Jack Miller verrät: Johann Zarco fährt einen anderen Stil

Pramac-Pilot Johann Zarco wartet zwar noch auf seinen ersten Sieg, aber mit konstanten Podestplätzen ist der Franzose nach Barcelona WM-Zweiter

Jack Miller verrät: Johann Zarco fährt einen anderen Stil

Johann Zarco ist in der MotoGP Yamaha, KTM und Ducati gefahren. Mit der KTM kam der zweimalige Moto2-Weltmeister nicht zurecht. Mit der Yamaha und der Ducati war, beziehungsweise ist er schnell, obwohl das vom Konzept her zwei völlig unterschiedliche Motorräder sind.

Speziell mit seiner Yamaha-Erfahrung hat Zarco einen anderen Hintergrund als seine aktuellen Ducati-Teamkollegen. Jack Miller kennt nur V4-Motorräder. Zu Beginn seiner Karriere saß er auf einer Honda. Alle übrigen Ducati-Fahrer kennen nur die Desmosedici.

"Zarcos Stil ist ein wenig anders", ist Miller aufgefallen. "Ob ihm das hilft, wenn es wenig Grip gibt? Im Nassen ist der Grip gering und dann bin ich immer schnell. Ich glaube nicht, dass es daran liegt."

Aber was macht Zarco anders? "Er gibt sehr früh Gas", verrät der Australier. "Das ist ein anderer Stil. Er gibt Gas und bleibt auf diesem Level. Ich bin sanfter und drehe das Gas kontinuierlich auf." Trotzdem würde Zarco nicht behaupten, dass er die Kurven wie ein V fährt.

Johann Zarco

Viermal stand der Franzose in dieser Saison schon als Zweiter auf dem Podest

Foto: Motorsport Images

"Vielleicht. Schwierig zu sagen", meint der Pramac-Pilot. "Jede Kurve ist besonders. In Barcelona wollte ich mehr Kurvenspeed haben. Normalerweise bereitet mir mein Kurvenspeed Schwierigkeiten. In Barcelona scheint das aber gut funktioniert zu haben."

Seit seinem MotoGP-Debüt mit Tech-3-Yamaha im Jahr 2017 hat sich Zarcos Fahrstil verändert. So genau kann er das nicht sagen: "Das ist jetzt schon lange her. Das war damals der Anfang der Michelin-Zeit. Damals war der Vorderreifen nicht so gut wie er jetzt ist.

"Jetzt ist mein Fahrstil ähnlich wie bei den anderen Fahrern. Man setzt die Frontpartie mehr ein und bringt mehr Druck auf den Vorderreifen. Mit der Yamaha kann man auch recht schnell sein, wenn man den Vorderreifen nicht spürt. Nicht so schnell wie Fabio, denn das habe ich nicht erreicht."

"Wenn man mit anderen Motorrädern das Vorderrad nicht spürt, dann ist man nirgendwo", glaubt Zarco. Nach sieben Saisonrennen ist er WM-Zweiter. Viermal stand der 30-Jährige als Zweiter auf dem Podest. Auf seinen ersten Sieg in der Königsklasse wartet Zarco noch.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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