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Elektrisches Renntaxi: Virgin entwickelt zweisitziges Formel-E-Auto

Formel-E-Erfahrung aus erster Hand: Zusammen mit einem Sponsor entwickelt der Rennstall Virgin ein zweisitziges Auto für die Elektrorennserie

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Elektrisches Renntaxi: Virgin entwickelt zweisitziges Formel-E-Auto

In der Formel E sollen zukünftig Renntaxifahrten möglich sein. Zusammen mit seinem neuen Sponsor Johnson Matthey will das Team Virgin ein zweisitziges Formel-E-Auto entwickeln, welches (sobald wieder möglich) auch für Gästefahrten eingesetzt werden soll.

Das Spezialchemie-Unternehmen Johnson Matthey, bisher vor allem als Hersteller von Katalysatoren bekannt, soll die Batterien für den Zweisitzer liefern. Der Antrieb wird aus dem Formel-E-Auto der ersten Generation von Virgin stammen, während die Entwicklung des Chassis durch ein externes Unternehmen durchgeführt wird.

Technisch betreut werden soll das Projekt nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' von Delta Motorsport. Das Unternehmen ist im Business-Park an der Rennstrecke von Silverstone in unmittelbarer Nachbarschaft von Virgin angesiedelt und hat sich als Rennteam in der Langstrecken-WM und durch den Umbau von Champ-Car-Boliden in die Einsatzfahrzeuge der kurzlebigen (2005-2006) Grand-Prix-Masters-Serie einen Namen gemacht.

Robert MacLeod, Geschäftsführer von Johnson Matthey sagt: "Unsere Vision ist eine Welt, die heute und für zukünftige Generationen sauberer und gesünder ist. Daher freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit Virgin und seinen Eigentümern, der Envision Group, da wir beide den Ehrgeiz teilen, eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen."

"Wir freuen uns auch darauf, den ersten elektrischen Rennwagen mit eLNO-Technologie zu bauen - ein wichtiger Meilenstein in der Kommerzialisierung - und uns der Initiative 'Race Against Climate Change' des Teams anzuschließen", so MacLeod weiter.

Zweisitzige Formelautos gab es bereits in der Vergangenheit. Ende der 1990er-Jahre hatte McLaren-Mercedes in der Formel 1 ein solches Fahrzeug gebaut und für Gästefahrten eingesetzt.

Später hatte der damalige Minardi-Teamchef Paul Stoddart mehrere Zweisitzer bauen lassen, mit denen sogar Rennen gefahren und die vor wenigen Jahren vom Formel-1-Management reaktiviert wurden. Ferrari baute sogar einen Dreisitzer mit Beifahrersitzen in den Seitenkästen. Auch in der IndyCar-Serie gibt es einen Zweisitzer, der noch regelmäßig von Rennlegende Mario Andretti gefahren wird.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Markus Lüttgens