Toto Wolff: "Der Rückstand schaut schlimmer aus als er ist"

Wie Mercedes-Sportchef Toto Wolff den Österreich-Grand-Prix bewertet und warum nach der jüngsten Formel-1-Niederlage nicht die Alarmglocken schrillen

Toto Wolff: "Der Rückstand schaut schlimmer aus als er ist"

WM-Spitzenreiter Max Verstappen hat gewonnen und seinen Vorsprung in der Formel-1-Fahrerwertung weiter ausgebaut. Auch, weil Mercedes-Speerspitze Lewis Hamilton im Österreich-Grand-Prix 2021 in Spielberg nur P4 belegt hat. Deshalb hält dessen Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen bei 'ServusTV' fest: "Es war natürlich kein guter Tag."

Mercedes verfalle nach der erneuten Niederlage gegen Red Bull aber nicht in Panik. "Der Rückstand", sagt Wolff, "schaut schlimmer aus als er ist." Und dieser Rückstand beträgt 17,973 Sekunden für Valtteri Bottas auf Platz zwei und 46,452 Sekunden für Hamilton auf Platz vier.

Die meiste Zeit, meint Wolff, habe Mercedes schon in der Anfangsphase des Rennens verloren: "Wir sind lange hinter Norris hängengeblieben. Und dann hatten wir auch noch einen Schaden." Hamilton war vermutlich zu heftig über hohe Randsteine hinweggefahren und hatte sich dabei den Unterboden seines Fahrzeugs ramponiert.

Ohne diesen Schaden, sagt Wolff, hätte Mercedes weitaus besser ausgesehen. "Wir wären von der Pace gut dabei gewesen, aber nicht gut genug, um zu gewinnen." Selbst mit einer anderen Boxenstrategie hätte Mercedes Red Bull wohl nicht gefährden können. "Der Abstand zu Max war schon zu groß", meint Wolff.

Und nun führen Verstappen und Red Bull noch deutlicher in der Weltmeisterschaft. Hamilton liegt 32 Punkte zurück. Das ist mehr als ein Rennsieg wert ist. Doch Wolff will es "auch mal von der positiven Seite sehen" und erklärt: "25 Punkte sind natürlich schnell mal weg, und dann wären wir wieder dran."

Darauf könne man sich aber nicht verlassen. Deshalb müsse Mercedes "einfach mehr Performance aus unserem Auto holen, weil es einfach nicht gut genug ist", so Wolff. "Wir tun aber alles, dass wir das wieder aufholen." Die nächste Gelegenheit dazu bietet das Mercedes-Heimrennen in Silverstone am 18. Juli.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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