Francesco Bagnaia: Wäre die WM ohne den Sturz in Misano komplett offen?

Beim zweiten Portimao-Rennen der MotoGP macht Francesco Bagnaia 25 Punkte auf Fabio Quartararo gut: Wie sehr schmerzt der Misano-Sturz rückblickend?

Francesco Bagnaia: Wäre die WM ohne den Sturz in Misano komplett offen?

Ducati-Werkspilot Francesco Bagnaia hat sich beim Grand Prix der Algarve in Portimao souverän den Sieg gesichert. Bagnaia kontrollierte das Rennen vom Start weg und setzte sich zeitig von seinen Verfolgern ab.

Dank der 25 Punkte stellte der Italiener den Vizetitel und den vorzeitigen Gewinn in der Herstellerwertung für Arbeitgeber Ducati sicher. Doch was wäre gewesen, wenn Bagnaia beim vergangenen Grand Prix in Misano nicht kurz vor Rennende in Führung liegend gestürzt wäre?

Eine kleine Rechnung: Vor dem Saisonfinale in Valencia hat Bagnaia 40 Punkte Rückstand auf Fabio Quartararo, der bereits in Misano den Titel feierte. Rechnet man die 25 Punkte für den Sieg in Misano dazu und zieht Quartararo die zwei durch den Sieg geerbten Punkte ab, dann hätte der Rückstand vor dem finalen Rennen lediglich 13 Punkte betragen. Doch hätte, wäre, wenn gibt es in der MotoGP nicht.

Warum sich Bagnaia wegen dem Misano-Sturz nicht allzu sehr ärgert

"Wenn ich in Misano gewonnen hätte, wäre Quartararo hier nicht gestürzt", ist Bagnaia überzeugt. "Ich würde nicht sagen, dass wir die Meisterschaft in Misano verloren haben. Ich verlor zuvor viele Punkte. Danach wurde ich stärker."

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaias dritter Saisonsieg hätte sein vierter sein können ...

Foto: Motorsport Images

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn von Quartararo in Misano fuhr der neue Weltmeister mit weniger Druck. Bagnaia hingegen erkannte keinen Unterschied, obwohl die Meisterschaft bereits entschieden war. "Ich habe meine Herangehensweise nicht verändert", erklärt er.

"Es war identisch zu Misano. Ich fuhr im Rennen so wie in Misano und pushte, doch in Misano hatte ich mehr Pech, weil ich stürzte. Dieses Mal hatte ich mehr Glück. Vielleicht lag es daran, weil ich nicht mit dem harten Vorderreifen fuhr", scherzt der Ducati-Pilot.

Ducati wird für das Risiko belohnt, den WM-16. ins Werksteam zu holen

Mit Platz zwei in der Meisterschaft hat Bagnaia seine mit Abstand beste MotoGP-Saison abgeliefert. Der Moto2-Weltmeister der Saison 2018 erlebte 2019 eine schwierige MotoGP-Debütsaison und scheiterte auch im Vorjahr beim Versuch, konstant starke Rennen zu zeigen. Ducati wurde jedoch für das Risiko belohnt, den WM-16. der Saison 2020 ins Werksteam zu holen.

Bagnaia gesteht, dass er 2019 und 2020 nachdenklich war: "Es war wirklich schwierig, denn ich hatte pro Saison nur ein oder zwei gute Rennen. In den anderen Rennen hingegen hatte ich Probleme. Ich hatte in vielen Bereichen zu kämpfen. Wenn ich schnell war, war ich schnell. Doch größtenteils war ich langsam und stürzte, ohne zu wissen, warum."

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia war 2019 nur WM-15. udn 2020 WM-16.

Foto: Motorsport Images

"Ich weiß nicht, was in den beiden vergangenen Jahren los war. Als ich ins Werksteam kam, hatte ich ein anderes Gefühl für das Motorrad", berichtet der Ducati-Pilot, der in der laufenden Saison seine ersten Siege in der Königsklasse feierte.

Die starke Form der finalen Rennen macht Ducati und Bagnaia Mut, 2022 um den Titel kämpfen zu können. "Die Basis für die kommende Saison ist richtig gut. Wir haben sehr hart und gut an unserem Motorrad gearbeitet. Unsere Ausgangslage für die kommende Saison ist sehr gut", bestätigt der Vize-Weltmeister der Saison 2021.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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