Mitch Evans kommt nicht weg: "Bei Hunderten von Starts noch nie passiert"

Schon wenige Sekunden nach dem Start des Finalrennens der Formel E platzten die Titelträume von Mitch Evans in einem heftigen Unfall: "Tut in jeder Hinsicht weh"

Mitch Evans kommt nicht weg: "Bei Hunderten von Starts noch nie passiert"

Mit Startplatz drei hatte Jaguar-Pilot Mitch Evans am Sonntag beim Finalrennen der Formel-E-WM 2021 in Berlin von allen Titelkandidaten die mit Abstand beste Ausgangsposition. Doch schon wenige Sekunden nach dem Ausschalten der Startampel platze der Traum des Neuseeländers vom Weltmeistertitel.

Sein Jaguar-Bolide rollte nur ganz kurz an und blieb dann stehen. Edoardo Mortara (Venturi), ein weiterer Titelanwärter, konnte nicht mehr ausweichen und fuhr auf das stehende Auto von Evans auf.

Ergebnisse Berlin 2

Fotos Berlin 2

Der konnte im Anschluß an den Unfall gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com' zumindest körperlich Entwarnung geben. "Ich bin ein bisschen angeschlagen, aber es tut emotional in jeder Hinsicht weh", sagt Evans. Den Vorgang am Start beschreibt der Neuseeländer wie folgt:

"Wir sind einfach die normale Startprozedur durchgegangen, und als dann die Lichter ausgingen, wollte ich das Paddel loslassen, das den Start einleitet. Dabei hat irgendetwas ausgelöst, und das war's dann."

 

Die Suche nach der Ursache des Defekts war bei Jaguar am Sonntagabend noch nicht abgeschlossen. Vermutet wird ein Fehler im Wechselrichter oder der MGU. "Ich habe keine Ahnung, das ist bei den Hunderten von Starts, die ich bei den Tests und während der ganzen Saison gemacht habe, noch nie passiert", zeigt sich Evans ratlos.

Dass sein Rennen und damit der Kampf um den Titel gelaufen war, wusste er aber unmittelbar. "Ich wusste, dass das mein Problem unlösbar war. Dann hofft man einfach, dass man nicht getroffen wird." Doch diese Hoffnung wurde nicht erfüllt, Mortara krachte ins Heck seines Autos. "Ich konnte Edo kommen sehen und habe mich einfach abgestützt. Es war ein schwerer Schlag", sagt Evans.

"Es tut mir sehr leid für mich und das ganze Team. Wir haben an diesem Wochenende alles richtig gemacht, wir waren schnell und haben uns für das Rennen in eine gute Position gebracht", so der Jaguar-Pilot. "Wir hätten nur ein wirklich sauberes Rennen fahren müssen, dann wäre der Job wahrscheinlich erledigt gewesen. Es kam leider zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Es wird für eine lange Zeit schmerzen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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