Scott Redding: "Rechnete mir aus, bessere Rundenzeiten zu fahren"

Mehr als zwei Sekunden Rückstand auf die Spitze und Platz 19 von 21: Scott Redding erlebte nicht den Einstand bei Aprilia, den er sich erhoffte.

Scott Redding: "Rechnete mir aus, bessere Rundenzeiten zu fahren"
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Pramac Racing
Scott Redding, Pramac Racing, nach Sturz

Nachdem Scott Redding bei Honda und Ducati scheiterte, greift er in der neuen Saison mit Aprilia an. Es dürfte die letzte Chance sein, um sich in der MotoGP zu beweisen. Doch der Einstand beim Nachsaisontest in Valencia war nicht besonders vielversprechend. Am zweiten Tag wurde Redding mit 2,325 Sekunden Rückstand nur auf Position 19 gelistet. Teamkollege Aleix Espargaro war eineinhalb Sekunden schneller.

Redding fasst zusammen: "Es waren zwei interessante Tage. Es ist noch viel Anpassungsarbeit zu leisten, bis ich mich richtig an die Charakteristik der Aprilia gewöhnt habe. Es beginnt schon bei den Abmessungen. Alle Informationen, die wir sammeln, wirken sich auf das 2018er-Motorrad aus. Mein Ziel ist es, mich an den Charakter der Maschine zu gewöhnen. Die Maschine ist auf jeden Fall anders als das Motorrad, das ich zuletzt fuhr."

"Aleix leistet großartige Arbeit und zeigt das Potenzial der Aprilia auf. Ich bin zuversichtlich, denn ich habe das Gefühl, ein Teil des Projekts zu sein. Das Team hat mich super aufgenommen. Ich mag die Arbeitsweise des Teams. Ich versuchte, das bestmögliche Feedback abzugeben", berichtet der Brite und gesteht: "Valencia ist nicht meine Lieblingsstrecke. Es ist nicht einfach, nach einem Rennwochenende auf ein anderes Motorrad zu springen. Deshalb haben wir auf eine schnelle Runde verzichtet."

Nach etwas Überlegen bemerkt er: "Ich rechnete mir aus, bessere Rundenzeiten zu fahren." Die Umstellung von der Ducati Desmosedici zur Aprilia RS-GP fiel schwerer als erwartet: "Ich erwartete, dass sich das Motorrad ein bisschen einfacher fahren lässt. Ich denke aber, dass wir uns mit etwas mehr Zeit und anderen Abstimmungen besser anpassen können."

"Der Unterschied ist groß, doch es ist nicht wie Tag und Nacht. Der Charakter unterscheidet sich (von dem der Ducati). Es ist nicht so, dass das Motorrad nicht fahrbar ist. Ich muss nur das Konzept besser verstehen. Der Motor arbeitet anders, das Chassis ebenso. Ich benötige mehr Zeit dafür", schildert Redding.

"Die Honda und die Ducati waren sich ziemlich ähnlich. Mit der Ducati fiel es mir aber ein bisschen einfacher. Es ist nicht so, dass ich jetzt wieder zu dem zurückgekehrt bin, was ich zuvor hatte, aber beim Motor ist es der Fall. Daran müssen wir arbeiten. Das Fahrverhalten ist gut. Ich kann jetzt die gleichen Linien fahren wie die Yamahas. Das war mein größtes Problem, weil es nicht darum ging, härter zu bremsen oder eher ans Gas zu gehen. Es ging darum, wo und wie man bremst, wie viel Geschwindigkeit man mit in die Kurve nimmt. Das Motorrad muss hohe Kurvengeschwindigkeiten fahren. Das musste ich verstehen. Es ist sehr schwierig", kommentiert Redding.

"Ich wollte das Motorrad fahrbarer machen. Aleix ist gut darin, das Motorrad zu dem zu zwingen, was es schlussendlich macht. Das Motorrad macht nicht das, was es von Natur aus machen sollte. Man muss es beim Bremsen stark überfahren", erkennt der ehemalige Ducati-Pilot. "Ich versuchte es, doch diesbezüglich liege ich deutlich hinter ihm. Man braucht Zeit, um sich daran zu gewöhnen."

Bei der Motorcharakteristik muss sich Redding umstellen. Die Aprilia ähnelt der Honda: "Die schwierigste Sache für mich ist, dass der Motor sehr aggressiv ist, wenn man ans Gas geht. Aprilia hat bei der Elektronik und dem Chassis gute Arbeit geleistet, damit man dieses Problem kaschiert, doch der Motor muss dem Fahrer ein bisschen mehr Gefühl und Rückmeldung vermitteln", so Redding.

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