O'Ward verdient sich F1-Test, aber: "Mein Herz schlägt für IndyCar"

Patricio "Pato" O'Ward darf sich nach seinem Sieg auf dem Texas Motor Speedway auf einen Formel-1-Test mit McLaren freuen - Sein Fokus bleibt aber vorerst IndyCar

O'Ward verdient sich F1-Test, aber: "Mein Herz schlägt für IndyCar"

Der Knoten ist endlich geplatzt: Patricio "Pato" O'Ward hat den ersehnten ersten IndyCar-Sieg beim zweiten Rennen in Texas am Sonntag geholt. Damit hat sich der 21-Jährige eine Testfahrt im McLaren-Formel-1-Team verdient - ein Angebot von McLaren-Chef Zak Brown.

Dieses Angebot stammt noch vom Saisonauftakt im Barber Motorsports Park, als O'Ward den McLaren-SP-Chevrolet auf die Poleposition stellte, diese aber nicht verwandeln konnte. Das hat er nun nachgeholt. Dafür geht es im Dezember zum "Young Driver Test" der Formel 1 nach Abu Dhabi.

Der Mexikaner freut sich natürlich auf die Gelegenheit: "Ja, er wird dafür zahlen!" Brown steht zu seinem Wort und verkündet via Twitter: "Ein Deal ist ein Deal. Was für ein Sieg, Pato! Wir sehen uns in Abu Dhabi."

 

Trotzdem ist die Formel 1 momentan nicht sein vorrangiges Ziel. "Mein Herz schlägt für IndyCar. Hier gibt es tolles Racing und die Serie ist hart umkämpft. Meines Erachtens gibt es keine härtere Rennserie für einen Rennfahrer. Ich denke, da werden mir einige Fahrer beipflichten, die aus der Formel 1 in die IndyCar-Serie gewechselt sind."

Natürlich würde er aber nicht nein sagen, wenn er ein Angebot bekäme: "Die Formel 1 stellt die Spitze der Technologie dar. Jeder will dahin. Wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte - wenn Zak sagt: 'Ich habe ein Cockpit frei und will dich in meinem Team' - wäre es dumm, sie auszulassen. Die kommen nicht oft. Aber für den Moment konzentriere ich mich auf IndyCar."

Hier ist er nach seinem Triumph über Josef Newgarden in Fort Worth nun mitten im Titelrennen. Das ist keine große Überraschung, denn O'Wards riesiges Talent war bereits in seiner Halbsaison 2019 und seinem ersten vollen Jahr bei McLaren SP 2020 für jeden ersichtlich. Einzig der erlösende Sieg fehlte.

Es war nicht nur für O'Ward der erste IndyCar-Sieg, sondern auch der erste für McLaren seit einem Doppelschlag von Johnny Rutherford bei einem "Doubleheader"auf dem Atlanta Motor Speedway 1979. Für Schmidt Peterson Motorsports war es der erste Sieg seit James Hinchcliffes Triumph in Iowa 2018.

O'Ward wagte im Jahr 2019 gemeinsam mit Red Bull einen Angriff auf die Formel 1. Er fuhr ein Formel-2-Rennen in Spielberg ohne jede Vorbereitung auf die kritischen Pirelli-Reifen. Anschließend schickte Red Bull ihn in die Super Formula, wo er ansprechende Leistungen zeigte.

Weil seine Superlizenzpunkte für den Indy-Lights-Titel 2018 jedoch nicht anerkannt wurden (FIA-Begründung: zu wenig Starter), ließ Red Bull das Projekt wieder fallen und O'Ward ging zurück in die USA. Das führte unter anderem zum kontroversen Rauswurf von James Hinchcliffe bei Schmidt Peterson trotz gültigem Vertrag.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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