Alpine-Chef: Ungarn-Sieg wichtige Bestätigung für Ocon-Entscheidung

Aufkommende Zweifel an Esteban Ocon nach dessen Vertragsverlängerung hat der Franzose mit seinem Sieg in Ungarn beiseitegewischt - Team auf gutem Weg

Alpine-Chef: Ungarn-Sieg wichtige Bestätigung für Ocon-Entscheidung

Laut Alpine war der Sieg von Ungarn die Bestätigung, dass das Team mit der Vertragsverlängerung von Esteban Ocon die richtige Entscheidung getroffen hat. Alpine hatte den Vertrag mit dem Franzosen vor einigen Wochen bis 2024 verlängert, danach fiel dieser jedoch in ein kleines Leistungsloch.

Mit dem Erfolg von Budapest scheint er sich aber endgültig wieder rausgebuddelt zu haben. "Es rechtfertigt, warum wir es für eine gute Idee gehalten haben, Esteban für drei Jahre zu verpflichten", sagt Alpine-Geschäftsführer Laurent Rossi. Zudem sei es auch eine Bestätigung, dass der Rennstall seit Beginn des Jahres viele Dinge richtig gemacht habe.

"Wir hatten Momente des Zweifels, harte Rennen, aber wir haben aus unseren Fehlern, Irrtümern und verpassten Gelegenheiten gelernt, und wir haben uns gesagt, dass es immer eine gute Vorbereitung für die Zukunft ist, wenn wir ein schnelleres Auto haben", sagt Rossi.

Zwar habe man der Zukunft mit dem Sieg etwas vorausgegriffen, "aber das Team hat all das Gelernte bestätigt, und das hat ihnen einen großen Vertrauensschub gegeben, dass sie das Richtige tun und in die richtige Richtung gehen. Das ist gut", so der Geschäftsführer.

Alpine betont Langfristigkeit

Trotzdem betont Rossi weiter, dass das Formel-1-Projekt ein langfristiges ist. "Es ist ein 100-Rennen-Projekt und wir sind noch ziemlich früh in diesem Projekt", sagt er und bezeichnet 2021 als "Vorbereitungsjahr". Übergangsjahr möchte er es nicht nennen, weil dieser Begriff für ihn ausgelutscht ist.

Beim aktuellen Weg soll es auch trotz des Erfolgs bleiben. Man möchte seine Ziele jetzt nicht plötzlich nach oben korrigieren, nur weil der erhoffte Sieg schon früher als geplant kam. Alpine kann die Situation gut einschätzen und weiß, dass man vor allem von glücklichen Umständen profitieren konnte.

Gleichzeitig betont Rossi aber, dass es dem Team gelungen ist, die Position das ganze Rennen über zu halten. "Das ist gut", sagt er.

Das Ziel bleibt aber erst einmal Rang fünf in der Konstrukteurs-WM. Das ist seit Ungarn deutlich realistischer geworden, da man nun neun Punkte vor AlphaTauri und 29 Punkte vor Aston Martin liegt. "Jetzt liegt der Fokus einfach darauf, die gleiche Arbeit weiterzumachen und diese Position bis zum Ende des Jahres zu halten."

Alonso-Vertrag löst letzte Zweifel

In dieser Woche gab es zudem die nächste Entscheidung für die Zukunft: Fernando Alonso hat seinen Vertrag für 2022 verlängert und bleibt somit an Bord. Zwar war man ohnehin davon ausgegangen, dass der zweimalige Weltmeister nicht nur für ein Jahr zurückkommen würde, dennoch betont Rossi, dass es immer Zweifel geben kann.

Denn Alonso hatte nur einen Vertrag für ein Jahr mit der Option auf ein weiteres. Hinzu kam, dass es beim Spanier länger als erwartet gedauert hat, bis er wieder in Bestform war. "Man weiß also zu Beginn eines Jahres nie, ob es sich so entwickeln wird, wie man es sich wünscht", sagt Rossi.

"Und es gibt immer eine gewisse Unsicherheit auf beiden Seiten, aber im Moment, als er wieder unterschrieb, gab es keine", so der Geschäftsführer. "Ja, es war immer noch möglich, nicht zu verlängern, aber am Ende wollten beide Parteien unbedingt weitermachen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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