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MotoGP-Test Sepang: Fabio Quartararo auch mit 2020er-Yamaha Schnellster

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MotoGP-Test Sepang: Fabio Quartararo auch mit 2020er-Yamaha Schnellster
Autor:
08.02.2020, 10:14

Am zweiten MotoGP-Testtag in Sepang hat Fabio Quartararo bewiesen, dass er auch auf der 2020er-Yamaha schnell ist - Jack Miller beste Ducati vor Dani Pedrosa auf P3

Am zweiten MotoGP-Testtag in Sepang hielt das Wetter stand, sodass die Piloten und Teams ungehindert an ihren 2020er-Maschinen arbeiten konnten. Nach Fabio Quartararos Bestzeit vom Vortag setzte sich der Petronas-Yamaha-Pilot im Klassement mit einer Zeit von 1:58.572 Minuten auch dieses Mal durch.

Bildergalerie: Die besten Fotos vom Samstag in Sepang

Im Vergleich zum Vortag zog das Tempo früh an. Jack Miller (Pramac-Ducati) toppte das Feld zur Halbzeit mit 1:58.641 Minuten vor Joan Mir (Suzuki) und Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha). Damit war der Australier bereits schneller als die gestrige Bestzeit (1:58.945). Dabei blieb es im Laufe des Tages aber freilich nicht.

Am Nachmittag geriet das Klassement noch einmal durcheinander, als sich 40 Minuten vor Sessionende Quartararo mit einer neuen Bestzeit an die Spitze kämpfte. Auch die Konkurrenz drehte noch einmal auf. So schaffte KTM-Edeltester Dani Pedrosa den Sprung in die Top 3. Auch Miller verbesserte sich, kam aber nicht an Quartararo vorbei.

Quartararo mit 2020er-Bike vor Vinales und Rossi

Nachdem er gestern das Vorjahresmodell gefahren war, drehte Quartararo am Samstag seine ersten Runden auf der 2020er-Yamaha, während Teamkollege Morbidelli eine A-spec-Yamaha fuhr, die über etwas weniger Leistung verfügt als das aktuelle Werksbike. Mit dem neuen Bike schien sich der Franzose auf Anhieb wohlzufühlen.

Hinter den schnellsten drei Fahrern ordnete sich im Endklassement Suzuki-Pilot Mir als Vierter ein. Morbidelli wurde Fünfter vor Yamaha-Markenkollege Maverick Vinales. Alex Rins (Suzuki), Pol Espargarao (KTM), Marc Marquez (Honda) und Valentino Rossi (Yamaha) komplettierten die Top 10, die nur 0,544 Sekunden trennten.

Die Yamaha-Werksfahrer hatten mit jeweils drei Motorrädern in der Garage wie schon am Freitag wieder alle Hände voll zu tun. Dabei handelte es sich um zwei Versionen des 2020er-Bikes, erkennbar am neuen Lufteinlass, und ein Vorjahresmodell. Beide waren vornehmlich damit beschäftigt, das beste Set-up für die neue Maschine zu finden.

Marc Marquez übersteht späten Sturz unbeschadet

Auch die beiden japanischen Testfahrer Katsuyuki Nakasuga und Kohta Nozane waren erneut im Einsatz. Sie fuhren ebenfalls die 2020er-Version der Yamaha und testeten außerdem die Carbonschwinge, über die es im Werksteam noch geteilte Meinungen gibt. Jorge Lorenzo wird voraussichtlich morgen auf die Strecke gehen.

Marc Marquez hat immer noch ein wenig Schmerzen in der Schulter. Jeden Tag verbringt er mindestens eine Stunde im Clinica Mobile, um Behandlungen durchzuführen. Dennoch spulte der achtmalige Weltmeister in der ersten Hälfte des Tages bereits 33 Runden. Am Nachmittag kamen 15 weitere Runden hinzu.

Marc Marquez stürzte am Samstag spät, kam aber ohne Verletzungen davon

Marc Marquez stürzte am Samstag spät, kam aber ohne Verletzungen davon

Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Damit lag der Spanier im Soll und ließ sich auch von einem späten Sturz nicht schrecken. Er und sein Bruder Alex Marquez haben jeweils zwei 2020er-Bikes mit neuem Chassis und neuer Aero in der Box. Der Honda-Neuzugang konnte seine Zeit von gestern um drei Zehntel verbessern, wurde aber dennoch nur Siebzehnter.

Crutchlow schwer beschäftigt, Ducati weit zurück

Cal Crutchlow leistete für Honda auch am Samstag wieder viel Testarbeit. Dem Briten standen neben einer 2019er-Version mit einigen Aero-Updates eine 2020er-Version, wie sie bei den Tests in Valencia und Jerez zu sehen war, und eine zweite Version des Prototypen zur Verfügung. Den Testtag beendete der LCR-Pilot an Position zwölf.

