Giovinazzi blockt Stallorder-Fragen ab: "Noch eine Kurve mehr ..."

Antonio Giovinazzi bespricht die missachtete Stallorder lieber in seinem Team und würde gerne über seine Zukunft Bescheid wissen

Giovinazzi blockt Stallorder-Fragen ab: "Noch eine Kurve mehr ..."

Hat sich Antonio Giovinazzi mit seinem Verhalten in der Türkei keinen Gefallen getan? Obwohl der Italiener noch um einen neuen Vertrag bei Alfa Romeo kämpft, ignorierte er in Istanbul die Anweisung, seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen in der Schlussphase vorbeizulassen. Möglicherweise wäre so für Alfa Romeo noch ein Punkt drin gewesen.

So aber ging das Team als Elfter und Zwölfter leer aus. "Noch eine Kurve mehr und es hätte gereicht", verteidigt sich Giovinazzi und hadert gleichzeitig auch damit. Über das Thema Stallorder möchte er aber ungern sprechen.

"Das ist ein Problem, das manchmal aufkommt und auch in der Vergangenheit schon aufgekommen ist", sagt er. "Aber ich bespreche das lieber intern mit meinem Team. Es ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein. Das Wichtigste ist, dass jetzt alles in Ordnung ist. Ich glaube an mein Team und sie glauben an mich."

Für ihn ist ab jetzt nur wichtig, dass das Team Punkte holt. Allerdings scheint Alfa Romeo auf dem neunten Platz in der Konstrukteurs-WM festgefahren. Sieben Punkte hat man aktuell und dass man Williams mit ihren 23 Zählern einholt, ist sehr unwahrscheinlich. "Aber wir geben unser Bestes", betont Giovinazzi.

Der Italiener fährt auch noch um seine persönliche Zukunft. Denn einen Vertrag für das kommende Jahr besitzt er nicht. Teamchef Frederic Vasseur hat Giovinazzi bei der Besetzung des letzten freien Platzes immer ins Spiel gebracht, allerdings ist die Zukunft des Teams derzeit unklar. Kauft Andretti Sauber auf, ergeben sich wieder neue Möglichkeiten.

"Das ist natürlich nicht einfach", räumt der Alfa-Romeo-Pilot ein. "Natürlich möchte man wissen, ob man nächstes Jahr hier ist oder nicht. Das ist nicht ideal, aber so ist die Situation für mich jetzt nun einmal."

Für ihn ist der Druck aber nichts Neues: "Der September und der Oktober waren für mich schon immer so. Es gab immer die Frage, was ich nächste Saison machen werde. Das Problem ist nicht in meiner Hand. Ich kann nur Ergebnisse einfahren und schnell sein. Dann werde ich sehen, wie sie entscheiden."

Die nächste Chance, sich zu beweisen, folgt an diesem Wochenende in Austin. Doch wo sich sein Rennstall stärketechnisch einsortieren wird, kann Giovinazzi auch nicht sagen: "Es ist in diesem Jahr schwierig zu verstehen, wo wir liegen", meint er.

Zuletzt schien die Formkurve aber anzusteigen: "In Monza waren wir echt schnell, in Istanbul waren wir im Trockenen schnell, genau wie in Sotschi. Unser Auto ist seit Zandvoort nicht so schlecht. Hoffentlich wird das Wetter endlich mal okay sein. Wir werden sehen, wo wir stehen und ob wir die Pace haben, um in den Top 10 zu sein."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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