ADAC GT Masters Hockenheim: Notizen vom Freitag

Ein Blick in die Zukunft, ein Sieger, der die Geburt seiner Tochter verpasst und ein spontaner Markenwechsel in der GT4: Das Wichtigste vom Freitag kurz und bündig

ADAC GT Masters Hockenheim: Notizen vom Freitag

Einen Vorgeschmack auf die Saison 2022 bieten in Hockenheim gleich mehrere neue Rennwagen. Audi hat den R8 LMS Evo II und die neue Generation des TCR-Rennwagens RS 3 LMS direkt am Eingang des Fahrerlagers des ADAC GT Masters ausgestellt. Der BMW M4 GT4 steht hinter Box 1 (Schubert) in einem Pavillon.

- Ebenfalls ausgestellt ist der Toyota GR Supra GT4, der in Hockenheim seine Rennpremiere in der GT4 Germany feiert. Darüber hinaus wird am Samstag um 10:15 Uhr der neue Rennwagen der Formel 4 präsentiert.

- Das Wochenende hatte bereits am Donnerstag mit Testfahrten begonnen. Wegen des Herbststurms Ignatz mussten jedoch alle Sitzungen am Vormittag abgesagt werden, darunter zwei von drei geplanten Sessions des ADAC GT Masters. Einige Teamzelte wurden vom Sturm schwer in Mitleidenschaft gezogen.

- Erst am Donnerstagnachmittag konnte gefahren werden. Alle Teams nahmen den Test wahr. Die Bestzeit ging an den WRT-Audi #32 (Vanthoor/Weerts) in 1:38.618 Minuten. Zum Vergleich: Die Tagesbestzeit am Freitag lag bei 1:38.206 Minuten von Frank Perera im Grasser-Lamborghini #19 (Perera/Ineichen).

- Der Schubert-BMW #10 (Yelloly/Krohn) kam im zweiten Training kaum zum Fahren. Nach starker Rauchentwicklung vermutete das Team zunächst einen Motorschaden. Doch bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass es "nur" die Servolenkung war. Das BMW-Team wird es verkraften können, schließlich konnte man ausreichen Testkilometer sammeln.

- Der Joos-Porsche #91 (Fittje/Jahn) bekam 15 Minuten Trainingszeit gestrichen. Grund: Der blaue Porsche "Rüdiger" begab sich schon vor Umschalten der Ampel im ersten Freien Training in die Fast Lane.

Zeitenmonitor ADAC GT Masters Hockenheim 2021 mit zahlreichen Tracklimits-Verstößen

Track Limits sind und bleiben ein Thema auf dem Hockenheimring

Foto: smg/Stritzke

- Markus Winkelhock hat eine ganz besondere Woche hinter sich. Nicht nur gewann er das 8-Stunden-Rennen von Indianapolis am vergangenen Sonntag in der IGTC, er wurde auch kurz darauf Vater. In den Kreißsaal schaffte er es trotz verfrühter Abreise aus Indianapolis nicht mehr pünktlich; seine Tochter Elisa gewann das Rennen mit rund zwei Stunden Vorsprung.

- Die anderen beiden Siegfahrer des Sainteloc-Audis, Christopher Haase und Patric Niederhauser, sind ebenfalls in ihren üblichen Audis von Land und Rutronik unterwegs.

- Philipp Zakowski ist ab dem 31. Oktober nicht mehr bei Zakspeed tätig. Der Jüngere der Zakowski-Brüder war bereits am Sachsenring abwesend. Peter Zakowski bestätigt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass er das Team wieder allein führt.

- Die Penalty-Zone befindet sich auf dem Hockenheimring direkt hinter der engen Spitzkehre auf der rechten Fahrbahnseite.

- Die Handhabung der Track Limits in Kurve 1 wurde im Vorfeld des Wochenendes basisdemokratisch gelöst. Rennleiter Sven Stoppe arbeitete mit mehreren Fahrern mögliche Pläne aus. Diese wurden dann allen Fahrern zur Abstimmung gestellt. Die Mehrheit entschied sich für eine Lösung mit einem weißen Streifen ab dem hinteren Ende des Randsteins, die nicht mit allen vier Rädern überfahren werden darf.

- Trotzdem bleibt es eine Herausforderung, vor allem für das Qualifying. Der Pirelli-Reifen hat einen Peak, der schon auf der zweiten fliegenden Runde nachlässt. Wer im ersten Versuch über die Linie hinausschießt, hat seinen besten Schuss bereits verfeuert. Wie schnell das geht, zeigte die enorme Anzahl an Verstößen in den Freien Trainings. Wer zu zaghaft fährt, verliert Zeit.

Porsche-Carrera-Cup Deutschland: Message an die Fans

Eine Message an die Fans vom Porsche-Carrera-Cup

Foto: smg/Stritzke

- Eine Kuriosität gibt es in der GT4 Germany: W&S Motorsport war mit zwei Porsche Cayman angereist. Darunter der Bolide für Fabian Vettel, der nun doch nicht mit Tim Heinemann, sondern Lukas Schreier fährt. Im Fokus steht aber das Schwesterfahrzeug, gefahren von Luca Arnold und Marvin Dienst. Dieser verunfallte am Donnerstag. So wurde kurzerhand ein Mercedes-AMG GT4 von Schütz Motorsport beschafft, mit dem Arnold und Dienst nun die beiden Rennen bestreiten werden.

- Der Porsche-Carrera-Cup hat einen seiner LKWs mit einer speziellen Message an die Fans versehen, die seit einigen Rennen wieder ins Fahrerlager des ADAC GT Masters und seiner Rahmenserien dürfen.

- Die Wettervorhersage für den Samstag ist weiterhin äußerst herbstlich. Es wird heiter bis wolkig mit maximal elf Grad Celsius. Dafür hat sich die Vorhersage für den Sonntag gebessert. Es soll strahlend sonnig bei bis zu 14 Grad werden, was sich nach den zwei Kältetagen ein wenig wie Frühling anfühlen dürfte. Regen ist an allen Tagen kein Thema.

Mit Bildmaterial von smg/Stritzke.

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