Toro Rosso überzeugt beim Test: Der Honda-Antrieb läuft und läuft

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Toro Rosso überzeugt beim Test: Der Honda-Antrieb läuft und läuft
André Wiegold
Autor: André Wiegold , Redakteur
Co-Autor: Jamie Klein
08.03.2018, 20:02

Beim Formel-1-Test 2018 in Barcelona hat Toro Rosso einen erfolgreichen vorletzen Testtag erlebt – Der Honda-Antrieb macht keine Probleme und Pierre Gasly stürmte auf Platz drei

Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13, pit stop action
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso and young fans
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13 and Max Verstappen, Red Bull Racing RB14
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13, flashes past his pit wall
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13

Toro Rosso kann mit seinem Ergebnis beim Formel-1-Test 2018 in Barcelona sehr zufrieden sein. Am vorletzten Testtag spulte das Team sowohl Qualifikationsprogramme als auch Rennsimulationen ab. Ins Steuer griff Pierre Gasly der insgesamt 169 anstelle der eigentlich nur 155 geplanten Runden absolvierte. Auf den hypersoften Reifen brannte der junge Franzose die drittschnellste Zeit des Tages in den Asphalt.

 

Für seine offiziell schnellste Runde benötigte Gasly 1:18,363 Minuten. Ihm fehlten damit 1,181 Sekunden auf den Spitzenreiter Sebastian Vettel im Ferrari. Früher am Tag war Gasly sogar eine 1:17,805 Minuten gefahren. Die Runde wurde jedoch gestrichen, da er eine Schikane geschnitten hatte. Über die gesamten 169 Runden macht der Honda-Antrieb keinerlei Probleme. Der Motor der Japaner läuft und läuft. Die Behauptung, dass Honda jeden Tag einen neuen Motor einsetzen würde, entpuppte sich als falsch. Der Motorenhersteller hat in der Winterpause scheinbar die Stellschraube gefunden, um die Haltbarkeit seiner Antriebe zu verbessern.

Gasly kommentiert seine schnelle Runde: "Es war wirklich toll. Als ich die Ziellinie überquerte und die Zeit sah, war ich sehr glücklich." Bei seiner besten Runde habe alles gestimmt, erklärt der Franzose. Es würde ihn ärgern, dass Kevin Magnussen nur einen Wimpernschlag vor ihm gelandet sei. Letztendlich sei es bei einem Test wie in Barcelona aber unwichtig. "In Melbourne gilt es", gibt sich Gasly kämpferisch.

 

Technikchef James Key erklärt das Programm des Teams: "Am Morgen sind wir mit weicheren Mischungen und weniger Sprit unterwegs gewesen. Pierre sollte einige kurze Stints absolvieren. Um die Balance des Fahrzeugs zu verbessern, haben wir auch gegen Ende des Testtags weitere kurze Stints hingelegt." Honda-Technikdirektor Toyoharu Tanabe ist zufrieden mit dem Resultat. Er sagt: "Wir machen Fortschritte was den Rennmodus betrifft." Gasly habe dem Hersteller ein wichtiges Feedback geliefert, worauf Honda nun aufbauen könne.

Gasly selbst war mit seiner Gesamtleistung ebenfalls sehr zufrieden. Er sagt: "Es lief sehr gut. Ich bin eine Menge Runden gefahren. Wir haben uns heute auf die Leistung des Fahrzeugs konzentriert und großes Potenzial gesehen." Die Rennsimulation habe gut funktioniert und ihm einen guten Einblick gegeben, wie sich das Auto mit einer Menge Sprit an Bord anfühlt.

An dem Honda-Antrieb hat der junge Franzose nicht auszusetzen. "Die vier Testtage liefen wirklich sehr gut", so Gasly. "Wir haben eine Menge Runden abgespult und herausgefunden, in welche Richtung wir das Auto entwickeln müssen." Nun müsse das Team die Daten vor dem Saisonauftakt analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen. "Wir haben schon einige gute Ideen für das erste Saisonrennen."

Wo Toro Rosso letztendlich im Vergleich zu den anderen Teams steht, könne Gasly aber noch nicht sagen, weil es dazu zu früh sei. Da die Teams an den letzten Testtagen aber ihr Potenzial aufblitzen lassen würden, könne man eine erste Vorstellung von der Hackordnung in der Formel 1 bekommen. Der Vorhang würde aber erst beim Qualifying in Melbourne fallen, meint Gasly. "Wir müssen uns im ein oder anderen Bereich noch verbessern", fügt er hinzu. "Es war aber ein guter Start." Es sei aber immer besser auf Platz drei statt auf Rang sieben oder acht zu landen. Daher würde er viel Positives aus dem Test in Barcelona mitnehmen.

Bildergalerie: Pierre Gasly beim Test in Barcelona

Um die Haltbarkeit des Honda-Antriebs macht sich Gasly keine Sorgen. Toro Rosso habe es geschafft, in der Woche ohne einen einzigen Ausfall sein Programm abzuspulen, so der Franzose. "Er läuft sehr gut", fügt er hinzu. "Für Toro Rosso und Honda ist das Ziel, sich weiterzuentwickeln. Wir haben uns hier eine gute Basis erarbeitet." Mit der Leistung des Motors ist Gasly auch zufrieden: "Wenn wir uns die Rundenzeiten ansehen, können wir sehr glücklich sein. Ich habe noch nicht die Zeiten der Konkurrenz angeschaut, aber es fühlt sich sehr gut an. Als Fahrer will man aber natürlich immer so viel Leistung wie möglich haben."

Außerdem werde es während der Saison einige signifikante Updates geben, verrät Gasly. Wichtig sei es, dass Honda und Toro Rosso am selben Strick ziehen würden. Die Kommunikation sei wirklich gut. Gasly sagt: "Es ist schön, die Japaner lächeln zu sehen. Ich denke, sie sind mit den ersten Tests sehr zufrieden. Trotzdem haben wir noch viel Arbeit vor uns."

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