Moto3-Rennen Misano: Foggia feiert Heimsieg nach Sturz von Fenati

Nach Aragon siegt Dennis Foggia auch in Misano und profitiert dabei von einem Sturz von Romano Fenati - WM-Leader Pedro Acosta wird Siebter

Moto3-Rennen Misano: Foggia feiert Heimsieg nach Sturz von Fenati

Nach einem Sturz von Romano Fenati (Husqvarna) feiert Dennis Foggia (Honda) beim Grand Prix von San Marino einen Heimsieg und macht in der WM weiter Punkte auf Pedro Acosta (KTM) gut, der Siebter wird. Niccolo Antonelli (KTM) und Andrea Migno (Honda) machen das rein italienische Podium in Misano komplett.

In das Rennen über 23 Runden startete Fenati von der Poleposition. Foggia und Antonelli standen neben ihm in Reihe eins. WM-Leader Acosta nahm Startplatz neun ein. Sein Titelkontrahent Sergio Garcia (GasGas) stand drei Positionen dahinter.

Gleich am Start duellierten sich Fenati und Antonelli um die Führung, wobei sich Fenati nach zwei Kurven durchsetzte. Foggia hielt Rang drei. Garcia machte Boden gut und fuhr auf Platz sieben vor, während Acosta auf Platz zehn hängen blieb.

Fenati führt souverän - Acosta lässt abreißen

In der zweiten Runde kam es zum ersten Rennsturz: Wildcard-Starter Elia Bartolini (KTM) verbremste sich in Kurve 4 und hatte Glück, niemanden mitzureißen, als er stürzte.

Fenati konnte in der Anfangsphase ein paar Zehntel zwischen sich und Antonelli legen. Das Verfolgerfeld, angeführt von Antonelli, blieb eng zusammen und kämpfte um den Anschluss. Am Ende der Gruppe mischten auch Garcia und Acosta mit. Erst hinter Platz zwölf klaffte eine erste größere Lücke.

Im weiteren Rennverlauf zog sich das Feld jedoch weiter auseinander. Xavier Artigas (Honda) musste auf Platz acht liegend abreißen lassen und verlor den Kontakt zur Verfolgergruppe. Direkt dahinter hatte auch Acosta Probleme, die Pace mitzugehen.

Sturz in Kurve 15: Fenati schmeißt Sieg weg

Im Spitzenfeld fiel Antonelli nach einem Fehler in Kurve 4 zurück und reihte sich auf Platz sieben wieder ein. Fenatis Vorsprung an der Spitze wuchs dadurch auf mehr als anderthalb Sekunden an. Foggia war nun sein erster Verfolger. Migno, Garcia, Darryn Binder (Honda), Jaume Masia (KTM) und Antonelli reihten sich dahinter ein.

Bei noch zehn Runden lag Fenati fast drei Sekunden voraus. Doch dann unterlief ihm in Kurve 15 ein Fehler: Der Husqvarna-Pilot stürzte und schmiss den sicher geglaubten Sieg weg. Damit kämpften plötzlich wieder sechs Fahrer an der Spitze.

Während sich Foggia nach hinten etwas Luft verschaffen konnte, kämpften Migno, Antonelli, Garcia und Masia um die restlichen Podestplätze. Nach einem Kontakt zwischen Garcia und Masia verloren beide jedoch den Anschluss. Antonelli setzte sich gegen Migno durch, an Foggia kam er aber nicht mehr heran.

Drei Italiener feiern in Misano auf dem Podium

"Das ist mein zweiter Sieg hintereinander und mein vierter Podestplatz hintereinander", freute sich Foggia. "Ich habe in diesem Jahr zweimal in Italien gewonnen, einmal in Mugello und einmal hier. Das ist fantastisch. In den letzten zwei Runden wurde es nochmal eng, aber es hat gereicht. Ich bin sehr glücklich."

Antonelli grämte sich wegen sich Fehler in Kurve 4 nicht: "Das kann passieren. Wo ich ohne diesen Fehler gelandet wäre? Vielleicht hätte ich gewonnen, vielleicht wäre ich sowieso Zweiter geworden, keine Ahnung. Ich bin aber auch so zufrieden."

Migno jubelte über sein zweites Podium dieser Saison - und das auf der Heimstrecke: "Ich freue mich sehr über diesen Podestplatz bei diesem wichtigen Rennen für uns. Das ist das Beste, was ich mir heute hätte erhoffen können. Klar, der Sieg wäre noch besser gewesen. Aber ich habe alles gegeben und bin happy."

Öncü geht an den Start, holt aber keine Punkte

Binder musste in der Schlussphase deutlich abreißen lassen und kam als Sechster ins Ziel. Acosta setzte sich in der Verfolgergruppe am Ende durch und betrieb mit Blick auf die WM auf Platz sieben Schadensbegrenzung. Carlos Tatay, Stefano Nepa und Ayumu Sasaki (alle KTM) komplettierten die Top 10.

Die restlichen Punkteränge elf bis 15 gingen an Riccardo Rossi (KTM), Izan Guevara (GasGas), John McPhee (Honda), Kaito Toba (KTM) und Tatsuki Suzuki (Honda).

Deniz Öncü (KTM) ging nach seinem schweren Sturz am Samstag zwar an den Start, kam aber nicht über Platz 21 hinaus. Schuld war auch eine Long Lap Penalty für Missachten der Tracklimits. Maximilian Kofler (KTM) kam als 22. ins Ziel.

Neben den gestürzten Bartolini und Fenati sahen zwei weitere Piloten die Zielflagge nicht: Artigas und Filip Salac (KTM) gaben das Rennen vorzeitig auf. In der WM hat Acosta bei noch vier ausstehenden Rennen immer noch 42 Punkte Vorsprung. Foggia zieht mit Garcia gleich, übernimmt aber Platz zwei, weil er mehr Rennen gewonnen hat.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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