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In Spa schon geschont: Motorenvorteil von Mercedes in Monza noch größer?

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In Spa schon geschont: Motorenvorteil von Mercedes in Monza noch größer?
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Bei Mercedes geht niemand davon aus, dass man durch den wegfallenden Party-Modus ein Problem haben wird - Schon in Spa schonte sich das Team für Monza

Mit Spannung wird an diesem Wochenende die neue Technische Richtlinie der FIA erwartet. Diese verhindert das Wechseln der Motorenmodi in Qualifying und Rennen und sorgt damit auch für das Aus des oft zitierten Party-Modus. Denn diesen will kein Team dauerhaft fahren, weil er dem Motor großen Schaden zufügt.

Vor allem die Konkurrenz von Mercedes wittert Morgenluft. Denn ohne die größere Power des Motors sollte der Vorsprung der WM-Leader am Samstag sinken. Vor allem Red Bull rechnet sich so größere Chancen aus, mit Max Verstappen auch mal in die erste Startreihe zu fahren und so eine bessere Chance auf den Rennsieg zu haben.

Andere Stimmen sagen jedoch, dass Mercedes durch den fehlenden Party-Modus sogar einen Vorteil haben könnte. Denn was man in Q3 an Leistung spart, kann man theoretisch im Rennen zulegen. "Es scheint so, als könnten wir im Rennen schneller fahren, weil wir das ganze Rennen über einen ordentlichen Modus haben", blickt Valtteri Bottas positiv auf die Veränderung.

Überhaupt macht man sich bei Mercedes wenig Sorgen. "Wir verlieren ein bisschen, aber das ist nicht das Ende der Welt", winkt Lewis Hamilton ab. "Ich denke nicht, dass es ein Problem für uns werden wird." Ihm selbst sei das ohnehin total egal.

Hamilton findet Diskussion amüsant

Für ihn ändere sich lediglich, dass er im Auto weniger verstellen muss. Wobei er das eher als kleinen Nachteil empfindet. "Ich mag es eigentlich zu kontrollieren, wann du den Motor schonst. Das war eine meiner Stärken, den Motor länger am Leben zu halten", sagt er. "Das haben sie genommen, aber dann müssen wir uns weniger darum kümmern, da zu wechseln."

Generell beobachtet er die Diskussionen aber mit einem Lachen: "Ich fand es amüsant, weil die FIA gesagt hat, dass sie damit die Nutzung der Motoren überwachen wollen oder so - und dann hat Red Bull gesagt, dass sie darauf gedrängt haben", sagt er. "Das sind komplett unterschiedliche Gründe, warum sie es gemacht haben. Am Ende des Tages ist es ein Kompliment."

Am Ende könnte Mercedes wirklich als lachender Gewinner aus dem Motorenstreit hervorgehen und Red Bull wenig davon haben, dass sie das Verbot unbedingt umgesetzt haben wollen. Denn Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff deutet an, dass das Team seinen Party-Modus gar nicht bei jedem Rennen benutzt hat.

In Spa den Motor für Monza geschont?

"Der sogenannte Quali-Modus fügt dem Motor großen Schaden zu und reduziert auch die Laufleistung. Wenn man es vermeiden kann, fährt man ihn nicht", sagt Wolff. Es ist wahrscheinlich, dass Mercedes in Spa keinen Party-Modus eingesetzt hat. Mit einer halben Sekunde war Max Verstappen im Qualifying näher dran an der Pole-Position, als man Red Bull auf der langen und power-sensitiven Strecke zugetraut hätte.

Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Max Verstappen

Wenn sie mussten, fuhren die Mercedes Verstappen in Spa davon

Foto: Motorsport Images

Gut möglich, dass sich Mercedes angesichts des guten Vorsprung in den Qualifyings zuvor sicher fühlte und schon einmal den Motor für die anstehenden Veränderungen ab Monza geschont hat. Für jede Power-Unit gibt es nämlich eine Schadensmatrix, für die genau festgelegt ist, wie lange man welche Leistungsstufe fahren kann. Was man in Spa gespart hat, kann man später noch verfeuern.

Es war auffällig, wie sehr Lewis Hamilton und Valtteri Bottas im Rennen von Belgien gebummelt haben - sieben Zehntelsekunden pro Runde sollen es laut den Ingenieuren gewesen sein. Das lag einerseits an den Reifenproblemen, andererseits fuhr man aber nie schneller, als man musste. Nur als Max Verstappen kurzfristig im Undercut-Fenster war, zog Mercedes an und schnell auf 3,5 Sekunden davon.

Nur zwei Power-Schüsse in Spa

Ansonsten versuchte Mercedes seinen Motor im Hinblick auf Monza zu schonen. Die höchste Power-Stufe wurde den Piloten laut 'auto motor und sport' im Rennen nur zweimal erlaubt: einmal am Start und einmal für eine weitere Notsituation - etwa ein Angriff von Max Verstappen. So wurde es den Piloten auch vor dem Rennen erklärt.

Gegen den eigenen Teamkollegen durfte es der Finne zu seiner Überraschung jedoch nicht verwenden. Mercedes wollte keine unnötige Motorenleistung für einen internen Zweikampf verschwenden. "Valtteri hätte sich nur selbst geschadet, hätte er ihn gegen Lewis eingesetzt", wird ein Ingenieur von Mercedes zitiert.

So aber hat Mercedes seine Power im Hinblick auf Monza gespart. Und weil man mutmaßlich die größten Reserven in den normalen Modus stecken kann, könnte Mercedes am Ende als großer Gewinner der Motorennovelle hervorgehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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