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Toto Wolff: Drei Gründe, wieso Mercedes gegen Qualifying-Rennen ist

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Toto Wolff: Drei Gründe, wieso Mercedes gegen Qualifying-Rennen ist
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble

Mercedes hat sich gegen die anderen Teams gestellt und die Idee von Qualifying-Rennen blockiert: Toto Wolff nennt drei Gründe, die für ihn dagegen sprechen

Toto Wolff hat die Gründe erklärt, wieso sich Mercedes gegen die Idee von Qualifying-Rennen gestellt hat. Die Formel 1 wollte beim zweiten Rennen eines Doppel-Events ein 30-minütiges Qualifying-Rennen in umgekehrter Startreihenfolge des Meisterschaftsstands durchführen, doch weil dafür Einstimmigkeit notwendig war, reichte Mercedes' Veto aus, um die Idee abzuschmettern.

"Es scheint in der Formel 1 ein übliches Schema zu sein, dass wir alte Ideen ausgraben, die bereits eingehend untersucht und abgelehnt wurden", wundert sich der Mercedes-Motorsportchef in einem Videocall mit Journalisten, wieso die Idee überhaupt wieder auf den Tisch kam. "Irgendjemand hält es für eine gute Idee und dann ist es zurück auf der Agenda."

Doch wie schon bei ähnlichen Vorschlägen im vergangenen Jahr war Mercedes auch diesmal gegen eine Umkehrung der Startaufstellung - und Wolff nennt drei Gründe dafür. "Erstens: Ich glaube, dass die Formel 1 eine Leistungsgesellschaft ist", so der Österreicher. "Der beste Fahrer im besten Auto gewinnt. Wir brauchen kein Gimmick, um das Feld umzudrehen und für aufregenderes Racing zu sorgen."

Als zweiten Grund sieht er taktische Gründe, die dagegen sprechen. Schon in Tourenwagen-Serien war immer wieder zu sehen, dass Fahrer absichtlich auf hintere Plätze fahren, um in einem Rennen mit umgekehrter Startaufstellung ganz vorne zu stehen. Ähnliches fürchtet Wolff auch in der Formel 1.

Vor allem weil das zweite Rennen in Spielberg auch das zweite der Saison ist. Somit wäre das Rennergebnis des ersten Rennens gleichbedeutend mit der Aufstellung im Qualifying-Rennen. Ein Pilot, der im ersten Rennen nicht ganz so gut dasteht, könnte absichtlich ausfallen, um auf Pole für das Qualifying-Rennen zu stehen.

Sollten um ihn herum nur Mittelfeld-Autos stehen, "dann wird er Sonntag mit Sicherheit auf Pole stehen und das Rennen gewinnen", glaubt Wolff. "Die Autos im Mittelfeld werden sich so gut es geht verteidigen und die schnellen Autos hinten haben ein größeres Risiko auszufallen. Das könnte die Meisterschaft beeinflussen."

Wolffs drittes Argument: "Das schnellste Auto - und das müssen nicht unbedingt wir sein - wird gegenüber dem zweitschnellsten und drittschnellsten benachteiligt, weil sie einfach davor starten. Wir wissen, dass die Abstände häufig nicht groß sind, von daher ist es ein opportunistischer Vorschlag, einigen Teams einen Vorteil zu geben."

Zudem glaubt der Mercedes-Boss nicht, dass den Fans der Vorschlag überhaupt gefällt: "Wir haben gesagt, dass es nicht die Zeit ist, um mit Dingen zu experimentieren, die interessanterweise nicht einmal die Unterstützung der Fan-Community haben", sagt er. "In einer Umfrage neulich haben nur 15 Prozent Interesse an umgekehrten Startaufstellungen gezeigt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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