Sergio Perez über Baku-Durchbruch: "Schub an Selbstvertrauen"

Sergio Perez schafft in Baku seinen Durchbruch mit Red Bull und kündigt weitere Großtaten an - Ende der Achterbahnfahrt?

Sergio Perez über Baku-Durchbruch: "Schub an Selbstvertrauen"

Sergio Perez strahlte wie ein Honigkuchenpferd vom Siegerpodest in Baku. Und damit auch jeder seine Freude sehen konnte, nahm sich der Red-Bull-Pilot auch noch kurz die Maske vom Gesicht. Sein zweiter Formel-1-Sieg nach Sachir 2020 schmeckte nicht nur deshalb besonders gut, weil es auf dem Siegerpodest Champagner gab statt Rosenwasser.

Der Erfolg war auch eine extreme Erleichterung nach einem Saisonstart, den sich sowohl Red Bull als auch er selbst anders vorgestellt hatten. "Wir hatten nicht den Start in die Saison, den wir uns erhofft hatten. Die Anpassung fiel mir schwerer als erwartet, aber wir haben vom ersten Tag an extrem hart mit den Ingenieuren in der Fabrik gearbeitet, und ja, letztendlich haben wir ein sehr gutes Ergebnis für das Team erzielt", sagt Perez.

Kein einziges Mal landete er in den ersten fünf Saisonrennen auf dem Podest, zwei vierte Plätze waren das höchste der Gefühle. Im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern Pierre Gasly und Alexander Albon sahen die Statistiken des 31 Jahre alten Mexikaners gar nicht gut aus. Doch das ist seit Sonntag vergessen. Als erster Red-Bull-Fahrer seit Daniel Ricciardo 2018, der nicht Max Verstappen heißt, gewann er ein Rennen in der Formel 1.

Perez: Haben uns nicht unterkriegen lassen

Baku stellte für Perez nun den ultimativen Durchbruch dar. "Wir haben hier und da einen Hauch von Speed gezeigt. Aber ich denke, an diesem Wochenende sah alles großartig aus, bis zum ersten Q3-Lauf, als wir einen Fehler machten. Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Wir haben nach vorne geschaut und hatten ein großartiges Rennen", zieht er zufrieden Bilanz.

Für Perez war das freie Cockpit beim Topteam Red Bull vor Saisonbeginn die Chance seines Lebens, nachdem er bei Racing Point beziehungsweise Aston Martin keine Zukunft mehr hatte. Das Team erhoffte sich vom Mexikaner stärkere Leistungen als sie seine Vorgänger gezeigt haben.

Nun scheint sich diese Hoffnung zu bestätigen. "Das gibt mir selbst und auch meinem Team, meiner Seite der Garage, definitiv einen großen Schub an Selbstvertrauen. Wir haben eine solche Achterbahnfahrt durch die Saison, es ist wichtig, diese Momente zu genießen", sagt Perez.

Perez: Verständnis wächst jedes Wochenende

Die Fortschritte habe er bereits in Monaco gespürt, versichert Perez. Im Fürstentum zeigte er am Rennsonntag eine Topleistung, sein schwächeres Qualifying kostete ihn jedoch die Chance auf das Podium. "Jedes Wochenende wächst das Verständnis und nach jedem Wochenende machen wir eine sehr tiefgehende Analyse, wir arbeiten viel in der Fabrik, um herauszufinden, was wir als Team besser machen können", erklärt er.

Lob bekam Perez auch von Red-Bull-Teamchef Christian Horner, der von der Leistung seines Schützlings selbst überrascht wurde. "Wir wussten, dass er hier gut ist. Aber wir wussten nicht, dass er so gut ist", sagte er.

Vor allem, wie er vor Max Verstappens Ausfall den zweiten Platz gegen Lewis Hamilton verteidigte, sorgte bei Horner für Begeisterung. "Wie er sich gegen Lewis verteidigt hat und alles kontrolliert hat, war wirklich klasse", lobte Horner.

Geht es nach Perez, war der Sieg in Baku erst der Anfang. Schon am Funk meinte er, dieser Erfolg war der "erste von vielen". Den Schwung will er jetzt mitnehmen. "Ich sehe keinen Grund, warum wir auf einer anderen Strecke nicht in der Lage sein sollten, eine ähnliche Leistung zu zeigen", stellt er klar. Der nächste Champagner dürfte dann wohl nicht weit sein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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