Scott Redding: Noch keine Gespräche mit Aprilia für 2019

Der Brite Scott Redding fährt meist hinterher und spricht über seine schwierige Situation bei Aprilia. Da Ergebnisse ausbleiben, macht sich der Brite Sorgen um die Zukunft.

Scott Redding: Noch keine Gespräche mit Aprilia für 2019
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini
Scott Redding, Aprilia Racing Team Gresini

Scott Redding erlebte einen schwierigen Saisonstart mit Aprilia. Nach den ersten vier Rennen hat der Brite fünf WM-Punkte auf dem Konto. Sein Teamkollege Aleix Espargaro hat zwar auch nur einen Zähler mehr gesammelt, aber der Spanier wurde von Motorproblemen geplagt und zeigte in der Regel einen deutlich besseren Speed. Redding war meist im hinteren Teil des Feldes zu finden, wie die Plätze 20, 12, 17 und 15 belegen. Da bereits in vielen Teams über das nächste Jahr nachgedacht wird, befindet sich Redding in einer schwierigen Situation.

Der 25-Jährige hat nur einen Vertrag für 2018 in der Tasche. Gespräche für das nächste Jahr hat er noch nicht mit Aprilia geführt. "Jetzt ist noch nicht die Zeit dafür gekommen, weil ich noch nicht gezeigt habe was ich kann", sagt Redding offen. "Das ist schlecht, weil viele Leute unterschreiben ihre Verträge bereits. Ich hoffe, dass sie mir etwas mehr Zeit geben. Ich bin neu im Team und neu auf dem Bike. Mein Potenzial ist nicht schlecht. Aber an den Rennwochenenden hat uns das Wetter oft auch nicht geholfen."

Redding will Team nicht beschuldigen

Probleme beim Set-up und auch mit der Traktionskontrolle machten es für Redding nicht einfach. Trotzdem werden Ergebnisse verlangt. "Sie können meinen Speed sehen, aber ich bringe keine Ergebnisse zustande. Ich verstehe das komplett. Ich bin nicht dumm, sondern ehrlich zu mir selbst. Was am Sonntag auf dem Papier steht, ist nicht das, was sie sehen wollen." Redding will das Team und die RS-GP nicht kritisieren, sondern nimmt die Situation auf seine Schulter: "Es ist mein Fehler, so ist es eben."

Spürt Redding langsam Druck? "Das würde ich nicht sagen, aber ich gebe 110 Prozent. Und das schmerzt, wenn ich wirklich alles gebe, aber keine Resultate zustande kommen. Ich möchte Ergebnisse abliefern und wir arbeiten, aber es kommen keine Vorteile zurück. Alle unterschreiben mittlerweile ihre Verträge, also läuft momentan alles gegen mich. Ich muss das Blatt wenden." Für einen Verbleib von Redding und Espargaro spricht, dass sich Aprilia in der Entwicklungsphase befindet. Ein stabiles Fahrerduo ist dafür wichtig.

"Als sie mich verpflichtet haben, haben sie an mich geglaubt", sagt Redding. "Sie hätten viele andere Fahrer haben können, aber sie entschieden sich für mich. Sie glauben an mich, vor allem für die Entwicklung des Motorrades. Sie sind auch sehr zufrieden mit meiner Arbeit." Deswegen glaubt der Brite nicht, dass sich ein Fahrerwechsel positiv für Aprilia auswirken würde. Nun hat man zwei Fahrer mit ähnlicher Körperstatur. Redding und Espargaro treffen auch ähnliche Aussagen und haben zumindest in den Trainings einen ähnlichen Speed.

Wichtiger Entwicklungstest in Mugello

Aprilia kann deshalb auf einer stabilen Basis die Entwicklung vorantreiben. Im Vorjahr lastete die Arbeit auf der Schulter von Espargaro, denn Sam Lowes war nicht nur langsam, sondern stürzte auch häufig. "Das Vorjahr war ein verdammtes Desaster für sie", blickt Redding zurück. "Ein Fahrer hat dies gemacht, der andere etwas anderes. Einer wusste aufgrund seiner mangelnden Erfahrung nicht was er tut. Das war aber nicht seine Schuld. Sie haben also nur mit einem Fahrer entwickelt, der nicht viel getestet hat. Ich mag die Testarbeit und will entwickeln, aber ich muss auch Resultate auf die Reihe bringen."

Am Montag testete Aprilia nicht in Jerez. Stattdessen ist man am Donnerstag und Freitag mit einigen anderen Teams in Mugello. "Ich kann dem Team nicht die Schuld geben, weil alle ihr Bestes geben," hält Redding fest. "In Mugello testen wir wichtige Teile, die uns helfen können. Auf der anderen Seite weiß ich, dass sie Ergebnisse wollen. In Jerez wurde ich 15., weil viele Fahrer gestürzt sind. Aleix kam auch nicht ins Ziel, und sie werden sich nach jemandem für nächstes Jahr umschauen. Ich weiß, dass ich auf dieser Liste bin, aber ich muss Performance zeigen. Es ist aber schwierig, wenn mir das Motorrad dabei nicht hilft. Ich werde bis Saisonende mein Bestes geben, selbst wenn sie jemand anderen verpflichten würden."

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