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Nach Ericsson-Crash: Bekommt Sauber DRS in den Griff?

Nach dem Unfall von Marcus Ericsson glaubt Sauber das Problem mit dem DRS zu kennen und lösen zu können - Carlos Sainz würde Klappflügel gerne abschaffen

Marcus Ericsson, Sauber C37 crash

Der heftige Unfall von Marcus Ericsson hat zu Beginn des zweiten Trainings in Monza für eine Schrecksekunde gesorgt. Weil sich sein DRS beim Anbremsen der ersten Schikane nicht schließen wollte, flog der Schwede mit rund 325 km/h ab, knallte in die Leitplanken und überschlug sich mehrfach. Dabei wurden Kräfte von 24g gemessen, weswegen der Sauber-Pilot anschließend ins Medical-Center musste.

Doch Sauber gab anschließend Entwarnung: Ericsson sei okay und werde morgen wie geplant am Qualifying teilnehmen, bestätigt Teamchef Frederic Vasseur. Bei Sauber gehen derweil die Untersuchungen weiter, wie es zu dem verheerenden Unfall kommen konnte. "Das ist das erste Mal, und vermutlich kam es aufgrund des entwickelten Abtriebs für heute", meint Vasseur.

Der Unfall Bild für Bild:

Formel-1-Teams bringen nach Monza meist spezielle Pakete, um auf die besonderen Anforderungen der Strecke zu reagieren. Dazu gehören auch die Heckflügel, die in Monza besonders flach eingestellt werden, um wenig Luftwiderstand zu bieten. Laut Vasseur habe es kein Problem mit dem Flügel selbst, sondern nur mit dem DRS-Flap gegeben.

Wie 'auto motor und sport' berichtet, soll das Problem möglicherweise mit der Feder zu tun haben, die den Flap beim Anbremsen zurückholt. Aufgrund der neuen Konfiguration reicht die Kraft der Feder aber womöglich nicht aus, um das Flügelelement bei den normalen fünf Zentimetern Abstand zum Hauptblatt zu schließen, was Ericsson zum Verhängnis wurde.

Beide Sauber mit dem gleichen Problem

Dass Sauber generell ein Problem hat, zeigt die Tatsache, dass auch Teamkollege Charles Leclerc davon betroffen war. "Ich hatte das gleiche Problem, aber ich hatte etwas mehr Glück, weil ich es etwas eher als Marcus geschlossen habe", erzählt Leclerc, der ebenfalls beim Anbremsen von Kurve 1 überrascht wurde. "Wir kamen an das Ende der Gerade und wussten nicht, ob es sich schließen würde oder nicht."

 

Laut dem Monegassen habe Sauber die Ursache gefunden und behoben. "Allerdings wird dafür ein Opfer bei der Performance benötigt", sagt er. Es heißt, Sauber habe die Spalte zum Hauptblatt von fünf auf drei Zentimeter verkleinert, will aber am morgigen Samstag wieder mit dem vollständigen Effekt fahren. "Wir wissen, was wir für morgen zu tun haben, um das Problem nicht mehr zu haben, aber trotzdem die volle Performance", so Leclerc.

Der Monegasse musste nach dem Unfall seines Teamkollegen erst einmal an der Box bleiben und später Tests absolvieren - auch da berichtete er über DRS-Probleme. Gegen Ende der Session sollte er DRS auf Anweisung des Teams manuell über Knopfdruck schließen und bekam schließlich das Okay von seiner Crew, den Klappflügel weiter zu benutzen.

Sainz kritisiert DRS: "Gefährliches Ding"

Sorgen, dass er einen ähnlichen Abflug wie Ericsson hinlegt, habe er dabei nicht gehabt: "Ich habe volles Vertrauen in meine Jungs und weiß, dass sie ihren Job machen. Wenn sie sagen, dass es beim nächsten Versuch in Ordnung sein wird, dann ist das so", betont er. "Wir haben das Problem gefunden und den Tag mit einem Hoch beendet." Leclerc wurde in der Endabrechnung Neunter.

Indes hat sich die Kritik am DRS-System gemehrt. Schon in Silverstone waren einige Fahrer abgeflogen, weil sie mit offenem DRS durch Kurve 1 fahren wollten. "Das ist ein gefährliches Ding", schimpft Carlos Sainz über den Klappflügel. "Wenn es sich nicht schließt, dann verändert es das Auto komplett. Ich frage mich daher, ob sich die Formel 1 in Richtung kein DRS entwickelt - also wo man keines zum Überholen benötigt", so der Spanier.

Aktuell sieht er DRS als notwendig an, weil Überholen ohne "praktisch unmöglich" sei, "aber ich hoffe, dass sie eine Formel entwickeln, in der man DRS nicht braucht". Für 2019 sollen die Formel-1-Fahrzeuge dank neuer Frontflügel überholfreundlicher werden, eine Abschaffung von DRS steht aber derzeit nicht im Raum. Für den Rest der Saison 2018 hat man viele DRS-Zonen sogar noch verlängert.

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