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Singapur: Mercedes will nach "Schadensbegrenzung" zurückschlagen

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Singapur: Mercedes will nach "Schadensbegrenzung" zurückschlagen
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
18.09.2019, 07:21

In Spa und Monza lief es für Mercedes besser als befürchtet - Mehr Punkte als jedes andere Team - In Singapur soll der erste Sieg nach der Sommerpause folgen

Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft waren die Rennen in Spa und Monza für Mercedes kein Rückschlag - im Gegenteil. Obwohl Ferrari-Pilot Charles Leclerc beide Rennen gewinnen konnte, sind die Silberpfeile der heimliche Sieger der ersten beiden Grands Prix nach der Sommerpause. Denn Teamchef Toto erinnert: "Wir wussten, dass wir nicht das richtige Paket für Spa und Monza haben."

"Dennoch sind wir mit zwei Doppel-Podien und 67 Punkten daraus hervorgegangen." Und damit sammelte Mercedes in Italien und Belgien wieder einmal mehr Punkte als jedes andere Team. Selbst Ferrari brachte es trotz der beiden Siege im gleichen Zeitraum nur auf 63 Zähler. "Das war eine starke Form der Schadensbegrenzung und mehr, als wir erwartet hatten", zeigt sich Wolff zufrieden.

Denn klar ist, dass mit Spa und Monza nun bereits die beiden Rennen in der zweiten Saisonhälfte absolviert sind, die Ferrari auf dem Papier mit Abstand am meisten entgegenkommen dürften. "Sie hatten das stärkste Paket", weiß auch Wolff. Vor allem auf den Geraden war Mercedes chancenlos. In Monza bissen sich erst Lewis Hamilton und später Valtteri Bottas die Zähne an Leclerc aus.

Wolff hatte daher das Gefühl, "nicht mit den richtigen Waffen" gekämpft zu haben. Denn der Sieg in Italien wäre wohl - trotz der offensichtlichen Nachteile - möglich gewesen. "Man konnte in den Meetings spüren, dass wir nach Spa und Monza nicht zufrieden waren und jeder in Brixworth und Brackley alles gibt, um weitere Siege einzufahren", berichtet Wolff.

Singapur auf dem Papier "viel besser" für Mercedes

In Singapur dürften die Chancen da deutlich besser stehen. "Singapur sieht auf dem Papier viel besser für uns und Red Bull aus", weiß auch Wolff. Die Ferrari-Vorteile werden auf dem Stadtkurs deutlich weniger zum Tragen kommen. Doch Wolff hat "keinen Zweifel" daran, dass auch die Scuderia Fortschritte gemacht und zumindest ein "besseres Paket als in Ungarn" haben wird.

"Singapur war lange Zeit eine unserer schwächsten Strecken, aber wir haben uns gesteigert und uns dort im Vorjahr gut geschlagen", erinnert Wolff an den Sieg von Hamilton 2018. Trotzdem warnt er: "Auf einer Strecke wie Singapur gibt es keine Selbstläufer. Wir müssen dieses Auto und die diesjährigen Reifen auf einem sehr speziellen Streckenverlauf verstehen und dürfen [...] absolut nichts als selbstverständlich ansehen."

Gleichzeitig stellt er klar, dass man die Saison 2019 angesichts der WM-Situation noch nicht abgehakt habe und sich schon komplett auf 2020 konzentriere. Er erklärt: "Es gibt noch sieben Rennen. Wir haben in beiden Meisterschaften einen soliden Vorsprung, aber eine Serie von ein oder zwei wirklich schlechten Wochenenden kann dafür sorgen, dass es in die andere Richtung ausschlägt."

"Daher müssen wir weiter pushen, und das werden wir auch", kündigt Wolff an. In der Konstrukteurs-WM liegt man aktuell 154 Punkte vor Ferrari, in der Fahrer-WM hat Hamilton 99 Punkte Vorsprung auf Max Verstappen, der als Dritter bester Nicht-Mercedes-Pilot ist. Das heißt, dass sich die Silberpfeile sogar die von Wolff angesprochenen "ein oder zwei wirklich schlechten Wochenenden" leisten könnten.

