Formel-1-Teamchefs: Qualifying in Monza muss anders werden

Warum sich die Formel-1-Teamchefs dafür aussprechen, das Qualifying in Monza künftig anders abzuhalten - Welche Änderungsvorschläge schon vorliegen

Formel-1-Teamchefs: Qualifying in Monza muss anders werden

Erst fährt niemand, dann fahren alle auf einmal und jeder steht dem anderen im Weg: Das ist die Situation im Formel-1-Qualifying in Monza, die schon einmal zu einer Farce geführt hat. 2019 etwa wurde in der Aufwärmrunde vor dem letzten Versuch so viel getrödelt, dass nur noch ein Fahrer rechtzeitig über die Linie kam. Das hat sich 2021 zwar nicht wiederholt, trotzdem sehen einige Verantwortliche Änderungsbedarf.

"Wir sollten darüber nachenken, wie man es besser machen kann", sagt Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer. Er stört sich konkret am hohen Verkehraufkommen vor den entscheidenden Runden, wenn sich alle Fahrer gegenseitig belauern.

Er habe grundsätzlich Verständnis für die Situation, sagt Szafnauer. "Das liegt daran, dass der Windschatten hier so wertvoll ist. Da probiert man dann halt solche Dinge aus. Wir sollten aber nur schauen, dass wir das eindämmen können, bevor etwas passiert."

Horner: Dafür sind die Geschwindigkeiten in Monza zu hoch

Und die Gefahr fährt mit in Monza. Red-Bull-Teamchef Christian Horner verweist an dieser Stelle auf die großen Geschwindigkeitsunterschiede von Fahrern auf einer fliegenden Runde und Fahrern beim Aufwärmen der Reifen. "Zum Glück gab es da dieses Mal keine Zwischenfälle", meint Horner bei 'Sky'.

"Natürlich informieren die Teams die Fahrer darüber, wer auf einer schnellen Runde ist. Manchmal hat man aber den Eindruck, da könnte besser kommuniziert werden."

Generell werde man das "Verkehrsproblem" in Monza unter dem aktuellen Format wohl nicht los, sagt Horner weiter. Das sei eine "Begleiterscheinung" der Highspeed-Strecke und es dürfte "sehr schwierig" werden, ohne Regeländerung ein anderes Verhalten durchzusetzen. "Es sei denn, man schickt die Fahrer einzeln auf die Strecke", meint Horner, so wie beim Einzelzeitfahren von vor einigen Jahren.

Sportkommissare sprechen Strafen aus

Was getan wird, sei nicht so entscheidend, sagt der Teamchef. Wichtig sei vor allem, dass sich etwas zum Besseren verändere. "Und es muss sicher sein", betont Horner.

Deshalb werde man sich auch mit dem Verkehrsaufkommen in der Boxengasse noch einmal beschäftigen. Dort war es im Qualifying zu gefährlichen Szenen gekommen, wenn auch nicht zu echten Zwischenfällen. Die Sportkommissare aber bestraften Alpine und Aston Martin für fehlerhaftes Losschicken der Fahrzeuge in den Verkehr der Fast-Lane hinein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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