Formel 2 "ein anderes Kaliber": Schumacher-Chef erwartet keine Siegesserie

In Ungarn hat Mick Schumacher seinen ersten Formel-2-Sieg eingefahren - Sein Prema-Teamchef erwartet trotz des Durchbruchs keine Siegesserie

Formel 2 "ein anderes Kaliber": Schumacher-Chef erwartet keine Siegesserie

Der Sieg von Mick Schumacher beim Formel-2-Rennen in Ungarn könnte den Knoten für den Youngster gelockert haben. Prema-Teamchef Rene Rosin warnt aber vor der Euphorie, da er nicht glaubt, dass Schumacher eine Siegesserie in der Formel 2 starten wird. Dafür sei das Level in der Nachwuchsserie zu hoch.

"Es ist sicher ein wichtiger Sieg", so Rosin. "Zunächst einmal ist er vom Freien Training an gut ins Wochenende gestartet. Das Quali war schwierig, auf Regenreifen. Im ersten Rennen hatten wir Probleme mit dem Reifenverschleiß."

In der Nacht hat das Team in Budapest hart gearbeitet, um das Auto zu verbessern. Die Optimierungen haben letztendlich für den Sieg gereicht. Rosin fasst zusammen: "Mick ist ein sehr kluges Rennen gefahren, denn der Hungaroring ist eine schwierige Strecke - und mit 28 Runden ist es ein langes Rennen. Das geht auf die Reifen."

Auf die kommenden Formel-2-Rennen in Spa, Monza, Sotschi und Abu Dhabi freut sich Rosin, der glaubt, dass Schumacher diese Rennstrecken sehr liegen. Obwohl der Teamchef auf die Euphoriebremse tritt, blickt er optimistisch auf die Zukunft.

Dass Schumacher wie in der Formel 3 nach dem ersten Sieg groß auftrumpft, glaubt Rosin nicht: "Die Formel 2 ist sicher ein anderes Kaliber. Wir dürfen nicht vergessen, dass er noch ein Rookie ist. Ich glaube aber, dass er in den nächsten Rennen eine gute Leistung bringen kann. Am Ende rechnen wir dann ab."

Die Belastung durch die Aufmerksamkeit seitens der Medien und Fans scheint der Youngster aber gut zu verkraften. Der Prema-Chef erklärt: "Er kommt sehr gut damit klar. Er ist gut vorbereitet. Sein Umfeld macht da einen Guten Job. Er ist daran gewöhnt. Kein Problem."

An einen möglichen Formel-1-Aufstieg von Schumacher denkt Rosin aber nicht: "Konzentrieren wir uns lieber auf das, was er jetzt macht, und das ist die Formel 2. Wir nehmen das Rennen für Rennen. Was die Zukunft für ihn bereithält, kann ich nicht sagen. Das hängt von vielen Faktoren ab, die in den nächsten Jahren zusammenspielen müssen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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