Mercedes weniger dominant, aber weiter konstant

Selbst wenn man die kommenden drei Rennen komplett auslassen sollte, würde man noch immer mit der Führung in beiden Meisterschaften nach Mexiko reisen. Zumal die Chancen, dass Mercedes auch nur ein Wochenende komplett in den Sand setzt, eher gering sind. Das weiß auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Er erinnert: "Hamilton lag in Spa im Ziel weniger als eine Sekunde hinter Leclerc. Gleiches gilt für Bottas in Monza."

"Das zeigt, dass Mercedes noch immer das beste und vielseitigste Paket hat. Es gibt kaum Anzeichen dafür, dass ihre Dominanz in diesem Jahr noch enden wird", weiß auch Brawn. "Red Bull und Ferrari haben erhebliche Fortschritte gemacht", hat er zwar bemerkt. Doch keiner der beiden Mercedes-Gegner sei auf allen Streckentypen stark. Es könne immer nur einer ganz vorne mitkämpfen.

"Mercedes kämpft währenddessen immer um den Sieg - unabhängig von der Charakteristik der Strecke", so Brawn, der aber auch anmerkt, dass die WM deutlich enger wäre, wenn die Saison erst in Frankreich begonnen hätte. "Hamilton würde mit 122 Punkten zwar noch immer führen, aber sein Vorsprung auf Leclerc auf Rang zwei läge nur bei zwölf Punkten. Und Verstappen wäre mit 97 Punkten auch noch im Titelkampf", rechnet Brawn vor.

Tatsächlich hat die Mercedes-Dominanz bereits vor der Sommerpause angefangen zu bröckeln. Gewannen die Silberpfeile noch die ersten acht Saisonrennen in Serie, reichte es danach nur noch zu zwei Siegen in den folgenden sechs Rennen. Auch im Qualifying haben sich die Kräfteverhältnisse zuletzt etwas verschoben. Seit Hockenheim im Juli gab es keine Mercedes-Pole mehr.

Neuer Motor: Keine Angst vor Ausfällen

"Wir wissen, woran wir arbeiten müssen", erklärt Chefingenieur Andrew Shovlin und ergänzt: "Unsere Qualifying-Pace ist im Vergleich zum Saisonbeginn abgefallen und wir brauchen einen höheren Topspeed auf den Geraden. Das wissen wir schon seit einer Weile, aber Wochenenden wie die letzten beiden in Spa und Monza werden alle in Brackley und Brixworth motivieren, um diese Schwächen zu beheben."

Zumindest wisse man mittlerweile, warum Ferrari auf den Geraden so stark sei. "Ja, ich würde schon sagen, dass wir das ziemlich gut verstanden haben. Und diese Lücke müssen wir schließen", erklärt Wolff. Denn das Verstehen sei nur ein "erster Schritt". Jetzt geht es darum, nachzubessern. Die neue Ausbaustufe des Motors, die man nach der Sommerpause eingeführt hat, reicht noch nicht aus.

Zudem traten bei den Kundenteams Williams und Racing Point Probleme mit der Zuverlässigkeit der überarbeiteten Power-Unit auf. Angesichts der vielen Pannen war Wolff in Monza "wirklich glücklich, dass wir es ins Ziel geschafft haben." Gleichzeitig stellt er aber klar, dass man den Motor nicht im Schongang betrieben habe, nachdem es die Probleme zuvor gegeben hatte.

"Nein, wir haben uns bei den Motorenmodi nicht mehr zurückgehalten, wir sind den Motor wie geplant gefahren", verrät Wolff. Am Wochenende in Singapur wird der Antrieb ohnehin eine nicht ganz so große Rolle spielen. Für Mercedes also eine gute Chance, die Serie von zwei Rennen ohne Sieg zu beenden. Drei sieglose Rennen in Serie gab es für die Silberpfeile übrigens zuletzt Anfang der Saison 2018.

Mit Bildmaterial von LAT.

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