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"WM noch nicht gewonnen": Hamilton nimmt Mercedes in die Pflicht

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"WM noch nicht gewonnen": Hamilton nimmt Mercedes in die Pflicht
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble, Featured writer
24.09.2019, 11:43

Mercedes konnte nur eins der vergangenen fünf Rennen gewinnen - Toto Wolff und Lewis Hamilton stellen klar, dass man in dieser Saisonphase nicht nachlassen dürfe

Obwohl Lewis Hamilton seit drei Rennen keinen Sieg mehr feiern konnte, liegt der Brite in der Weltmeisterschaft noch immer komfortabel auf Rang eins. Der Vorsprung auf seinen Teamkollegen Valtteri Bottas beträgt 65 Zähler, und Charles Leclerc liegt als bester Nicht-Mercedes-Pilot auf WM-Rang drei ganze 96 Punkte zurück. Umgerechnet sind das fast vier Grand-Prix-Siege.

In der Konstrukteurs-WM liegt Mercedes noch immer 133 Punkte vor Ferrari - trotz des Doppelsieges der Roten in Singapur. Bei nur noch sechs ausstehenden Rennen erscheint es da sehr unwahrscheinlich, dass die Silberpfeile einen oder gar beide Titel noch verspielen werden. Trotzdem warnt Hamilton: "Ich mache mir bei meinem Vorsprung in der WM keine Illusionen. Sie ist noch nicht gewonnen."

"Es ist im Laufe der Saison [gegen Ferrari und Red Bull] immer enger geworden. Das begrüßen wir auch. Aber gleichzeitig müssen wir einen besseren Job machen. Wir haben zu Beginn des Jahres so einen tollen Job gemacht und uns diese Lücke erarbeitet. Aber die könnte ganz schnell weg sein", warnt Hamilton. Ferrari konnte die letzten drei Rennen in Serie gewinnen, Mercedes gewann nur eins der letzten fünf.

Ferrari-Comeback: Für Hamilton ändert sich nichts

"Für mich hat sich gar nicht so viel verändert", verrät Hamilton allerdings und erklärt: "Es ist genauso hart. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie hart wir bei jedem Rennen im Hintergrund arbeiten. Selbst bei denen, die wir gewonnen haben. Das ist nicht so leicht gewesen, wie ihr glaubt." Es sei viel Arbeit, die Strategie richtig hinzubekommen und das Auto ins richtige Fenster zu bringen.

"Wir können noch mehr aus diesem Auto herausholen", ist sich Hamilton sicher. Der Weltmeister erklärt, dass sich jeder einzelne und auch das Team insgesamt noch verbessern können. "Wir gewinnen und verlieren als Team, und wir fühlen uns gerade alle nicht gut", verrät er nach Singapur. Das sei aber auch "gut", weil so nicht die Gefahr bestehe, dass sich jemand zurücklehne.

"Wir sollten alle den Schmerz fühlen", so Hamilton, der in Singapur nur Vierter wurde, nachdem sein Team bei der Strategie ziemlich danebengegriffen hatte. Im Hinblick auf den neuen Seriensieger Ferrari erklärt er: "Es fühlt sich an, dass sie momentan hungriger sind. Wir müssen also einfach einen Zahn zulegen. Wir sind dazu in der Lage, wir sind noch immer das beste Team."

Klar ist aber auch, dass sich Ferrari im Vergleich zur ersten Saisonhälfte gesteigert hat. Das ist auch Hamilton nicht entgangen. "Vielleicht hatten sie bereits das ganze Jahr ein gutes Auto, und es hat einfach nicht im richtigen Fenster funktioniert", grübelt er und erklärt: "Es ist unwahrscheinlich, dass sie so ein massives Upgrade gebracht haben, dass ihnen 20 oder 30 Punkte [Abtrieb] gebracht hat."

Auch Wolff warnt: Nicht auf Punktevorsprung ausruhen!

"Es ist klar, dass ihr Auto jetzt überall gut funktioniert", so Hamilton. Denn gerade Singapur galt auf dem Papier nicht als Ferrari-Strecke. "Es wird also hart sein, sie zu schlagen - besonders, weil sie auf den Geraden so schnell sind. Da können wir momentan nicht mithalten. Aber wir haben auch vorher schon gewonnen, als wir nicht das beste Auto hatten. Es geht darum, wie wir an einem Wochenende abliefern", so Hamilton.

Das habe Ferrari in Singapur besser hinbekommen. Und auf die Frage, ob man sich nun Sorgen mache, antwortet auch Teamchef Toto Wolff: "Ja, man muss sich immer Sorgen machen und aufmerksam sein. Sie haben die vergangenen drei Rennen gewonnen, und wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren vom Saisonbeginn und unserem Punktepolster ausruhen."

Für Hamilton geht es dabei vor allem darum, fehlerfreie Wochenenden abzuliefern. Denn im Hinblick auf mögliche Updates als Antwort auf die aktuelle Ferrari-Stärke erklärt er: "Upgrades brauchen viele Monate. Wir können nicht einfach jetzt entscheiden, dass wir für die kommende Woche ein Upgrade wollen. Das muss man mehrere Monate planen. Ich bin mir sicher, dass wir irgendwann noch Updates bekommen werden."

Vettel sieht Mercedes noch immer vorne

"Ich weiß aber nicht, wann es passiert. Ich denke nicht, dass es schon [in Sotschi] soweit sein wird. Ich weiß nicht, wie viel in den letzten Rennen noch kommen wird. Aber die nächsten Rennen werden hart", ist er sich sicher. Singapur-Sieger Sebastian Vettel sieht Mercedes übrigens - wenig überraschend - nicht ganz so stark unter Druck, wie es Hamilton und Wolff betonen.

"Man muss sicherstellen, dass die Upgrades funktionieren", erklärt der Deutsche und erinnert: "In der Vergangenheit hatten wir Schwierigkeiten. [In Singapur] haben wir bewiesen, dass wir in die richtige Richtung gehen. Es braucht aber noch viel Arbeit. Wenn man zwischen den Zeilen gelesen hat, war Lewis auf den gebrauchten Reifen am Ende wahrscheinlich immer noch der schnellste Mann im Rennen."

"Die Upgrades haben es uns ermöglicht, dass wir [im Qualifying] so stark sein und die Mercedes unter Druck setzen konnten. Es gibt aber noch viel Arbeit für uns", glaubt Vettel. Er versichert: "Wir sind definitiv noch hungrig. Aber wenn man sich Lewis' Rekorde ansieht in den vergangenen Jahren, dann ist das sehr beeindruckend. Auch wenn sie schon alles erreicht haben, wollen sie noch mehr."

"Ich kann nur meinen allergrößten Respekt zollen vor seinen Leistungen. Ich bin sicher, dass es sehr schwierig wird, ihm diesen Titel in diesem Jahr noch zu nehmen. Wenn es klappt für ihn, hat er das total verdient", so Vettel. Rechnerisch reicht Hamilton übrigens ab sofort in jedem noch verbleibenden Rennen ein fünfter Platz, damit die Fahrer-WM am Ende der Saison sicher an Mercedes geht.

Weitere Co-Autoren: Scott Mitchell. Mit Bildmaterial von LAT.

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