Bei Ducati wurden die kleinen technischen Probleme von gestern bei der Arbeit mit dem 2020er-Chassis gelöst. Ganz ohne Zwischenfälle verlief der Tag für den italienischen Hersteller aber trotzdem nicht: Gut eine Stunde vor Testende sorgte Andrea Dovizioso für eine kurze rote Flagge. Er war in Kurve 6 übers Vorderrad weggerutscht.

Beide Ducati-Werksfahrer testeten am zweiten Tag unter anderem eine neue Aero-Verkleidung ohne Flügel im unteren Teil. Den Sprung in die Top 10 schafften Dovizioso und sein Teamkollege Danilo Petrucci aber nicht: "Petrux" klassierte sich als Dreizehnter, "Dovi" hatte auf Rang 15 knapp acht Zehntel Rückstand.

KTM-Tester Pedrosa beeindruckt mit Platz drei

Bei Suzuki wurde neben neuen Aero-Updates auch ein neues Chassis getestet. Rins und Mir fuhren zu dem Zweck erneut Vergleichstests mit dem 2019er-Modell. Wie schon am Vortag war auch Testfahrer Sylvain Guintoli wieder im Einsatz. Er beendete den Testtag auf Platz 21 mit 1,714 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Das KTM-Hybrid-Chassis scheint jetzt die Standardversion des Werksteams zu sein, aber Pol Espargaro probierte am Samstag noch eine zweite Version aus. Er stürzte im Laufe des Vormittags in Kurve 1, Markenkollege Iker Lecuona ging in Kurve 9 zu Boden ging. Beide überstanden ihre Ausrutscher aber zum Glück unverletzt.

KTM-Tester Dani Pedrosa setzte mit Platz drei am Samstag ein Ausrufezeichen

KTM-Tester Dani Pedrosa setzte mit Platz drei am Samstag ein Ausrufezeichen

Foto: Gold and Goose / Motorsport Images

Alle vier KTM-Fahrer nutzen die 2020er-Spezifikation, wobei MotoGP-Rookie Brad Binder seine Zeit von Tag eins deutlich verbessern konnte und damit auch einige Plätze gutmachen konnte. Highlight des Tages blieb für KTM aber die Zeit von Pedrosa, die ihn auf Platz drei katapultierte und das Potenzial des neuen Motorrads demonstriert.

Zarco tut sich auch am zweiten Testtag schwer

Bradley Smith schloss sich heute Aprilia-Kollege Aleix Espargaro, um die neue RS-GP zu testen, nachdem er am Freitag noch ausgesetzt hatte. Espargaro konnte sich zu gestern um zwei Zehntel steigern. Lorenzo Savadori, der am Freitag für den wegen Dopings gesperrten Andrea Iannone einsprang, war heute nicht aktiv.

Für Johann Zarco setzte sich sein schwieriges Debüt mit Ducati am zweiten Testtag fort. Zwar konnte der Franzose seine persönliche Bestzeit steigern, im Gesamtklassement machte das aber keinen Unterschied. Die Ducati-Bosse verfolgen ihn genau: Gestern lauschte Dall'Igna seinem Debrief in der Avintia-Box, heute Ciabatti.

Die Testzeiten aus Sepang (Samstag):

Pos. Fahrer Team Zeit/Rückstand Runden
1 France Fabio Quartararo Petronas-Yamaha 1:58,572 Minuten 72
2 Australia Jack Miller Pramac-Ducati +0,069 Sekunden 51
3 Spain Dani Pedrosa KTM +0,090 54
4 Spain Joan Mir Suzuki +0,159 54
5 Italy Franco Morbidelli Petronas-Yamaha +0,259 60
6 Spain Maverick Vinales Yamaha +0,321 69
7 Spain Alex Rins Suzuki +0,406 63
8 Spain Pol Espargaro KTM +0,417 49
9 Spain Marc Marquez Honda +0,525 47
10 Italy Valentino Rossi Yamaha +0,544 60
11 Spain Aleix Espargaro Gresini-Aprilia +0,652 43
12 United Kingdom Cal Crutchlow LCR-Honda +0,675 64
13 Italy Danilo Petrucci Ducati +0,685 59
14 Italy Francesco Bagnaia Pramac-Ducati +0,741 59
15 Italy Andrea Dovizioso Ducati +0,770 55
16 Portugal Miguel Oliveira Tech-3-KTM +0,793 42
17 Spain Alex Marquez Honda +1,089 66
18 South Africa Brad Binder KTM +1,208 59
19 France Johann Zarco Avintia-Ducati +1,253 51
20 Spain Tito Rabat Avinita-Ducati +1,617 77
21 France Sylvain Guintoli Suzuki +1,714 58
22 Japan Takaaki Nakagami LCR-Honda +1,775 47
23 Spain Iker Lecuona Tech-3-KTM +1,824 41
24 Yamaha-Testfahrer 3 Yamaha +2,219 35
25 Yamaha-Testfahrer 1 Yamaha +2,348 44
26 United Kingdom Bradley Smith Gresini-Aprilia +2,547 61

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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