Roger Penske: Lange in „Down Under“ bleiben...

Nach den IndyCars und NASCAR hat Roger Penske nun auch in Australien bei den V8-Supercars eine Menge vor.

In Motorsport-USA hat er alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Seit dieser Saison hat Roger Penske nun auch ein Auge auf die australischen V8-Supercars geworfen – und das soll für längere Zeit so bleiben.

Zu Saisonbeginn 2015 spannte Penske mit dem V8-Urgestein Dick Johnson zusammen, dessen Teams bisher sieben Supercar-Titel holten. Eingesetzt wurde ein Auto mit der alten Johnson-Startnummer 17.

Am Steuer saß zunächst NASCAR-Rückkehrer Marcos Ambrose, der sich vor seiner USA-Zeit 2003 und 2004 zwei Meisterschaften gesichert hatte. Mangels ansprechender Performance übergab Ambrose im Frühjahr 2014 an den 25-jährigen Scott Pye.

Die drei Langstreckenrennen in Sandown, Bathurst und Surfers Paradiese bestritt das Duo gemeinsam. Die beste Saisonplatzierung stammt mit Rang vier aus dem Darwin-Wochenende.

Nun wird erweitert: 2016 wird Neuzugang Fabian Coulthard einen zweiten DJR/Penske-Ford mit der klassischen Penske-Startnummer 12 steuern.

Für Penske ist dies erst der Beginn einer langen Zusammenarbeit in „Down Under“. „Das ist nicht nur eine Investition für ein paar Jahre, wir sehen dies als Marketingmöglichkeit für unsere Marke“, sagte der „Captain“ am Rande des derzeit laufenden Neuseeland-Wochenendes.

Für den 78-jährigen Tycoon ist Motorsport nach wie vor „ein großartiges Medium, mit dem wir in den USA unsere Marke aufgebaut haben. Der Wettbewerb bei den V8-Supercars ist extrem eng und wir haben noch eine Menge Dinge zu lernen.“

„Aber alle können sich sicher sein: Wir geben nicht nach, bis wir dort angekommen sind, wo wir hingehören. Und wir wissen, wo das ist.“

Natürlich sieht Penske im Saisonverlauf einige Fortschritte. Auch begünstigt durch die informelle Unterstützung aus dem Prodrive-Team, das mit Mark Winterbottom derzeit die Tabellenführung innehat.

„Glücklicherweise arbeiten wir gut mit dem Ford-Werksteam zusammen, das hat uns mittelfristig geholfen. Sie haben uns unterstützt und dafür sind wir ihnen sehr dankbar. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber wir haben auch schon einiges erreicht. Ich habe ein gutes Gefühl.“

2016 soll es dann weiter vorwärts gehen. „Dick hat von Anfang an darauf gedrängt, dass wir zwei Autos einsetzen, aber ich wollte nur ein Team an den Start bringen, dies dafür umso intensiver. Auf diese Weise konnten wir viel lernen.“

Mit dem Neuseeländer Coulthard soll im kommenden Jahr die nächste Performance-Stufe gezündet werden.

Penske-Pilot Pye fuhr am Freitag in den ersten beiden Freien Trainings zum ITM Auckland 500 auf die Positionen fünf und sechs. Die beiden Bestzeiten holten sich Michael Caruso (Nissan) und Lokalmatador Scott McLaughlin (Volvo).

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