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Eilmeldung

Formel-1-Teams wollen einfacheres Regelwerk

Beim Treffen der Formel-1-Strategiegruppe am Donnerstag in Genf soll über eine Vereinfachung des Sportlichen Reglements gesprochen werden.

Action am Start
Ferrari-Kommandostand im Regen
Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Maurizio Arrivabene, Ferrari, Teamchef
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid, in Führung
Ferrari-Kommandostand mit Schild für Maurizio Arrivabene, Ferrari Teamchef
Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef
Start: Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid, führt
Startaufstellung

Die jüngsten Kontroversen um Auslegung der Paragraphen im Sportlichen Reglement und daraus resultierende Strafen sind für die Zuschauergunst der Formel 1 alles andere als zuträglich.

Vor diesem Hintergrund wollen die Mitglieder der Formel-1-Strategiegruppe beim anstehenden Treffen am Donnerstag in Genf über eine Vereinfachung des Regelwerks sprechen.

Ferrari: Keine Grauzonen mehr

"Ich finde, wir müssen die Regeln einfach halten, sodass der Gelegenheitszuschauer mitkommt. Es darf keine Überreglementierung geben", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene stimmt: "Meiner Ansicht nach müssen wir die Grauzonen im Reglement beseitigen."

In diesem Zusammenhang verweist Arrivabene auch auf eine Forderung von Ferrari-Präsident Sergio Marchionne: "Mein Präsident brachte das Thema vor einem Jahr auf den Plan und sagte, dass wir deutlich zu komplizierte Regeln haben. Klare, einfache Regeln können dem Sport helfen."

Die Rennsieger der Formel-1-Saison 2016

Red Bull: Regeln mit gesundem Menschenverstand

Laut Horner braucht es "Regeln mit gesundem Menschenverstand", doch der Red-Bull-Teamchef hat Zweifel, dass diese so einfach zu verfassen, geschweige denn durchzudrücken sind: "Gesunder Menschenverstand existiert in der Formel 1 vermutlich nicht."

Mercedes hatte bereits im Nachgang zum Grand Prix von Großbritannien den Wunsch geäußert, das Thema Sportliches Regelwerk zu diskutieren. Hintergrund: Nico Rosberg wurde in Silverstone Stunden nach dem Rennen vom zweiten auf den dritten Platz zurückversetzt, weil ihm über Funk Anweisungen gegeben wurden, die ins Raster der verbotenen Funksprüche fallen.

Am Wochenende auf dem Hungaroring gab es nach dem Qualifying Kontroversen um das Verhalten der Piloten bei gelben Flaggen und um die 107-Prozent-Regel. Daraufhin schlugen Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel am Sonntag nach dem Rennen kritische Töne an.

Nun ziehen auch die Teams nach. Man darf gespannt sein, ob es zu einer Einigung kommt...

Mit Informationen von Jonathan Noble

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