Red Bull: Warum es für Max Verstappen noch nicht läuft

Red Bull findet am Freitag in Istanbul nicht in die Spur: Das überraschend hohe Gripniveau sorgt für ein falsches Set-up-Fenster

Red Bull: Warum es für Max Verstappen noch nicht läuft

Für Red Bull war der Freitag von Istanbul noch kein wirklich gelungener Tag. Die (ausnahmeweise weißen) Bullen hatten im Training in der Türkei (Formel 1 2021 live im Ticker) noch einen deutlichen Rückstand auf Mercedes und belegten nur die Plätze vier und fünf. Sergio Perez fehlte mehr als eine halbe Sekunde auf Spitzenreiter Lewis Hamilton, Max Verstappen sogar 0,635 Sekunden.

Das macht man im Team vor allem am falschen Set-up fest: "Wir haben gerade eine Art Balance-Mischmasch", sagt Teamchef Christian Horner und macht die deutlich griffigere Strecke dafür verantwortlich, die mehr Grip aufweist als im vergangenen Jahr. Damals war die Strecke frisch asphaltiert und eine einzige Rutschbahn - mittlerweile hat sich der Asphalt gesetzt.

"Ehrlich gesagt waren wir überrascht vom hohen Griplevel", gibt Motorsportkonsulent Helmut Marko bei 'ServusTV' zu. "Wir sind davon ausgegangen, dass es vielleicht besser ist als letztes Jahr. Aber das war so eine Steigerung und das hat uns im Set-up doch vor einige Schwierigkeiten gestellt."

Zwei bis drei Kurven hatte der Österreicher ausgemacht, in denen man im ersten Training Zeit auf Mercedes verloren hatte - dort wurde Verstappen mit 0,425 Sekunden Rückstand immerhin Zweiter.

 

Mit einigen Änderungen war man dann ins zweite Training gegangen und wollte so auf die Silberpfeile aufholen. "Wir glauben schon, dass wir zumindest näher dran sein werden", hatte Marko vor der Session gesagt, doch die Realität war eine andere: Plötzlich war der Rückstand auf die Spitze sogar noch größer.

"Es war nicht toll", fasst Verstappen seinen Freitag zusammen. "Wir schauen immer noch so ein wenig, was wir tun können. Es ist hier ein bisschen anders, weil wir mit diesen Autos hier nicht viele Daten besitzen. Wir haben also noch einen langen Abend vor uns, um es etwas besser zu machen, denn der heutige Tag gehörte nicht zu den Besten", so der Niederländer.

Red Bull hat noch einiges zu tun, will man in der Türkei mit Mercedes mithalten, denn nicht nur die reinen Rundenzeiten waren nicht gut, auch die Longruns und der Reifenverschleiß waren im Vergleich zu Hamilton zu schlecht.

"Wir müssen einfach das Problem verstehen", sagt Teamchef Horner und betont: "Wir haben ein gutes Auto und müssen einfach ins Fenster kommen." Darauf setzt auch Verstappen: "Hoffentlich wird es besser, sonst sieht es nicht so gut aus", hadert er.

Zumindest hat man bei Red Bull die Gewissheit, dass Konkurrent Lewis Hamilton am Sonntag aufgrund eines Motorenwechsels zehn Startplätze zurück muss. Das spielt in den Gedanken des Teams aber noch keine Rolle: "Wir müssen uns auf uns selbst fokussieren", betont Verstappen. "Heute war nicht gut. Daran werden wir arbeiten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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