Knalleffekt vor DTM-Finale: SSR trennt sich von Porsche-Werksfahrer Vanthoor

Nach einer enttäuschenden Saison wird Laurens Vanthoor in Hockenheim nicht mehr im SSR-Porsche sitzen: Sein Ersatzmann holte für das Team bereits den Titel

Knalleffekt vor DTM-Finale: SSR trennt sich von Porsche-Werksfahrer Vanthoor
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Knalleffekt bei SSR Performance: Vor dem Saisonfinale in Hockenheim trennt sich das Porsche-Team vorzeitig von Werksfahrer Laurens Vanthoor und setzt auf den 35-jährigen Christian Engelhart, der zum Fahrerpool der Porsche-Piloten zählt und mit dem SSR 2020 im ADAC GT Masters den Titel holte. Er wird in Hockenheim im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 92 seine DTM-Premiere geben.

Wie man den Wechsel argumentiert? Einen konkreten Grund bleibt man schuldig, man stellt aber klar, dass Vanthoor nach seiner bislang enttäuschenden DTM-Saison ab sofort den Fokus auf das LMDh-Werksprojekt von Porsche legt.

In der Pressemitteilung des Teams heißt es: "Porsche unterstützt die Entscheidung von SSR Performance, Laurens Vanthoor als Fahrer beim DTM-Finale nicht einzusetzen. Während der Werksfahrer in der DTM keinerlei Titelchancen hat, laufen die Vorbereitungen mit dem neuen Porsche 963 auf Hochtouren."

Vanthoor konzentriert sich auf LMDh-Programm

Bis zum Jahresende stehen mehrere Testfahrten mit dem Prototypen, der bereits kommende Saison in der WEC und in Le Mans mit Vanthoor als Einsatzfahrer starten soll, auf dem Programm. Der nächste Test steigt bereits in zwei Wochen in Sebring, danach wird weiter in den USA getestet.

"Laurens konzentriert sich daher ab sofort auf seinen Einsatz im LMDh-Programm 2023 mit Porsche Penske Motorsport", wird von SSR kommuniziert. Es war ohnehin klar, dass Vanthoor 2023 wegen seiner LMDh-Verpflichtungen in der kommenden Saison nicht in der DTM an den Start gehen wird.

Keine Punkte in der zweiten Saisonhälfte

Dass man sich aber schon vor Saisonende trennt, kommt unerwartet. Eine Rolle dürften auch die enttäuschenden Ergebnisse gespielt haben: Der belgische GT-Spezialist liegt aktuell in der Meisterschaft nur auf dem 17. Rang, während Teamkollege Dennis Olsen nach einem Sieg und mehreren Podestplätzen auf Platz acht sogar noch theoretische Titelchancen hat.

 

Laurens Vanthoor

Laurens Vanthoor fuhr in Spielberg sein vorerst letztes DTM-Rennen

Foto: Motorsport Images

Vanthoor schaffte es hingegen nie auf das Podest, ein vierter Platz auf dem Norisring war sein einziges Ergebnis in den Top 5. Bei den bisherigen sechs Rennen der zweiten Saisonhälfte gelang dem 31-Jährigen, der auch immer wieder vom Pech verfolgt war, kein einziger Punkt. Insgesamt hat er 30 Punkte auf dem Konto, Teamkollege Olsen 89.

Gute Erinnerungen an Engelhart

"Wir wünschen Laurens für seine Zukunft alles Gute und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit in der diesjährigen DTM-Saison", sagt Teamchef Mario Schuhbauer zum Abschied seines hochkarätigen Piloten. "Gleichzeitig freuen wir uns, Christian Engelhart erneut im Team begrüßen zu können."

Das Team hat an Engelhart, der diese Saison für das Joos-Team im ADAC GT Masters fährt und in der Meisterschaft als Zweitplatzierter zu den Titelkandidaten gehört, gute Erinnerungen: "Zusammen konnte bereits der ADAC-GT-Masters-Titel gefeiert werden. Nun möchten wir die Saison mit bestmöglichen Resultaten abschließen und fokussieren uns auf Podestplätze in der Team- sowie der Fahrerwertung", erklärt Schuhbauer.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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