Trainingsbericht

Superbike-WM San Juan

WSBK Argentinien 2019: Bautista im FT1 vorn, chaotische Zustände in San Juan

Kaum Fahrbetrieb auf Grund der schlechten Bedingungen: Der Kurs in San Juan befindet sich zu Beginn des ersten Freien Trainings in einem miserablen Zustand

Sebastian Fränzschky

Bearbeitet: 11.10.2019, 14:40

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Ducati-Werkspilot Alvaro Bautista hat das erste Freie Training in San Juan (Argentinien) als Spitzenreiter beendet. Bautista umrundete den Kurs in 1:45.191 Minuten und nahm seinen Verfolgern beinahe eine Sekunde ab. Die Zeiten waren deutlich langsamer als im Vorjahr. Das hatte einen einfachen Grund.

Die Bedingungen auf dem Kurs in San Juan waren zu Beginn extrem schlecht. Es lag so viel Dreck auf der Strecke, dass die Fahrer Staubwolken hinter sich herzogen. Deshalb warteten einige der Favoriten lange Zeit ab, bis sie ernsthafte Versuche starteten.

Zum Ergebnis

Ducati-Pilot Alvaro Bautista nutzte die Trainingszeit von Beginn an. Für den WSBK-Rookie ist der Kurs in Argentinien Neuland. Deshalb drehte der Spanier viele Runden, auch wenn die Bedingungen nicht aussagekräftig waren. Er setzte sich an die Spitze der Wertung.

Erst kurz vor dem Ende des FT1 nimmt der Fahrbetrieb zu

Erst in der Schlussphase fuhren alle Fahrer auf die Strecke. Zu diesem Zeitpunkt führte Bautista die Wertung mit einer 1:46.625er-Runde an. Zum Vergleich: Die FT1-Bestzeit beim Debüt im Vorjahr lag bei 1:44.096 Minuten. Damals führte Yamaha-Pilot Alex Lowes die Wertung am Freitagvormittag an.

 

Drei Minuten vor dem Ende der Session schraubte Bautista die Bestzeit auf 1:46.157 Minuten herunter. Wenige Augenblicke später fuhr Jonathan Rea (Kawasaki) eine 1:46.056er-Zeit und übernahm die Spitzenposition. Doch Bautista konterte bereits beim nächsten Umlauf und fuhr in 1:45.738 Minuten die erste 1:45er-Zeit des Wochenendes.

Die Bedingungen auf dem 4,276 Kilometer langen San Juan Villicum Circuit besserten sich mit jeder Runde. Bautista unterbot seine eigene Bestmarke noch einmal deutlich und kam auf 1:45.191 Minuten. Damit war der ehemalige MotoGP-Pilot deutlich schneller als seine 18 Gegner.

Wenig aussagekräftige Reihenfolge im FT1

Rea beendete das FT1 mit einem Rückstand von 0,865 Sekunden. Während Bautista über 20 Runden drehte, gab sich Rea auf Grund der schlechten Bedingungen zu Beginn des FT1 mit sechs Umläufen zufrieden.

Auf Position drei folgte Michael Ruben Rinaldi (Barni-Ducati), der in Argentinien und Katar um seine Zukunft fährt. Der junge Italiener lag als Dritter bereits mehr als eine Sekunde zurück. Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) und Markenkollege Jordi Torres (Pedercini-Kawasaki) komplettierten die Top 5.

Dahinter folgten die fünf Yamahas von Alex Lowes, Michael van der Mark, Loris Baz, Sandro Cortese und Marco Melandri. Cortese hatte als Neunter bereits 2,530 Sekunden Rückstand. Er war einen Tick schneller als GRT-Yamaha-Teamkollege Melandri.

Markus Reiterberger (BMW) beendete das FT1 auf der 16. Position und lag 4,377 Sekunden zurück. Reiterberger drehte im FT1 seine ersten Runden in San Juan. Er nutzte die Trainingszeit intensiv und kam auf 19 Runden. Teamkollege Tom Sykes beendete das FT1 auf der 14. Position.

Das zweite Freie Training in San Juan wird um 20:00 Uhr (MESZ) gestartet.

Mit Bildmaterial von Ducati.

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