Valentino Rossi: "Keine Frage der Leidenschaft, sondern der Ergebnisse"

Ergebnisse entscheiden darüber, ob Valentino Rossi seine Karriere beendet oder weitermacht - Seine Performance in der bisherigen Saison ist diesbezüglich eindeutig

Valentino Rossi: "Keine Frage der Leidenschaft, sondern der Ergebnisse"

Wird Valentino Rossi in der langen Sommerpause sein Karriereende mit Saisonende 2021 verkünden? Das ist eine der großen, offenen Fragen in der MotoGP-Szene. Aus sportlicher Sicht war ein Zehnter Platz sein bestes Ergebnis in den ersten neun Rennen.

Dreimal schied Rossi durch Sturz auch, so auch zuletzt in Assen. Zweimal kam der 42-Jährige außerhalb der WM-Punkteränge ins Ziel. Seine Ausbeute lautet 17 WM-Punkte. Zählt man auch seine letzten sechs Rennen von 2020 dazu, so kommt er insgesamt auf 25 Zähler.

In seinen letzten 15 Grands Prix schied Rossi siebenmal durch Sturz aus. Das sind rund 50 Prozent. Sein letztes Highlight war Platz vier in Misano 2 2020. Das war am 13. September des vergangenen Jahres. Sein letzter Podestplatz gelang im Frühling 2019.

In Assen merkte Rossi an, dass es "sehr schwierig wird", bei Petronas-Yamaha weiterzumachen. Auch, dass er im nächsten Jahr in seinem eigenen VR46-Team eine Ducati fahren wird, bezeichnete er als "sehr schwierig".

"Meine Leidenschaft ist sehr groß. Ich genieße es sehr, aber die Ergebnisse sind sehr wichtig", betont Rossi. "Dieses Leben ist sehr stressig, man muss viel trainieren. Wenn man das Motorrad fährt, dann ist es immer ein großartiges Gefühl, aber man hat auch viel Druck."

"Es gibt Druck von außen, aber man setzt sich auch selbst unter Druck. Die Leidenschaft ist nicht das Problem. Man muss verstehen, ob gute Ergebnisse möglich sind. So wie in allen Sportarten sind die Ergebnisse entscheidend."

Zarco: Die aktuelle Ducati könnte Rossi passen

Und Resultate bleiben seit einiger Zeit aus. Sollten aus diesem Grund Yamaha und Petronas die Zusammenarbeit nicht fortsetzen, könnte Rossi theoretisch in seinem eigenen Team noch eine Saison anhängen, wobei er diese Chance als gering bezeichnet hat.

Valentino Rossi, Johann Zarco

Valentino Rossi vor den Ducatis von Johann Zarco und Luca Marini

Foto: Motorsport Images

Aber würde ihm die aktuelle Ducati liegen? Johann Zarco kennt die Charakteristik der Yamaha und hat sich auch rasch auf die Desmosedici einstellen können. Was schätzt er? "Eine interessante Frage", lacht Zarco. "Die Ducati wird immer besser."

"Im nächsten Jahr wird es acht Motorräder geben. Es könnte sein, dass es das beste Motorrad im Feld ist und verschiedene Fahrer damit konkurrenzfähig sind. Sollte er im nächsten Jahr eine Ducati fahren, dann wäre er sicher auf der Geraden schneller. Das ist sicher."

"Sollte er weitermachen, dann hätte er die Motivation dafür. Er hätte mit der Ducati neue Gefühle. Dadurch könnte es für ihn besser laufen. Ich glaube, die Ducati könnte ihm das bringen. Aber die Frage lautet, ob er bleibt oder nicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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