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MotoGP-Insider: Suzuki muss Qualifying-Schwäche in den Griff bekommen

Ex-MotoGP-Pilot Michael Laverty analysiert die Stärken und Schwächen der Suzuki GSX-RR und sieht in Alex Rins den Titelanwärter und nicht in Weltmeister Joan Mir

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MotoGP-Insider: Suzuki muss Qualifying-Schwäche in den Griff bekommen

Mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft schrieb Joan Mir in der MotoGP-Saison 2020 Geschichte. Als erster Suzuki-Pilot konnte der Spanier in der modernen MotoGP-Viertakt-Ära einen WM-Titel einfahren.

Ein Laufsieg reichte Mir aus, um sich in der Endabrechnung durchzusetzen. Auch in der neuen Saison dürfte Mir einer der WM-Anwärter sein. Doch laut Ex-MotoGP-Pilot Michael Laverty muss Suzuki unbedingt eine Schwäche beheben, wenn der Titel verteidigt werden soll.

"Die Performance auf eine schnelle Runde ist der Bereich, den sie verbessern müssen", bezieht sich Laverty im Gespräch mit 'Bikesportnews' auf die schwachen Qualifying-Leistungen der Suzuki-Piloten. Auf eine schnelle Runde ist die Suzuki nicht so schlagkräftig wie die Maschinen der Konkurrenz.

Riskiert Suzuki die gute Renn-Performance der GSX-RR?

"Sie müssen versuchen, aus einem frischen Reifen auf eine oder zwei Runden ein bisschen mehr herauszuholen, damit sie sich Startplätze in der ersten oder zweiten Reihe sichern können", so Laverty. Doch wie kann Suzuki die Qualifying-Performance der GSX-RR verbessern?

"Dafür wird vermutlich eine Anpassung des Schwerpunktes nötig sein. Oder sie müssen ihre Richtung ein bisschen ändern. Es könnte an den Federelementen oder dem Fahrgestell liegen", grübelt Laverty und erklärt: "Sie müssen ein bisschen mehr Druck auf die Reifen bringen."

"Doch sobald man an der Balance der Maschine arbeitet, wirkt sich das auch auf die Renndistanz aus. Und das möchte Suzuki nicht opfern. Das hatten sie richtig gut hinbekommen", bemerkt der britische Experte, der von 2013 bis 2015 selbst in der MotoGP fuhr.

Suzuki-Motor ist besser als das Triebwerk der Yamaha M1

In der vergangenen MotoGP-Saison überzeugte Suzuki meist im finalen Renndrittel. Während die Motorräder der Konkurrenz die Reifen stark forderten, ging die Suzuki sehr sanft mit den Reifen um. Dadurch konnten die Suzuki-Piloten gegen Rennende meist Positionen gutmachen.

Alex Rins

Alex Rins gewann in der Saison 2020 in Aragon und wurde WM-Dritter

Foto: Motorsport Images

"Sie kommen mit den weichen Reifen gut über eine komplette Renndistanz. Ihr Ziel muss es also sein, die Qualifying-Performance zu verbessern, ohne die Renn-Performance zu beeinflussen", erklärt Laverty. Dass Suzuki beim Motor nicht nachbessern darf - die Motorentwicklung ist von 2020 zu 2021 eingefroren -, ist für den Experten kein Nachteil.

"Der Motor war im vergangenen Jahr ziemlich auf Augenhöhe. Er war nicht so stark wie die V4-Motoren, aber ein bisschen besser als die anderen Reihen-Vierzylinder-Motoren im Feld, also die Yamaha-Motoren. Der Suzuki-Motor ist also ziemlich gut", lobt Laverty.

Ist Alex Rins der stärkere der Suzuki-Piloten?

"Wenn sie ihre Qualifyings ein bisschen verbessern, dann werden sie weiterhin stark sein", prophezeit Laverty, für den Joan Mir nicht zwingend der stärkere der beiden Suzuki-Piloten ist. In der neuen Saison rechnet Laverty vor allem mit Alex Rins.

"Ich bin gespannt, wie Alex Rins performt. Sein deutlich weniger erfahrener Teamkollege gewann die Meisterschaft. Alex war das gesamte Jahr über verletzt. Er kann noch zulegen. Ich denke, Alex wird in diesem Jahr der Titelanwärter sein, wenn er sich nicht verletzt", so der ältere Bruder von WSBK-Pilot Eugene Laverty.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Fahrer Alex Rins , Joan Mir
Teams Team Suzuki Ecstar
Urheber Sebastian Fränzschky