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Wegen Corona-Krise: Haas-Team plant vorerst keine Technik-Updates

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Wegen Corona-Krise: Haas-Team plant vorerst keine Technik-Updates
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble, Featured writer
18.06.2020, 15:17

Die wegen Corona alles andere als klare Situation hat Haas dazu veranlasst, vorerst keine Updates einzuplanen, bis sich das Team seiner Einnahmen sicher sein kann

Während Ferrari plant, bereits beim Formel-1-Saisonauftakt in Spielberg ein Antriebsupdate einzusetzen, tritt Kundenteam Haas diesbezüglich auf die Bremse. "Im Moment planen wir keine Upgrades, bis wir genau wissen, was wir in diesem Jahr an Budget und an Rennen haben werden", bestätigt Teamchef Günther Steiner.

In einer Videokonferenz mit ausgewählten Medien, darunter 'Motorsport-Total.com', machte er am Donnerstag auf die noch immer ungewisse Situation aufgrund der Corona-Krise aufmerksam. "Ich kann kein Geld ausgeben, von dem ich nicht weiß, ob ich es habe. Es hat keinen Sinn, das im Moment zu tun", so Steiner.

Zwar wurden die ersten acht Grands Prix der Formel-1-Saison 2020 fixiert, noch ist aber unklar, wie viele Rennen es insgesamt geben wird und wie viele Einnahmen die Teams erhalten werden. Das hat Haas dazu veranlasst, sich vorerst nicht für Upgrades an seinem Auto zu entscheiden und stattdessen abzuwarten.

"Wir müssen mit dem, was wir tun, sehr vorsichtig sein, denn es ist klar, dass die Einnahmen sinken, wenn wir weniger Rennen haben und Rennen ohne Zuschauer veranstalten. Also bis wir Gewissheit haben, bin ich sehr vorsichtig", sagt Steiner, der sich der Risiken, die damit verbunden sind, durchaus bewusst ist.

Denn es besteht die Gefahr, dass Haas hinter seine unmittelbaren Rivalen zurückfällt oder zu spät feststellt, dass man doch die Mittel hat, um bessere Teile herzustellen. Doch Steiner meint, es wäre weitaus schlimmer, jetzt zu viel Geld auszugeben und später herauszufinden, dass die Einnahmen viel geringer sind als angenommen.

Zudem ist auch nicht jedes Update zwangsläufig ein Fortschritt, wie das Team im vergangenen Jahr am eigenen Leib erfahren musste: "Wir haben eine Menge über Upgrades gelernt. Sie sind nie so groß, wie man es sich erhofft. Heutzutage kann man mit dem ersten Auto eine ganze Menge erreichen", weiß der Teamchef.

"Was wir wirklich brauchen, ist, dass wir keine Fehler machen. Das wird entscheidend sein. Deshalb sind wir diesen Weg gegangen, indem wir nicht riskiert haben, dass wir etwas planen, was wir uns dann nicht leisten können. Das wäre schlimmer, denn dann könnten wir auch nicht den Weg bis zum letzten Grand Prix gehen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Juliane Ziegengeist