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Formel 1 Le Castellet
Wie das AlphaTauri-Update die größte Schwäche bekämpfen soll
Mit einem großen Update des Unterbodens will AlphaTauri die Performance das aktuellen Formel-1-Autos konstanter machen: Urteil nach Frankreich noch schwierig
Matt Somerfield Jonathan Noble
Bearbeitet: 28.07.2022, 07:09
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
Giorgio Piola analysiert und erklärt die Technik in der Formel 1!
Die Formel-1-Saison 2022 von Pierre Gasly und Yuki Tsunoda glich bisher einer Achterbahnfahrt. Je nach Rennstrecke war die Performance ihres AlphaTauri sehr schwankend. Auf Kursen mit langsamen Kurven wie Monaco oder Baku funktionierte das Auto gut, in schnellen Abschnitten tat sich der AT03 deutlich schwerer.
Das Team war sich dieses Problems bewusst, und das große Update, welches beim Grand Prix von Frankreich am vergangenen Wochenende zum ersten Mal eingesetzt wurde, zielte darauf ab, das Auto unter allen Bedingungen und in allen Kurven besser arbeiten zu lassen - und nicht nur in einigen speziellen.
Guillaume Dezoteux, Leiter der Abteilung Fahrzeugperformance bei AlphaTauri, sagt dazu: "Bei diesem Update ging es hauptsächlich um den Unterboden, und zwar den gesamten Unterboden. Angefangen beim Einlass, der Geometrie der Windabweiser, der Bodenkantengeometrie und der Geometrie des Diffusors sowie der Karosserie drum herum."
Struktur des Unterbodens völlig anders
"Die Struktur des Unterbodens ist völlig anders, und das Ziel ist es, in den meisten Positionen, die das Auto auf der Runde einnimmt, Abtrieb zu erzeugen. In dieser Hinsicht erfüllt dieses Update die Erwartungen, wir gewinnen unter den meisten Bedingungen zusätzlichen Abtrieb: niedrige Geschwindigkeit, mittelschnelle Kurven, hohe Wankneigung, niedrige Wankneigung", so Dezoteux weiter.

Die Unterböden von AlphaTauri im Vergleich
Foto: Giorgio Piola
Durch die neuen Teile veränderte sich die Design-DNA des AT03 nicht drastisch. Auch brachten sie keine mechanischen Änderungen mit sich, da das Team es vorzog, Optimierungen dessen vorzunehmen, was bereits vorhanden war.
Die größte dieser Änderungen, zumindest aus ästhetischer Sicht, kam in Form des oberen Seitenkastens und der Schulter der Motorabdeckung im Red-Bull-Stil, wobei eine überarbeitete Geometrie verwendet wurde, um eine größere Rinne für den Luftstrom zu schaffen.
Dies führt nicht nur zu einer lokalen Verbesserung, sondern hilft auch dem Luftstrom, der sich seinen Weg durch die Seitenkästen in Richtung der Colaflaschen-Region bahnt, da er durch die erhöhten Seiten der darüber liegenden Karosserie weiter geschützt wird.
Das Team hat auch den Boden des Tunnels verändert. Die Geometrie und die Position der Windabweiser am Eingang des Tunnels wurden verändert, während der äußere Luftleiter deutlich verkürzt wurde.
So können beide nahtlos ineinandergreifen und einen Wirbelstrom erzeugen, der dazu beiträgt, den vom Vorderreifen erzeugten Wirbel zu kontrollieren, welcher die aerodynamische Leistung beeinträchtigen kann.
Damit der Randflügel von den Leistungsverbesserungen vor ihm profitieren kann, hat das Team auch dessen Design überarbeitet. Am hinteren Teil wurde ein vertikaler Gurney-Flap hinzugefügt, die sich vom Boden abhebt (roter Pfeil, alte Spezifikation).

Neuer Unterboden von AlphaTauri (alte Version im Kreis)
Foto: Giorgio Piola
Das Team weist darauf hin, dass dies dazu beitragen sollte, die Bildung des Bodenkantenwirbels zu verbessern und infolgedessen mehr Last vom hinteren Teil des Bodens und des Diffusors abzuleiten.
Mit diesem Wirbel, der in Richtung des Diffusors geschickt wird, hat sich das Team auch dafür entschieden, das Design der Seitenwand des Diffusors zu ändern und den mauselochförmigen Ausschnitt (siehe roter Pfeil) zu entfernen und eine durchgehende Unterkante zu verwenden.

Neuer Diffusor von AlphaTauri (alte Version mit "Mauseloch" im Kreis)
Foto: Giorgio Piola
Dadurch kann der Diffusor, wie vom Team beschrieben, mehr Last halten und die verbesserte Strömung vor dem Diffusor ausnutzen.
Während sich das Auto durch die Änderungen im Freitagstraining "schärfer" anzufühlen schien, ließ die Pace am Samstag nach, und beide Fahrer hatten im Qualifying und im Rennen zu kämpfen.
Die knifflige Charakteristik von Le Castellet mit hohen Temperaturen auf einer Strecke, die vor allem die Vorderachse fordert, könnte jedoch erklären, warum bei einer Reihe von Teams die Form im Verlauf des Wochenendes schwankend war.
Ein viel besseres Bild davon, was das Upgrade von AlphaTauri gebracht hat, sollte an diesem Wochenende auf der mittelschnellen Streck in Ungarn zu sehen sein.
Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.
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