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Sieg nach Minikrise: Wieso Rast wieder am Sonntag glänzte

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Sieg nach Minikrise: Wieso Rast wieder am Sonntag glänzte
Autor:
Co-Autor: Sven Haidinger

Wie in Spa, so auch in der Lausitz: Rene Rast schlägt nach schwierigem Samstag am Sonntag eindrucksvoll zurück - Was anders und was genauso war wie in Spa

Wie schon am Spa-Wochenende, so ist Rene Rast auch am ersten der beiden Lausitzring-Wochenenden der DTM-Saison 2020 wieder eine eindrucksvolle Wende von Samstag auf Sonntag gelungen.

In der Lausitz war Rast beim Samstagsrennen mit 20 Sekunden Rückstand auf Sieger Nico Müller nur auf dem siebten Platz ins Ziel gekommen. Gestartet war er von genau dieser Position. Tags darauf startete Rast nach einem viel besseren Qualifying von der dritten Position. Im spannenden Sonntagsrennen kämpfte er verbissen gegen Robin Frijns und abermals gegen Müller. Letzten Endes behielt Rast im Fotofinish mit 0,089 Sekunden Vorsprung auf Müller die Oberhand.

Wie erklärt Rast seinen Aufschwung von Samstag zu Sonntag diesmal? "Wir haben das Auto komplett umgebaut. Das hat sicher einen Anteil gehabt. Ich habe mich heute viel wohler gefühlt im Auto als gestern. Da scheinen wir einen Schritt gemacht zu haben", so die diesbezüglich ersten Worte des Siegers direkt nach dem engen Zieleinlauf.

Dass Rast am Samstag noch nicht so recht in die Gänge gekommen war, lag aber nicht nur an der Abstimmung seines Audi RS5. Denn dem zweimaligen und amtierenden DTM-Champion steckte zu Beginn des Wochenendes noch die Belastung der sechs Formel-E-Rennen in Berlin-Tempelhof in den Knochen. Beim fünften dieser sechs Rennen im Zeitraum 5. bis 13. August hat Rast sogar seinen ersten Podestplatz in der Elektrorennserie eingefahren.

Formel E hat "80 bis 90 Prozent eingenommen"

"Die Vorbereitung auf die Formel E hat ungefähr 80 bis 90 Prozent eingenommen", gibt Rast zu und schildert seinen Stress bei der Rückkehr ins DTM-Fahrerlager: "Ich bin hier quasi ohne jegliche Vorbereitung angereist. Auf dem Weg von Berlin hierher habe ich kurz mit meinem Ingenieur am Telefon gesprochen, was wir hier überhaupt machen. Dann bin ich am Freitagmorgen hier angekommen und direkt in Freies Training gestartet. Vorher war noch die Anhörung."

Rene Rast

Seit dem DTM-Auftakt in Spa fuhr Rast mal eben noch sechs Formel-E-Rennen in Berlin

Foto: Motorsport Images

"Die Vorbereitung war gleich null", bemerkt Rast und bekennt, dass dies ganz und gar nicht seiner Routine entspricht. "Ich bin ja jemand, der sich lange auf etwas vorbereiten und sich mit der Materie auseinandersetzen muss."

Und deshalb freut den Audi-Fahrer seine erneute Auferstehung von Samstag auf Sonntag mindestens so sehr wie der ganz knapp eingefahrene Sieg an sich. "Wenn ich gestern abgereist wäre, dann hätte ich mir drei Tage lang Gedanken gemacht. Aber so haben wir heute gesehen, dass die Pace wieder da war", meint Rast nach seinem Sieg gegenüber 'ran.de'.

Nach Lausitz-Sieg am Sonntag: "Die Pace ist wieder da"

"Anscheinend haben wir das Problem am Auto gefunden. Jetzt können wir beruhigt die nächsten drei Tagen angehen, denn die Pace ist da. Wir müssen vielleicht hier und da noch ein bisschen feintunen, aber zumindest ist der grundlegende Speed wieder da, der gestern gefehlt hat", so der Sonntagssieger zufrieden.

Rene Rast

Fährt Rast nach dem Sonntag auf dem Lausitzring in eine entspannte Zukunft?

Foto: ITR

Und noch etwas war bei Rasts Wende von Samstag auf Sonntag in der Lausitz so wie schon zwei Wochen zuvor in den Ardennen von Spa-Francorchamps: "Mein Laptop ist irgendwann schon wieder ohne Batterie ausgegangen. Ich hatte ihn angemacht, wollte ein bisschen Daten gucken, aber nach zehn Minuten war die Batterie wieder leer. Ich glaube, der Laptop hat ein Problem."

Schon vor zwei Wochen in Spa hatte Rast seinen Aufschwung von Platz fünf im Samstagsrennen mit über 30 Sekunden Rückstand hin zum (später verlorenen) Sieg im Sonntagsrennen mit einer stundenlangen Datenanalyse an seinem Laptop erklärt. Auch bei dieser Gelegenheit hatte ihm die Batterie des Geräts zu schaffen gemacht.

In der Gesamtwertung ist Rast nach jetzt vier von 18 Rennen der DTM-Saison 2020 wieder der erste Verfolger von Tabellenführer Nico Müller, wenngleich ihm schon 39 Punkte fehlen. Ob Rast in wenigen Tagen am zweiten Lausitzring-Wochenende zum insgesamt dritten Mal in dieser Saison eine eindrucksvolle Wende von Samstag auf Sonntag hinlegt, oder aber ob er dann direkt schon am Samstag ganz vorn dabei ist, wird sich zeigen. Den Formel-E-Stress zumindest hat er jetzt hinter sich.

Mit Bildmaterial von ITR.

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Artikel-Info

Rennserie DTM
Event Lausitzring 1
Subevent Rennen 2
Fahrer René Rast
Teams Team Rosberg
Urheber Mario Fritzsche