George Russell entschuldigt sich: Q2-Abflug war mein Fehler

Williams-Pilot George Russell erklärt, was bei seinem Unfall im Qualifying zum Grand Prix der Niederlande passiert ist und was er von Startplatz elf am Sonntag erwartet

George Russell entschuldigt sich: Q2-Abflug war mein Fehler

Diesmal hat es George Russell übertrieben. Nach dem Höhenflug in Belgien wollte der Williams-Pilot im Qualifying zum Grand Prix der Niederlande erneut eine Fabelzeit liefern. Doch in Q2 verließ ihn sein Talent, er verunfallte in Kurve 13. "Ich habe einfach zu hart gepusht", erklärt der Brite. Er wird am Sonntag von P11 starten.

"Wir waren an diesem Wochenende nicht ganz so schnell, wie wir es uns erhofft hatten, und ich war auf einer wirklich sehr guten Runde. Ich kam aus der vorletzten Kurve, der engen Rechts-Links-Kurve, und meine Reifen waren am Ende", rekapituliert er die Entstehung seines Unfalls.

"Ich habe einfach zu sehr gepusht, und schließlich habe ich in der letzten Kurve zu sehr attackiert und das Heck verloren. Es tut mir wirklich leid für das Team, denn so wollen wir unser Qualifying nicht beenden." Das Heck brach aus und er schlitterte über das Kiesbett sanft in die Bande.

Russell zuversichtlich: "Sollte keine Strafe geben"

Zwar touchierte er die Begrenzung leicht, konnte aber eigenständig noch aus dem Kiesbett zurück auf die Strecke und schließlich in die Garage fahren. "Es gibt einen kleinen Schaden an der Hinterradaufhängung, aber es sollte keine Strafen geben, keine Probleme, nichts, was die Jungs nicht über Nacht beheben könnten."

 

Russell fürchtet keinen Schaden an Motor und Getriebe, was potenziell eine Strafversetzung zur Folge hätte. "Es tut mir nur leid für das Team, denn ich meine, zu diesem Zeitpunkt wäre ich in die Top 10 gefahren." Der Brite lag zwischenzeitlich auf dem fünften Platz in Q2, wurde allerdings bis auf Rang elf zurückgedrängt.

Mit seinem zweiten Versuch wollte er die Evolution der Strecke optimal ausnutzen. Er konnte zwei persönlich beste Sektorzeiten aufstellen, bevor er im letzten Abschnitt von der Strecke abkam. "Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich es versuchen musste, um zu sehen, was ich hätte schaffen können."

Was erwartet Russell von P11 am Sonntag?

Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Session zunächst wieder freigegeben, allerdings nur wenig später aufgrund eines Crashs von Williams-Teamkollegen Nicholas Latifi wieder unterbrochen und Q2 schließlich gänzlich abgebrochen. Russell behielt daher Platz elf.

Welche Chancen rechnet er sich von dieser Position für das morgige Rennen aus, schließlich gilt Zandvoort als ein Kurs, auf dem nicht überholt werden kann. "Es ist eine Strecke, auf der man nur schwer überholen kann", stimmt er zu, "und niemand weiß, wie die Reifen reagieren werden."

Denn auf dem Kurs gebe es so viele Rechtskurven, dass der linke Vorder- und Hinterreifen sehr stark beansprucht werden, erklärt Russell. "Das macht es wirklich knifflig." Auch der Wind könnte besonders für den anfälligen FW43B eine Schwierigkeit darstellen, wie auch schon am Samstag.

Die Strategie wird jedenfalls schwierig zu ermitteln sein, denn am Freitag konnten die meisten Fahrer nur wenige Runden am Stück drehen. Williams etwa absolviert nur zwölf Runden in einem Longrun. "Morgen fahren wir 72 Runden, daher wissen wir nicht, wie es laufen wird."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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