"Warum sind wir nicht schnell?" Aprilia in Thailand auf verlorenem Posten

Aleix Espargaro und Maverick Vinales kommen in Buriram mit der Aprilia RS-GP nicht zurecht - Die härtere Reifenkonstruktion lässt Espargaro nicht als Ausrede gelten

"Warum sind wir nicht schnell?" Aprilia in Thailand auf verlorenem Posten
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Die beiden Aprilia-Piloten Aleix Espargaro und Maverick Vinales waren im bisherigen Verlauf der MotoGP-Saison 2022 schon häufig für positive Überraschungen gut. Am Rennwochenende zum Grand Prix von Thailand in Buriram aber kommen sie mit der RS-GP nicht zurecht. Liegt es an der harten, hitzeresistenten Reifenkonstruktion, die an diesem Wochenende gefahren wird?

Im Qualifying am Samstag scheiterten sowohl Espargaro als auch Vinales am Einzug ins Q2, nachdem sie eine vorzeitige Q2-Qualifikation schon in den Freien Trainings verpasst hatten. Espargaro startet das Rennen am Sonntag von P13 in der Startaufstellung, Vinales gar nur von P17.

Sowohl am Freitag als auch am Samstag war wiederholt zu beobachten, wie die Aprilia-Piloten von der Strecke abkamen, weil sie mit der RS-GP in den Kurven des Buriram International Circuit mangels Grip einfach die Linie nicht halten konnten.

Maverick Vinales

In den Kurven hat die Aprilia (hier Maverick Vinales) in Buriram keinen Grip

Foto: Motorsport Images

"Ich habe alles versucht, aber schneller ging es nicht", so der ernüchterte Fazit von Espargaro. "Heute Vormittag [im FT3] haben wir es mit einer komplett anderen Abstimmung probiert, aber auch die hat nicht funktioniert. Im FT4 war es mein Ziel, mit gebrauchten Reifen konkurrenzfähig zu sein. In meiner 20. Runde bin ich eine 1:31.3er-Zeit gefahren, aber das ist nicht genug."

"Im Qualifying", so Espargaro weiter, "habe ich in jeder Kurve extrem spät gebremst und war beim Herausbeschleunigen ganz behutsam, um ein Durchdrehen des Hinterrads zu vermeiden. Aber es ging einfach nichts voran. Das ist frustrierend. Ich habe mein Bestes gegeben, habe [Q2] aber um eine Zehntelsekunde verpasst. Ärgerlich, aber schneller ging es einfach nicht."

Reifenkonstruktion zählt für Espargaro nicht als Ausrede

Die Tatsache, dass MotoGP-Reifenlieferant Michelin für das Thailand-Wochenende jene Reifenkonstruktion für das Hinterrad dabei hat, die man schon an den Rennwochenenden in Indonesien und Österreich dabei hatte, lässt Espargaro nicht als Ausrede gelten. Auch nicht, nachdem er sich damit sowohl in Mandalika als auch in Spielberg schwergetan hatte.

Michelin-Reifen

Die Reifenkonstruktion für Buriram wurde in diesem Jahr schon in Mandalika und Spielberg gefahren

Foto: Motorsport Images

"Ja, es ist eine andere Konstruktion, aber sie ist für alle gleich. Die anderen Fahrer sind damit auch schnell. Warum sind wir nicht schnell?", fragt Espargaro, der mit 25 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fabio Quartararo (Yamaha) in den Grand Prix von Thailand geht.

Nicht nur mit Blick auf das Rennen am Sonntag, sondern vor allem mit Blick auf die MotoGP-Saison 2023 mit 21 Rennen fordert Espargaro von Aprilia schon jetzt: "Wir müssen das verstehen. Nächstes Jahr fahren wir in Indien und auf vielen anderen Strecken, wo es heiß sein wird. Wir müssen es einfach schaffen, uns auf das einzustellen, was Michelin mitbringt."

 

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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