George Russell sieht "vernünftige Chance" auf Q3 in Ungarn

George Russell rechnet sich in Ungarn durchaus Chancen aus, zum dritten Mal in Folge in Q3 einzuziehen - Verpasste Punkte eigentlich nur in Imola

George Russell sieht "vernünftige Chance" auf Q3 in Ungarn

Gelingt George Russell in Budapest der dritte Q3-Einzug in Folge? Das hält der Williams-Pilot am Wochenende durchaus für realistisch: "Es gibt eine vernünftige Chance", sagt er. Zuletzt in Spielberg und Silverstone konnte er zweimal in die Top 10 einziehen, beim ersten Spielberg-Rennen davor scheiterte er nur knapp um sechs Tausendstelsekunden.

Mit Budapest kommt Russell nun an eine Strecke, wo er in der Formel 1 immer recht starke Qualifyings hatte. Im Vorjahr gelang ihm etwa mit Rang zwölf sein bis dato bestes Qualifying-Ergebnis. "Es ist die Strecke, auf der ich wohl das meiste Pech in meiner ganzen Karriere hatte, aber es ist auch die Strecke, auf der ich wohl in meiner ganzen Karriere am schnellsten war."

Russell ist gespannt, wie sich diese beiden Dinge miteinander vereinbaren lassen, zumal er in Ungarn wieder mit etwas mehr Wind rechnet, was dem Williams überhaupt nicht entgegenkommt.

"Aber wir werden es versuchen. Wir werden alles reinlegen, wie wir es auch in den vergangenen Wochen gemacht haben", so Russell. Er weiß, dass in Budapest ohnehin eine Menge auf den Samstag ankommt, da Überholen auf der Strecke schwierig ist. "Wir werden alles in den Samstag legen und versuchen, ein gutes Ergebnis zu holen."

 

Schön wäre es aber für ihn, wenn er seine gute Pace auch einmal in Punkte ummünzen kann. Das ist ihm mit Williams nämlich in zweieinhalb Jahren immer noch nicht gelungen. 100 Runden soll Russell in dieser Saison schon in den Punkten gelegen haben - aber nie in der letzten.

Frustriert ist er deswegen aber nicht: "Man bekommt, was man verdient", sagt er pragmatisch. Und obwohl er in Österreich nah dran an den Punkten war, bevor er noch von Fernando Alonso geschnappt wurde, sieht Russell in diesem Jahr nur ein Rennen, wo er hätte Punkte holen können, es aber nicht getan hat: Imola. Damals hatte es den Unfall mit Valtteri Bottas gegeben.

"Doch egal, wem man die Schuld gibt: Ich war im Auto und habe das Rennen nicht beendet. Das war wohl die einzige Chance, die wir verpasst haben", so Russell. Alles andere sei in gewisser Weise "natürlich" gewesen.

"Wir haben diese fantastischen Qualifyings, was ich auf die neuen Reifen zurückführe. Die neuen Reifen kommen mit den Limitierungen des Autos zurecht. Erst wenn man den Sprit einfüllt, bauen die Reifen ab, die Temperaturen sind wirklich am oberen Limit [und] wir fangen an zu kämpfen oder gehen auf unser normales Tempo zurück", so Russell.

"Aber wenn wir diese neuen Reifen auf dem Auto haben, können wir wirklich mehr als das Potenzial herausholen, und ich denke, deshalb sehen wir diesen großen Unterschied zwischen den beiden Tagen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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