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BMW mit zwei Gesichtern: Wieso M4 weiter Rätsel aufgibt

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BMW mit zwei Gesichtern: Wieso M4 weiter Rätsel aufgibt
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Nach dem Spa-Debakel holte BMW in der Lausitz zwei Podestplätze: Wieso sich die Münchner erstarkt präsentierten, aber nicht genau wissen, was der M4 braucht

Auch wenn BMW beim Qualifying am Sonntag auf dem Lausitzring-Sprintkurs kein Auto in die Top 6 brachte und eine weitere Ohrfeige von Audi erhielt, präsentierten sich die Münchner insgesamt stärker als beim Debakel von Spa-Francorchamps: Am Samstag hatte Sheldon van der Linde als Zweiter sogar Siegchancen, und am Sonntag kämpfte sich Marco Wittmann als Dritter ebenfalls auf das Podest.

Doch worauf ist es zurückzuführen, dass der M4 auf dem Lausitzring, wo auch am kommenden Wochenende auf einer etwas längeren Streckenvariante gefahren wird, besser funktionierte als in Belgien? "Der Lausitzring liegt dem Auto besser", antwortet BMW-Senkrechtstarter van der Linde.

Und auch Teamkollege Philipp Eng deutet an, dass der M4 mit viel Abtrieb besser funktioniert: "Unser Auto mag langsame Kurven. Deswegen sind wir hier schneller. Und wir haben daran gearbeitet, den Reifen besser zu verstehen und zu nutzen - und ihn besser über die Distanz zu bringen."

Spa-Mindestluftdruck: BMW ohne Erfahrungswerte verloren?

Dazu kommt, dass Hankook in Spa-Francorchamps den minimalen Reifendruck auf 1,45 bar festgelegt hatte, um Reifenschäden zu verhindern, während er in der Lausitz wieder - wie in der DTM üblich - 1,3 bar betrug. "Ich denke, dass das einen großen Einfluss hatte", meint Wittmann. "Mit diesem höheren Reifendruck sind wir in den vergangenen Jahren nie gefahren. Wir müssen verstehen, was da passiert ist."

Damit spricht Wittmann ein grundlegendes Thema an: Audi scheint sein Auto deutlich besser zu verstehen. Die Ingolstädter wissen auf die unterschiedlichsten Bedingungen sofort eine Antwort, während man bei BMW oft danebenliegt.

Und vom Lausitzring hatte man zumindest Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, während man in Spa-Francorchamps - mal abgesehen vom Hersteller-Testtag - im Dunkeln tappte. "Nach dem Test in Spa sind wir es sehr verhalten angegangen, weil wir da einige Schwierigkeiten festgestellt haben", gibt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt zu. "Da waren wir vielleicht zu vorsichtig." Auf dem Lausitzring habe man sich hingegen "von Beginn an näher ans Limit gewagt".

Die zwei Gesichter des BMW M4

Dennoch zeigte der M4 in Klettwitz zwei Gesichter. So gut sich das Auto auf die Distanz verhielt, so ernüchternd war das Sonntags-Qualifying, bei dem Wittmann auf Platz sieben 0,529 Sekunden Rückstand hatte. Van der Linde war als zweitbester BMW-Pilot mit 0,690 Sekunden gar nur Zehnter.

Beim Samstag-Qualifying hatte der Südafrikaner mit nur 0,199 Sekunden Rückstand noch mit Platz vier geglänzt - und zwar direkt vor Timo Glock und Wittmann.

"Wir haben über Nacht nichts geändert - das Auto war das gleiche", zeigt sich Glock, der am Sonntag nur auf Startplatz zwölf fuhr und mehr als sieben Zehntel langsamer war als am Vortag, völlig verwundert. "Das Auto war im Qualifying plötzlich sehr nervös, vor allem das Heck. Ich bin nur herumgerutscht, habe viele Fehler gemacht und konnte mich in den Kurven nicht auf den Reifen verlassen. Ich habe keine Runde zusammengebracht."

Neun Grad Unterschied und Wind bringen BMW aus Konzept

Stärkerer Wind und eine um neun Grad höhere Streckentemperatur von 39 Grad hatten BMW aus dem Konzept gebracht.

Ob Glock das Gefühl hat, dass man bei BMW nicht versteht, wie man das Maximum aus dem Auto herausholt? "Ein bisschen schon", gibt er zu. "Wir haben Schwierigkeiten, zu verstehen, was wir beim Auto oder bei den Reifen anpassen müssen, wenn sich die Streckentemperatur ändert. Denn das war der größte Unterschied von Samstag auf Sonntag. Auch der Wind hat sich geändert. Das war unser Hauptproblem, dass wir uns darauf nicht einstellen konnten."

Noch rätselhafter für Glock ist, dass das Auto im Rennen trotz des katastrophalen Qualifyings plötzlich wieder funktionierte, obwohl man zwischen den Sessions keine Änderungen vornehmen darf. "Mit mehr Sprit an Bord und den angefahrenen Reifen hat sich das Auto in mein gestriges Fahrzeug verwandelt. Es war in all den Bereichen stark, in denen es im Qualifying schwach war. Und es ist uns gelungen, von Startplatz zwölf Sechster zu werden. Das Tempo war gut, das Auto war konstant."

"Auto hat sich plötzlich verwandelt"

Das sei schwierig zu verstehen, "denn die Streckentemperatur war im Rennen sogar noch höher als im Qualifying - und dann hat das Auto plötzlich wieder gepasst. Da müssen wir wieder ins Detail gehen und schauen, wo der Unterschied liegen könnte." Idee habe er keine.

Aber hat Marquardt eine Erklärung, worauf es zurückzuführen ist, dass BMW eine derartige Achterbahnfahrt erlebt? "Es geht vor allem darum, die Reifen zum Arbeiten zu bringen, den richtigen Reifendruck zu haben, die Aufwärmrunden hinzukriegen, damit es im Qualifying passt", sagt der BMW-Motorsportdirektor auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'.

"Wir haben gesehen, dass das Auto im Rennen da war. Und zwischen Qualifying und Rennen kann man nicht wirklich etwas ändern", zeigt sich auch er verwundert. Nun müsse man analysieren, "was am Samstag geklappt und am Sonntag nicht geklappt hat. Die Bedingungen waren definitiv auch ganz anders. Das müssen wir herausfinden, denn in einer Woche sind wir wieder hier, selbst wenn das Layout etwas anders ist. Dann müssen wir auf Anhieb stark sein."

Mit Bildmaterial von BMW.

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Rennserie DTM
Event Lausitzring 1
Tags bmw
Urheber Sven Haidinger