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Katar macht Impfangebot gegen Corona: Das sagen die MotoGP-Fahrer

In Katar könnte sich die MotoGP geschlossen gegen das Coronavirus impfen lassen - Die Fahrer halten das für "großartig", manche bleiben jedoch zurückhaltend

Katar macht Impfangebot gegen Corona: Das sagen die MotoGP-Fahrer

Im Ringen um eine möglichst normale Rennsaison 2021 haben die Dorna und der Wüstenstaat Katar dem MotoGP-Paddock die Möglichkeit in Aussicht gestellt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Wie am Donnerstag bekanntgegeben wurde, soll das komplette Fahrerlager ein Impfangebot erhalten.

"Der Staat Katar hat sein COVID-19-Impfprogramm für das Jahr 2021 erheblich ausgeweitet und ist dadurch in der Lage, allen reisenden Mitgliedern des MotoGP-Paddocks Zugang zu dem Impfstoff zu verschaffen", heißt es in einer Mitteilung.

Die MotoGP befindet sich momentan für ihre offiziellen Wintertests in Katar und wird dort auch die beiden ersten Rennen der Saison (28. März und 4. April) abhalten. Der zweite Termin war im Kalender ergänzt worden, nachdem die Grands Prix in den USA und Argentinien wegen der Pandemie verschoben wurden.

Impfung für mehr Sicherheit im MotoGP-Paddock

Das Impfprogramm zielt darauf ab, "die Gesundheit und Sicherheit der gesamten Tour zu gewährleisten, während sie in Katar gastiert und auf ihren weiteren Reisen um die Welt in dieser Saison", betont die Dorna. "Es wird einen erhöhten Schutz für diejenigen im MotoGP-Paddock und all jene bieten, die mit ihm in Kontakt kommen, während der Sport in dieser Saison um die Welt reist."

Katar schließt sich damit dem Beispiel von Bahrain an, das dem Formel-1-Fahrerlager ebenfalls ein Impfangebot unterbreitete. Die Königsklasse auf vier Rädern bestreitet in Bahrain aktuell ihren Wintertest und wird für den Saisonauftakt dort bleiben.

Viele Fahrer äußerten sich am Donnerstag, angesprochen auf den Impfvorstoß, positiv. "Ja, ich bin sehr glücklich darüber", sagte etwa Aprilia-Pilot Aleix Espargaro.

"Wir reisen um die ganze Welt und meine kleine Tochter ist vorbelastet. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein. Wenn ich als Vater, der so viel reist und mit vielen Menschen zusammen ist, geimpft werden kann, ist das etwas sehr Positives." Er werde in Katar auf die Impfung warten und dann bis zum ersten Rennen zurück nach Andorra reisen.

Morbidelli dankbar: "Ist nicht selbstverständlich"

Petronas-Yamaha-Fahrer Franco Morbidelli sagte: "Ich habe davon erst erfahren, nachdem ich den heutigen Testtag beendet hatte. Ich werde tun, was ich tun muss. Geimpft zu werden, ist für mich etwas Positives. Es ist sieht so aus, als gebe es hier in Katar eine sehr gute, voran geschrittene medizinische Situation. Ich muss mich bedanken, bei der Dorna und Katar, denn es ist nicht selbstverständlich."

Markenkollege Maverick Vinales äußerte sich in seiner Medienrunde kurz nach dem Testtag etwas zurückhaltender. "Ich weiß noch nichts Genaues darüber und habe auch noch nicht mit dem Team gesprochen. Aber es ist sicherlich ein guter Schutz."

Valentino Rossi erklärte mit Blick auf die anstehende MotoGP-Saison: "Diese Meisterschaft wird gewiss auch von COVID beeinflusst sein, aber ich hoffe, sie kann normaler verlaufen als im Vorjahr." Damit meint der Petronas-Pilot nicht nur wo, sondern auch wann die Motorrad-WM in diesem Jahr ihre Grands Prix fährt.

"Vergangenes Jahr waren in Jerez 50 Grad, in Le Mans herrschte im Oktober wiederum schon Winter. Das hat viele Probleme hervorgerufen. Ich hoffe auch, dass wir nur hier in Katar zweimal auf derselben Strecke fahren und ansonsten eine normale Meisterschaft haben werden." Eine Durchimpfung könnte dabei gewiss helfen.

Suzuki-Duo Mir und Rins will sich beraten lassen

Alex Rins spricht deshalb von "großartigen Nachrichten" und lobt in dem Zusammenhang auch Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta für den Impfvorstoß. Der Suzuki-Pilot wolle sich aber mit seinem Arzt beraten und habe noch keine Entscheidung gefällt.

Ganz ähnlich hält es sein Teamkollege Joan Mir, der auf die Frage, ob er sich impfen lassen wird, am Donnerstag sagte: "Im Prinzip ja. Ich möchte erfahren, welcher Impfstoff es ist. Wie immer werde ich mich gut beraten lassen und dann entscheiden. Aber ich denke, ich hätte kein Problem damit, mich impfen zu lassen, wenn alles in Ordnung ist." KTM wollte sich vorerst nicht zu den Impfungen äußern.

Die Nachricht, dass der MotoGP in Katar ein Impfangebot gegen COVID-19 gemacht wird, folgt nur wenige Wochen auf den Tod des zweifachen 125ccm-Weltmeisters und langjährigen Teamchefs Fausto Gresini (60), der nach einem zweimonatigen Kampf mit dem Coronavirus auf tragische Weise sein Leben verlor.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoGP
Urheber Juliane Ziegengeist