Aleix Espargaro: Ab Spielberg noch mehr Druck für Quartararo

Der zuletzt angeschlagene Aleix Espargaro visiert in Österreich ein Podest an und sieht WM-Leader Fabio Quartararo zusehends unter Druck, auch durch Ducati

Aleix Espargaro: Ab Spielberg noch mehr Druck für Quartararo
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Nach seinem Trainingssturz quälte sich Aleix Espargaro beim Grand Prix von Großbritannien auf Platz neun und betrieb Schadensbegrenzung. Weil WM-Leader Fabio Quartararo nur einen Platz besser abschnitt, verlor der Aprilia-Pilot in der Gesamtwertung nur einen Punkt auf den amtierenden Weltmeister.

Bis zum nächsten MotoGP-Rennen in Spielberg nächste Woche muss sich der Spanier zwar weitgehend Ruhe gönnen. Denn als Folge seines Crashs wurde ein Fersenbruch im rechten Fuß diagnostiziert, weshalb sich Espargaro vorerst schonen muss.

In Österreich will er dann aber wieder voll angreifen. Aber ist Spielberg eine gute Strecke für die Aprilia RS-GP? "Das ist eine sehr gute Frage. Ich denke, dass die Aprilia dieses Jahr überall recht gut funktioniert. Fast in jedem Rennen haben wir ein Motorrad auf das Podium gestellt, was gut ist", sagt Espargaro.

Espargaro: Konstanz ist der Schlüssel

"Sicherlich ist Österreich eine sehr gute Strecke für Ducati. Sie ist ziemlich einfach für sie. Sie haben ein wirklich starkes Motorrad und es wird schwierig sein, sie dort zu schlagen", gibt er zu bedenken. So wurden sechs der bisher acht auf dem Red Bull Ring ausgetragenen Rennen von einem Ducati-Piloten gewonnen.

"Aber diese Meisterschaft ist sehr offen. Man weiß nie, wann man gewinnen kann, wann man dabei sein kann, und es geht nicht nur um ein Rennen. Man muss mental stark sein, man muss konstant sein. Es geht nicht darum, dass ein Rennen perfekt ist und das andere eine Katastrophe. Man muss überall konstant sein, und ich hoffe, dass ich in Österreich wieder um das Podium kämpfen kann", betont Espargaro.

¿pbfsfs_2108|Fotostrecke: Top 10: Die schnellsten MotoGP-Strecken|http://www.motorsport-total.com/bilder/strecken/2018motogpschnellstestrecken/1647679149_mst.jpgpb¿Für WM-Rivale Quartararo könnte es ab Spielberg hingegen schwierig werden, glaubt sein Verfolger. "Ich denke, wenn sich die Ducatis von Rennen zu Rennen verbessern und ich mein hohes Niveau halten kann und auch Maverick so weitermacht, dann bedeutet das mehr Druck für den Führenden. Das ist also gut für mich."

Bagnaia und Ducati werden näher kommen

Espargaros Teamkollege Maverick Vinales zeigte zuletzt eine starke Formkurve und fuhr in Silverstone wie zuvor schon in Assen aufs Podest. Für Espargaros könnte er künftig wichtige Schützenhilfe leisten - nicht nur im Titelkampf gegen Quartararo.

Denn Francesco Bagnaia konnte in den letzten beiden Rennen dank zweier Siege viele Punkte gutmachen, während die anderen strauchelten. In der WM ist der Ducati-Pilot derzeit Dritter mit 49 Zählern Rückstand. "Sie haben in Silverstone einen großen Schritt in der Meisterschaft gemacht", hält Espargaro fest.

"Es wird nicht leicht für sie, denn sie haben zwei Rennen Rückstand, aber sie haben viele Motorräder und können eine Menge Teamarbeit leisten. Und jetzt fahren wir auf zwei Strecken, die für Pecco gut sind, Österreich und Misano", blickt der Aprilia-Pilot voraus. "Alles ist offen. Ich denke deshalb, dass wir in den letzten acht Rennen der Meisterschaft sehr, sehr eng beieinander liegen werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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