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F1-Test Budapest: Giovinazzi unterbietet Vettels Rundenrekord

Ferrari-Junior Antonio Giovinazzi dreht am ersten der beiden Formel-1-Testtage auf dem Hungaroring die schnellste Runde - Drei Teams erstmals mit 2019er Frontflügel

Antonio Giovinazzi, Ferrari SF71H
Antonio Giovinazzi, Ferrari SF71H
Marcus Ericsson, Sauber C37
Brendon Hartley, Toro Rosso STR13
Lando Norris, McLaren MCL33
George Russell, Mercedes AMG F1 W09
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Nicholas Latifi, Force India VJM11
Oliver Rowland, Williams FW41 with aero paint
Sean Gelael, Toro Rosso STR13

Neun der zehn Formel-1-Teams 2018 sind nach dem Grand Prix von Ungarn vom vergangenen Wochenende am Hungaroring geblieben, um am Dienstag und Mittwoch die zweitägigen Testfahrten zu absolvieren. Einzig das Haas-Team lässt, wie bereits am Rande des Grand Prix von Deutschland verkündet, den Ungarn-Test sausen und macht bereits Sommerpause.

Bildergalerie: Formel-1-Test auf dem Hungaroring

Die Tagesbestzeit am Dienstag holte sich Ferrari-Junior Antonio Giovinazzi mit einer Rundenzeit von 1:15,648 Minuten. Am Steuer des Ferrari SF71H mit der Startnummer 99 war der Italiener damit eine halbe Sekunde schneller als die Bestzeit des Rennwochenendes. Diese war mit 1:16,170 Minuten von Sebastian Vettel im 3. Freien Training am Samstagvormittag gefahren worden und hatte Streckenrekord bedeutet. Im Qualifying am Samstagnachmittag vereitelte dann das Wetter noch schnellere Runden.

Ergebnis: Formel-1-Test auf dem Hungaroring, Dienstag

Allerdings war Giovinazzi bei seiner neuen Rekordrunde am Dienstagnachmittag im Gegensatz zu Vettel am Samstag mit Hypersoft-Reifen unterwegs. Diese standen am Rennwochenende gar nicht zur Verfügung. "Ich war vom Grip, den diese Reifen bieten, sehr beeindruckt. Für einen Fahrer ist das ein richtig tolles Gefühl", so Giovianzzi. Unterm Strich war der Ferrari-Junior, der schon am Vormittag mit 1:19,648 das Klassement des Testtages angeführt hatte, 2,5 Sekunden schneller als Sauber-Stammfahrer Marcus Ericsson. Am Mittwoch wird Giovinazzi selbst im Sauber sitzen.

Drei Teams mit 2019er Frontflügeln

Bei Testfahrten kommt es aber bekanntlich nicht vordergründig auf Rekordrunden an. Stattdessen stehen die Testprogramme der Teams im Vordergrund. So lieferten Force India, Williams und auch Red Bull einen Vorgeschmack auf die neuen Frontflügel, wie sie in der Saison 2019 zum Einsatz kommen werden.

Für Force India war Testfahrer Nicholas Latifi mit dem neuen Flügel unterwegs, für Williams war es Testfahrer Oliver Rowland, für Red Bull war es Stammfahrer Daniel Ricciardo. Allerdings fuhren insbesondere Rowland und Ricciardo die meiste Zeit trotzdem mit dem 2018er Flügel.

Hinter Giovinazzi und Ericsson wurden die Top 5 der Tageswertung von Brendon Hartley (Toro Rosso; 3.) sowie den beiden Formel-2-Titelrivalen Lando Norris (McLaren; 4.) und George Russell (Mercedes; 5.) abgerundet. Red-Bull-Pilot Ricciardo fuhr auf Rang 6, gefolgt von Force-India-Testfahrer Latifi (7.), Nico Hülkenberg (Renault; 8.), Williams-Testfahrer Rowland (9.) und Sean Gelael, der sich bei Toro Rosso die Testarbeit mit Stammfahrer Hartley teilte und auf P10 abschloss.

Crash von Gelael sorgt für Rot

Im Gegensatz zu Hartley war Gelael explizit mit Reifentests für Pirelli beschäftigt. Der Indonesier war es auch, der mit einem Abflug in Kurve 11 für die einzige Rotphase des Tages sorgte. Eine halbe Stunde vor Schluss setzte leichter Regen ein, der eine weitere Verbesserung der Zeiten vereitelte. Die wenigsten Runden des Tages drehte Formel-2-Tabellenführer Russell mit nur 49, da er mit dem Mercedes lange Zeit an der Box stand.

Am Mittwoch gehen die Testfahrten mit teils verändertem Fahreraufgebot zu Ende. Ab Donnerstag haben dann auch die neun noch in Ungarn befindlichen Teams endlich Sommerpause.

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