Martin Brundle: Max Verstappen erinnert mich an Michael Schumacher

Der ehemalige Formel-1-Pilot Martin Brundle sieht in Max Verstappen die gleichen Fähigkeiten, die Michael Schumacher zum Formel-1-Star gemacht haben.

Bei der FIA-Preisverleihung am vergangenen Wochenende räumte Max Verstappen kräftig ab. Gleich drei Preise durfte der 18-Jährige mit nach Hause nehmen, unter anderem den für den Rookie des Jahres.

Martin Brundle, der Verstappen die Trophäe überreichte, sieht Ähnlichkeiten zwischen den jungen Holländer und seinem ehemaligen Teamkollegen Michael Schumacher.

„Was mich an Max besonders beeindruckt hat, ist sein Selbstvertrauen“, sagte Brundle auf der Bühne bei den Autosport Awards.

„Er hatte ein paar Unfälle und schwierige Zeiten, irgendwie hat er sich aber immer wieder davon erholt.“

„Es hat mich daran erinnert, wie Michael Schumacher den Ersatz-Benetton von Nelson Piquet in Suzuka zerlegt hat [1991]. Ich dachte, 'okay, jetzt werden wir sehen, wie gut Michael ist.'“

„Piquet war stinksauer, dass er sein Auto zerlegt hatte und in der nächsten Runde fuhr Schumacher Vollgas durch die 130R. Er war auf dieser Runde in seinem eigenen Auto sogar noch schneller.“

„Es ist diese Zuversicht, dieses Selbstvertrauen und der reine Speed – das sehe ich in diesem jungen Mann und vielen anderen auf der Strecke.“

Brundle sagte weiter, dass Verstappens Potential ihn in naher Zukunft zu einem Kandidaten für den Titelgewinn mache.

„Das Gefühl, das er für das Auto und das Bremspedal hat – man sieht seine Überholmanöver und denkt, ich wünschte, ich hätte das in meinem Lebenslauf. Und er ist erst ein Teenager!“

„Ich habe gesagt, dass er bis er 20 ist, in einem Auto sitzen wird, mit dem er die Weltmeisterschaft gewinnen kann, aber ich glaube, ich muss das etwas abändern.“

„Ich bin sicher, dass einige Top Teams gerne sein Autogramm auf einem Vertrag hätten.“

Riskante Manöver

Verstappen sagte, dass seine Überholmanöver – inklusive des manövers gegen Felipe Nasr in der Blanchimont, das ihm den Preis der FIA einbrachte – passierten, weil er auf der Geraden zu wenig Höchstgeschwindigkeit hätte, um da zu überholen.

„Man braucht etwas Glück, wenn man sich positioniert und man muss sich gegenseitig Platz lassen, aber es ist sehr schwierig zu erklären, wie es geht“, sagte er.

„Man sieht die Lücke und versucht es eben. Manche sind es etwas riskanter als andere, aber wenn man das Manöver von Spa anschaut, dann war das sehr riskant.“

„Wenn ich es aber wieder tun müsste, würde ich es ganz sicher wieder versuchen. Mit dem Top Speed in dieser Saison würde ich versuchen, in den Kurven zu überholen.“

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