knapp zwei Wochen liefern. Grundsätzlich scheinen die Voraussetzungen jedenfalls nicht die schlechtesten zu sein. Und Red Bull hat in der Vergangenheit bewiesen, dass man auch dann Rennen gewinnen kann, wenn man eigentlich in der Außenseiterrolle ist.

Mit Bildmaterial von LAT.

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