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Christian Horner: Albon hat sich gegen wahre Champions bewiesen

Red-Bull-Teamchef Christian Horner lobt Alexander Albon für dessen Einsatz in Brasilien und sagt nach dem verpassten Podium: "Seine Zeit wird kommen"

Christian Horner: Albon hat sich gegen wahre Champions bewiesen

"Er hätte doch nur drei Kurven warten müssen." So sinnierte Alexander Albon noch auf der Ehrenrunde in seinen Helm hinein. Doch da war es schon zu spät: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton war kurz vor Schluss im Brasilien-Grand-Prix 2019 in Sao Paulo mit Albon kollidiert, was Albon den möglichen ersten Podestplatz und etliche Punkte kostete.

Albon selbst gab sich jedoch schon vor dem Aussteigen wieder gefasst: "Nun gut, auf zum nächsten Rennen", sagte der Red-Bull-Fahrer. Zu diesem Zeitpunkt schickte Hamilton gerade eine Entschuldigung über den Streckenfunk. Er habe Albon nicht aus dem Rennen schießen wollen.

Später sagte Hamilton: "Ich weiß genau, wie er sich jetzt fühlt. So bitter die Pille ist, die er jetzt schlucken muss, aber ich hoffe, er kann aus der Erfahrung auch etwas mitnehmen. Es wird schließlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass er um das Podium gekämpft hat. Er wird noch weitere großartige Rennen haben."

Albon rechtfertigt Red-Bull-Chance 2020

Davon ist auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner überzeugt. Denn ihn und "das gesamte Team" habe Albon in Brasilien derart beeindruckt, dass er zuversichtlich nach vorne schaue. "Das war ein weiteres ermutigendes Signal für 2020", meint Horner bei 'Sky'.

Albon war erst vor wenigen Tagen als Red-Bull-Stammfahrer für die kommende Formel-1-Saison bestätigt worden und hätte diesen "Ritterschlag" am vergangenen Wochenende beinahe mit dem ersten Podestplatz untermauert.

Teamchef Horner meint jedoch so oder so: "Seine Zeit wird kommen. Er hat den Pokal nicht erhalten, aber auf seine Leistung kann er stolz sein. Er hat Manöver gegen sehr erfahrene Weltmeister gezeigt - das war fantastisch."

Horner lobt Zweikampf-Qualitäten

Explizit verweist Horner auf die Restart-Szene gegen Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel, als Albon auf der Außenseite ein kompromissloses Manöver gegen den viermaligen Formel-1-Champion erfolgreich vorgetragen habe.

Albons Rad-an-Rad-Qualitäten seien eindrucksvoll gewesen, sagt Horner. "Man kann sehen, dass er nicht eingeschüchtert ist, selbst wenn er gegen Weltmeister fährt. Das ist toll. Den Podestplatz für Alex aber bringt es natürlich nicht zurück."

Durch die späte Kollision mit Weltmeister Hamilton blieb Albon erstmals in seiner Red-Bull-Zeit ohne Top-10-Ergebnis und fiel zudem aufgrund der Podestresultate von Pierre Gasly und Carlos Sainz aus den Top 6 der Fahrerwertung heraus - nachdem er bis Brasilien neun Rennen in Folge gepunktet hatte. Eine längere Top-10-Serie kann 2019 nur ein Fahrer vorweisen: Hamilton.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Teams Red Bull Racing
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Urheber Stefan Ehlen