Fahrer für Porsche-LMDh ab 2023: Roger Penske wirbt für seine IndyCar-Piloten

Porsche und Penske lassen in der LMDh-Klasse ihre Partnerschaft wieder aufleben - Roger Penske ist in der Fahrerfrage von seinen IndyCar-Piloten überzeugt

Fahrer für Porsche-LMDh ab 2023: Roger Penske wirbt für seine IndyCar-Piloten

Roger Penske spannt ab der IMSA-Saison 2023 wieder mit Porsche zusammen. Mit Ankunft des LMDh-Prototyps der Zuffenhausener lebt so die gemeinsame, erfolgreiche Vergangenheit aus ALMS-Zeiten wieder auf. Penske hat sich nun erstmals zur Fahrerfrage geäußert.

Der "Captain" setzt aktuell vier Autos in der IndyCar-Serie ein. Sie werden pilotiert von Will Power, Josef Newgarden, Simon Pagenaud und Scott McLaughlin. Aus diesem Quartett könnte auch ein Fahrer in Richtung IMSA abkommandiert werden.

Das jedenfalls hofft Penske im Gespräch mit der internationalen Edition von 'Motorsport.com'. Eine logische Variante wäre es, Pagenaud aufgrund seiner umfassenden Vergangenheit im Sportwagenbereich in einen Porsche-LMDh zu setzen. Pagenaud wurde bereits Gesamtzweiter bei den 24h von Le Mans 2011 und siegte beim Petit Le Mans 2010.

Penske: Meine IndyCar-Fahrer qualifizieren sich als Kandidaten

Angesprochen auf die Situation beim Franzosen antwortet Penske: "Ich kann das Fahrer-Lineup nicht kommentieren, wenn man bedenkt, mit wie vielen Piloten wir 2023 zu tun haben werden. Er hat sicherlich Erfahrung in diesem Bereich und hat beim Acura-Engagement einen guten Job für uns gemacht."

Simon Pagenaud

Simon Pagenaud fuhr vor rund zehn Jahren für Peugeot in Le Mans

Foto: LAT

"Aber ich denke, alle vier würden gerne irgendwann in beiden Serien [IMSA und WEC; Anm. d. Red.] fahren. Ich hoffe jedenfalls, dass wir uns diese Jungs aufgrund der Anforderungen ansehen. Ich glaube, sie würden sich unter unserer gemeinsamen Führung mit Porsche als Kandidaten qualifizieren", legt Penske die Hand für seine Fahrer ins Feuer.

Penske verweist dabei auch auf IndyCar-Fahrer wie Ryan Hunter-Reay und Alexander Rossi, die bei ihren IMSA-Ausflügen schon einige Erfolge einfahren konnten. Hunter-Reay gewann 2018 das Petit Le Mans und im Vorjahr die 12h von Sebring, Rossi in diesem Jahr die 24h von Daytona.

LMDh-Fahreraufgebot: Was macht Porsche?

In der Fahrerfrage hat jedoch auch Porsche ein Wörtchen mitzureden. Für Werksfahrer wie Matt Campbell, Kevin Estre, Mathieu Jaminet oder Laurens Vanthoor könnte sich durch ein LMDh-Engagement eine ganz neue Perspektive eröffnen.

Politik und Eitelkeiten sollen jedoch keine Rolle spielen. Zumindest nicht, wenn es nach Penske geht: "Das ist kein Kartenspiel, bei dem einer eine Karte hinlegt und dann der andere. Nein, hier geht es ausschließlich darum, sich hinzusetzen und sich jeden Fahrer anzusehen und unter ihnen dann die besten auszuwählen."

Die letzte gemeinsame ALMS-Saison (2008) bestritten Penske und Porsche mit den Stammfahrern Timo Bernhard, Romain Dumas, Patrick Long und Sascha Maassen. Bei den Langstrecken-Rennen erhielten sie Unterstützung von Emmanuel Collard und Ryan Briscoe. Ein drittes Auto setzte Penske beim Petit Le Mans 2008 ein. Briscoe teilte sich dabei das Cockpit mit Helio Castroneves.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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