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24h Nürburgring 2023: Drei DTM-Champions rocken die Nordschleife

Prominente Namen mit gemeinsamer Vergangenheit: Timo Scheider, Martin Tomczyk und Mike Rockenfeller starten gemeinsam beim 24h Nürburgring 2023

24h Nürburgring 2023: Drei DTM-Champions rocken die Nordschleife

Gleich vier Audi R8 LMS GT3 Evo II setzt das Team Scherer-Phx 2023 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein, zwei davon mit Werksunterstützung. Während Frederic Vervisch, Mattia Drudi, Ricardo Feller und Dennis Lind mit der Startnummer #1 als Titelverteidiger an den Start gehen, sitzt im Schwesterauto #40 eine ganz besondere "Boygroup" am Steuer.

Denn die Namen der Piloten klingen wie eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit der DTM: Mike Rockenfeller, Timo Scheider und Martin Tomczyk feiern hier ein kleines "Revival" in Form einer Rückkehr auf die Nürburgring-Nordschleife und zu dem Team, das in diesem Jahr aus der Fusion des erfolgreichen Rennstalls Phoenix und Scherer hervorgegangen ist.

"Mike kam auf die Idee und hat gefragt, ob wir nicht mal was zusammen machen wollen", stellt Scheider klar, dass die Initialzündung zu diesem besonderen Projekt von Rockenfeller kam, der als DTM-Co-Kommentator auch seinen ProSieben-Kollegen Timo Scheider gewann.

"Am Anfang war auch Timo Glock im Gespräch"

"Am Anfang war auch Timo Glock im Gespräch", verrät Tomczyk im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Mit der Zusage von Ernst Mosers Phoenix-Team, Scherer und Audi Sport nahm das Projekt weiter Formen an.

"Dann haben sie gesagt: Wenn wir das machen, brauchen wir einen wirklich schnellen Fahrer. Dann ist natürlich wieder mein Name gefallen", grinst Tomczyk, der eigentlich Ende 2021 seinen Rücktritt erklärt hatte.

Zunächst erteilte der Ex-DTM-Champion dem Projekt laut eigenen Angaben zweimal eine Absage. "Aber irgendwann hat dann der Mike Rockenfeller angerufen und mich so lange bezirzt, bis ich gesagt habe: Okay, dann mache ich es halt."

Drei Piloten - eine gemeinsame Vergangenheit

Alle drei Piloten verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. "Wir sind alle drei DTM-Champions und bei Phoenix unterwegs gewesen", so Scheider. Rockenfeller gewann 2013 mit dem Team aus der Eifel den DTM-Titel. Tomczyk überraschte 2011 mit Phoenix als Gesamtsieger im Jahreswagen. Im Jahr darauf wechselte der Rosenheimer zu BMW.

Seit diesem Jahr nun ist Tomczyk Teammanager beim Abt-Team, das mit einem Lamborghini Huracan GT3 Evo2 auf die Nordschleife zurückkehrt. "Für die 24h Qualifiers und die 24h Nürburgring habe ich mich aus dem operativen Geschäft herausgenommen", berichtet er. "Man kann nur eines zu 100 Prozent machen. Für mich hat dieses Projekt jetzt Vorrang."

Mit Phoenix ging auch Scheider in der DTM an den Start. Seine beiden Titel 2008 und 2009 holte er allerdings mit Abt. Dafür gewann er 2003 mit Phoenix das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring - damals noch mit Opel.

 

Auch Rockenfeller kennt das Gefühl, bei den 24h Nürburgring als Gesamtsieger ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Allerdings saß er 2006 noch in einem Porsche. Tomczyk wartet noch auf einen Erfolg in der legendären "Grünen Hölle".

"Ich habe auf der Nordschleife sehr traurig aufgehört, bin zuletzt Dritter und dann Zweiter geworden", verweist er auf seine bislang letzten BMW-Auftritte 2021 und 2022.

"Ich erwarte aber nicht, dass jetzt der erste Platz rauskommt", sagt er. "Den gewinnt der Lamborghini. Und ich kann vorwegnehmen, dass das jetzt wirklich mein letztes Mal sein wird."

Spaß haben mit Ambitionen

Bei dieser sportlichen Vita liegt es auf der Hand, dass sich die drei Top-Piloten ehrgeizige Ziele gesteckt haben. Das könnte 2023 allerdings schwierig werden. "2021 bin ich bei einem VLN-Rennen das letzte Mal auf der Nordschleife unterwegs gewesen", erzählte Rockenfeller bei seinem Start im Rahmen des 24h Qualifiers. "Aber es ist schon ein paar Jahre her, dass ich mich bewusst an die Teilnahme an einem 24h-Rennen erinnere."

Auch Tomczyk musste sich erst an den R8 LMS GT3 gewöhnen, der sich komplett anders fährt als der BMW M6 GT3. "Ich hab mit dem Schlimmsten gerechnet", erinnert er sich an seinen ersten Test, als zunächst Rockenfeller eine Rundenzeit vorgelegt hatte.

"Ich war in meiner ersten fliegenden Runde fünf Sekunden von Mikes Zeit weg. Dann habe ich gesagt: Okay, passt, ich kann es noch! Wunderbar.' Später bin ich auch die Zeit von Mike gefahren." Scheider war noch im Vorjahr beim 24h-Rennen in einem Cup-Porsche von IronForce am Start und wurde Fünfter in seiner Klasse.

"Sonst hätte ich niemals das Okay meiner Frau bekommen"

Auch wenn für die ehemaligen DTM-Champions der Spaß im Vordergrund steht, ganz aus ihrer Haut können sie trotzdem nicht. "Einmal Rennfahrer, immer Rennfahrer", sagt Tomczyk. "Man geht aber nicht mehr so überstürzt rein, sondern weiß die Risiken sehr gut einzuschätzen. Sonst hätte ich niemals das Okay von meiner Frau bekommen."

Scheider sieht das ähnlich: "Wir wollen Spaß haben und wenn wir Spaß haben, sind wir wahrscheinlich auch schnell. Aber wir sind nach wie vor Rennfahrer und wollen Erfolg haben. Mit einem Platz in den Top 10 könnten wir gut leben, die Top 5 wären toll, ein Podium unglaublich."

Beim 24h Qualifiers war das Trio bereits auf einem guten Weg: Das 2-Stunden-Rennen am Samstag beendeten sie als Vierte, das 4-Stunden-Rennen am Sonntag als Neunte.

Mit Bildmaterial von Gruppe C Photography.

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