NASCAR-Legende Jimmie Johnson will zu den 24h von Le Mans

Der siebenmalige NASCAR-Champion Jimmie Johnson möchte an den 24h von Le Mans teilnehmen - Der US-Amerikaner spricht mit Cadillac

NASCAR-Legende Jimmie Johnson will zu den 24h von Le Mans
Audio-Player laden

Jimmie Johnsons Vita kann sich sehen lassen: Der US-Amerikaner hat in seiner Karriere sieben NASCAR-Titel gewonnen, startet aktuell als Vollzeit-Pilot für Chip Ganassi in der IndyCar-Serie und bestreitet als Teilzeit-Fahrer die Langstrecken-Rennen der IMSA-Serie für Action Express im Cadillac-DPi. Jetzt hat sich der 46-Jährige die 24h von Le Mans fest vorgenommen.

Der IndyCar-Kalender für die Saison 2023 könnte Johnson einen Strich durch die Rechnung machen, sollte es zu einer Terminüberschneidung kommen. Die 24h von Le Mans 2023 wurden bereits terminiert und finden vom 10. bis 11. Juni statt. Cadillac hat Action Express für den Einsatz der neuen LMDh-Autos ausgewählt, weshalb Johnson seine Verbindungen zum Team ausnutzen möchte.

"Ich warte schon gespannt auf den [IndyCar-] Kalender", sagt Johnson, der Ende Juni 2022 wieder an den Sechs-Stunden von Watkins Glen teilnehmen wird. "Ich arbeite hinter den Kulissen daran, herauszufinden, wie der Kalender aussehen könnte." Dafür spricht der US-Amerikaner auch mit IndyCar-Präsident Jay Frye. "Ich möchte nach Le Mans! Es wäre großartig, mit Hendrick und Action Express dorthin zu reisen, weil die Partnerschaft gut funktioniert."

Johnson warte darauf, dass der "erste Dominostein" fällt und alles in Gang gesetzt werden kann, einen Start bei den 24h von Le Mans möglich zu machen. Die Sportwagen-Szene steht durch die Einführung der LMDh-Autos in der Langstrecken-WM und IMSA-Serie vor einer Revolution. In der Topwertung für Prototypen werden viele neue Marken und deutlich mehr Autos erwartet. Auch das muss Johnson in seine Planung einkalkulieren.

"Ob überhaupt ein Auto zur Verfügung steht, spielt eine große Rolle", so Johnson über seine Pläne. Es ist nicht gegeben, dass Cadillac beispielsweise ein zusätzliches Auto für den NASCAR-Rekordmeister zur Verfügung stellen oder ein Cockpit für ihn freimachen kann. Jedoch bringt Johnson in Form des Unternehemns Ally finanzielle Unterstützung mit, die helfen kann, den Traum von Le Mans Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Sponsor werde Johnson "auf und abseits" der Strecke unterstützen, so der Rennfahrer, egal für welche Rennserie sich der 46-Jährige für die Saison 2023 entscheiden wird. "Die Leute fangen jetzt an, über Optionen zu sprechen", sagt der US-Amerikaner.

"Normalerweise werden Verträge immer erst im Spätsommer oder Frühherbst unterschrieben. Wir sind also früh dran und ich werde mir alle Optionen offen halten." Eine weitere volle IndyCar-Saison habe für Johnson Priorität.

Mit Action Express startet Johnson seit der Saison 2021 im Cadillac mit der Startnummer 48 - seine legendäre NASCAR-Nummer - bei den Langstrecken-Rennen der IMSA-Meisterschaft. Das Schwesterauto des Teams mit der Startnummer 31 wird bei allen Rennen der Serie eingesetzt. Johnson hat zusammen mit Kamui Kobayashi, Simon Pagenaud und Mike Rockenfeller schon einige Erfolge gefeiert - wie den zweiten Platz bei den 24h von Daytona 2021.

Jimmie Johnson, Kamui Kobayashi, Simon Pagenaud

Johnsin hat in der IMSA-Serie schon viel Langstrecken-Erfahrung gesammelt

Foto: Motorsport Images

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Ferrari bereitet GTE-Fahrer auf Hypercar-Ära vor: Testfahrten im LMP2!
Vorheriger Artikel

Ferrari bereitet GTE-Fahrer auf Hypercar-Ära vor: Testfahrten im LMP2!

Nächster Artikel

Calado und Fuoco: Auswahlprozess für Ferrari-Projekt hat begonnen

Calado und Fuoco: Auswahlprozess für Ferrari-Projekt hat begonnen