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Sebastian Vettel stellt Hamilton über Schumacher: "Der Größte unserer Zeit"

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Sebastian Vettel stellt Hamilton über Schumacher: "Der Größte unserer Zeit"
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Warum Sebastian Vettel emotional noch an Michael Schumacher hängt, aber trotzdem findet, dass Lewis Hamilton der größte Formel-1-Fahrer aller Zeiten ist

Es ist noch gar nicht so lange her, da war der gegenseitige Respekt zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel recht überschaubar. Beim Grand Prix in Baku 2017 fuhr sich Vettel während einer Safety-Car-Phase erst an Hamiltons Mercedes den Frontflügel ab - nur um diesen dann seitlich zu rammen, mit voller Absicht. Danach wurden keine Nettigkeiten ausgetauscht.

Mehr als drei Jahre später ist das Verhältnis zwischen den beiden Superstars, die es gemeinsam auf elf WM-Titel bringen, von gegenseitigem Respekt geprägt. Vettel war nach dem WM-entscheidenden Rennen in Istanbul der erste Gratulant und rang sich sogar das Kompliment ab, dass Hamilton gerade Geschichte schreibe und er froh darüber sei, das miterleben zu dürfen.

Zu Rennbeginn, als die Strecke noch richtig nass war, war Hamilton nicht am langsameren Vettel-Ferrari vorbeigekommen. Es sei einerseits frustrierend gewesen, nicht überholen zu können, sagt der Mercedes-Star. "Andererseits dachte ich mir: 'Weißt du was, Seb hatte so ein schwieriges Jahr, vielleicht das schwierigste seiner ganzen Karriere. Er macht das richtig gut!'"

Es ist ungewohnt, wenn sich zwei Alphatiere der Formel 1 gegenseitig Honig ums Maul schmieren. Aber während Hamiltons Leistungen gerade von deutschen Fans oftmals kleingeredet werden, hat Vettel keinerlei Problem damit, diese neidlos anzuerkennen. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass er selbst mittendrin war im historischen Duell, wer von beiden zuerst fünfmal Weltmeister wird.

In Istanbul hat's Hamilton allen gezeigt ...

Istanbul, sagt Vettel, sei ein Beweis für Hamiltons Extraklasse gewesen: "Ein schwieriges Rennen, um das Auto zwei Stunden lang überhaupt auf der Strecke zu halten. Wenn wir ganz ehrlich sind, war es für ihn eigentlich nicht zu gewinnen. Er hat es trotzdem gewonnen. Weil er eine außergewöhnliche Leistung gezeigt hat."

"Lewis verdient alles, was er erreicht hat", sagt Vettel voller Anerkennung. "Ich war mir sicher, dass er mit diesen Reifen nicht bis zum Ende durchfahren kann. Aber er hat es geschafft. Er ist einfach extrem gut gefahren. Ich freue mich über mein Podium, aber das war sein Tag. Er hat Geschichte geschrieben, und ich bin froh, dass ich das aus nächster Nähe miterleben durfte."

"Seine Erfolge werden lange, lange Zeit bestehen bleiben, und er ist noch lange nicht fertig", glaubt Vettel. "Da kann man ihm nur gratulieren. Ich habe ihm gesagt, dass es etwas Besonderes für mich ist, miterleben zu dürfen, wie gerade Geschichte geschrieben wird."

Und dann der Satz, der dieser Tage so vielen nicht über die Lippen kommen will: "Lewis ist mit Sicherheit der größte Rennfahrer unserer Zeit", sagt Vettel - und akzeptiert damit indirekt, dass er das selbst nicht ist.

 

"Wie willst du Fangio an unserer Generation messen?"

Es sei aber schwierig, unterschiedliche Ären miteinander zu vergleichen: "Wie willst du Fangio oder Stirling Moss an unserer Generation messen? Das geht nicht. Vielleicht würden wir uns in deren Autos alle in die Hosen machen. Vielleicht wären aber auch unsere Autos viel zu schnell für die. Wer weiß das schon?"

"Aber das ist auch nicht wichtig. Jede Ära hat seine Fahrer, und Lewis ist sicherlich der Größte unserer Ära", räumt Vettel ein. Gleichzeitig betont er: "Rein emotional bleibt Michael für mich der Größte. Aber wenn es um die Erfolge geht, besteht kein Zweifel daran, dass Lewis der Größte ist. Er hat gleich viele WM-Titel, er hat mehr Rennen gewonnen, mehr Pole-Positions. Mehr geht nicht."

Darüber, wer denn nun der beste Formel-1-Fahrer aller Zeiten war (ist), darf also weiterhin leidenschaftlich gestritten werden. So, wie das kürzlich im Formel-1-Podcast 'Starting Grid' getan wurde (Ausgabe "Kein Rekord ist für die Ewigkeit"). Der erfolgreichste Formel-1-Fahrer aller Zeiten ist jetzt aber nicht mehr Michael Schumacher, sondern Lewis Hamilton ...

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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