Russland-Promoter: Rotation zwischen St. Petersburg und Sotschi möglich

Die Formel 1 gastiert ab 2023 in St. Petersburg, doch Sotschi könnte im Rahmen einer Rotation wieder zurückkehren, sagt der Promoter

Russland-Promoter: Rotation zwischen St. Petersburg und Sotschi möglich

Trotz des Umzugs des Großen Preises von Russland zum Igora Drive in der Nähe von St. Petersburg könnte die Formel 1 in den kommenden Jahren erneut Station im Olympiapark von Sotschi machen. Alexej Titow, Geschäftsführer des Rennpromoters Rosgonki, hat eine mögliche Rotation der beiden Strecken nicht ausgeschlossen.

"Die Idee, die Rennen wechseln zu lassen, wurde nicht komplett zu den Akten gelegt", sagt Titow im Interview mit der englischsprachigen Globalausgabe von 'Motorsport.com'. Zwar sei das Thema derzeit nicht Bestandteil der Diskussionen, "aber es ist auch nicht komplett geschlossen", sagt er.

Am vergangenen Wochenende war bekannt gegeben worden, dass das Formel-1-Rennen in Russland ab 2023 nicht mehr in Sotschi ausgetragen wird, sondern auf dem ebenfalls von Hermann Tilke entworfenen Igora Drive, 54 Kilometer außerhalb von St. Petersburg. Die Strecke wurde erst 2019 eröffnet, ist 4,086 Kilometer lang und besitzt 15 Kurven.

Zukunft der Strecke in Sotschi gesichert

Auf dem Sotschi Autodrom am Schwarzen Meer war die Formel 1 seit ihrem Debüt in Russland 2014 jährlich zu Gast. Jedes einzelne Rennen wurde seither von Mercedes gewonnen. Die Zukunft der Strecke sei trotz des Abgangs der Königsklasse aber gesichert.

"Sie wird weiter bestehen, denn schließlich ist sie nicht nur ein motorsportliches Erbe und die erste Rennstrecke, auf der die Formel 1 in Russland zu Gast war, sondern auch ein Teil des olympischen Erbes der Russischen Föderation", sagt Titow.

Auch andere Rennserien sollen in Zukunft wieder in Sotschi fahren. Die Strecke werde ihren Status als Klasse-1-Kurs behalten, weshalb auch eine Rückkehr der Formel 1 möglich sei. Gleichzeitig biete der Umzug der Königsklasse auch kommerzielle Chancen, "denn alle Restriktionen, die bisher mit der Formel 1 und ihrer Präsenz auf der Strecke verbunden waren, sind nun aufgehoben", sagt Titow.

Er erläutert: "Wir können flexibler an die Nutzung eines sehr großen Bereichs der Rennstrecke herangehen, mit einem völlig anderen Format. Das macht uns glücklich, denn so kann sich die Strecke überhaupt erst entwickeln."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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