Piquet jun. über Verstappen: Manchmal muss man arrogant sein, oder?

Die Tatsache, dass Max Verstappen niemandem nach dem Mund redet, kommt bei Nelson Piquet jun. gut an - "Mein Vater ist auch so", sagt der Weltmeistersohn

Piquet jun. über Verstappen: Manchmal muss man arrogant sein, oder?

Max Verstappen hat in der Formel 1 nicht nur auf der Strecke, sondern auch abseits schon des Öfteren polarisiert. Der Red-Bull-Pilot nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt, was er denkt. Eine Eigenschaft, die Nelson Piquet jun. imponiert.

"Natürlich versuchen alle, ihn zurückzuhalten, seine Pressestelle, das Team, sein Manager. Denn heutzutage muss man politisch sehr korrekt und sehr vorsichtig sein. Aber er ist ein Typ, der seine Meinung hat und sich nicht verstellt. Es gibt Leute, die so sind. Mein Vater ist auch so", sagt Piquet jun. gegenüber 'Motorsport.com'.

Der Sohn des dreifachen Formel-1-Weltmeisters Nelson Piquet kennt Verstappen nicht nur als Nachbarn in Monaco. Zuletzt gab nach eindeutigen Botschaften auf Instagram Gerüchte, dass der Niederländer mit Piquets Schwester Kelly anbandelt.

Man muss nicht jedem gefallen

Im Interview geht sein potenzieller Schwager darauf zwar nicht ein, betont aber: "Max ist, wie er ist, und ich denke, mein Vater respektiert ihn, weil er nicht versucht, vor der Kamera jemand anderes zu sein. Er versucht nicht, sich zu verstellen."

"Es gibt Leute, die ihn mögen und es gibt Leute, die ihn nicht mögen, aber er sagt, was er fühlt, und zumindest ist er ehrlich. Ich glaube, wenn jeder die Wahrheit sagen würde, hätten viele Leute viel mehr Feinde. Aber heutzutage, wenn die Kamera auftaucht, will jeder nur das sagen, was jeder hören will... ", kritisiert Piquet jun.

Verstappen sei das genaue Gegenteil - und schieße dabei vielleicht auch mal übers Ziel hinaus: "Ich würde es nicht Arroganz nennen, aber es ist dieses Ego, das er hat. Doch ein guter Fahrer muss manchmal in einigen Momenten eingebildet sein, oder? Ich denke, das ist eine Charaktereigenschaft von einigen von ihnen."

Verstappen auf der Überholspur

Zumal der Aufstieg des Red-Bull-Piloten ziemlich rasant passierte, wie sich Piquet jun. erinnert. "Von einem Jahr auf das andere hatte er plötzlich eine solche Freiheit, er hatte Geld in der Tasche, und sein Leben änderte sich sehr schnell", sagt er.

Eben noch zu Hause unter dem Scheffel von Papa Jos und "plötzlich lebte er in Monaco und war mein Nachbar", erzählt Piquet jun. "Er lebte allein, hatte Geld in der Tasche und konnte tun, was er wollte. Die Dinge änderten sich also sehr schnell für ihn. Danach bekam er schnell noch mehr Geld und eine Menge Aufmerksamkeit."

 

"Ich mache ihm also keinen Vorwurf. (...) Ich denke auch nicht, dass er arrogant ist. Er ist einfach ein junger Fahrer, der manchmal nicht die beste Haltung vor den Kameras hat, aber das ist ihm in gewisser Weise scheißegal. Das Einzige, was er will, ist der Sieg - zu gewinnen, in einem guten Auto zu sitzen, zu arbeiten ..."

Piquet jun. schätzt Ehrlichkeit

In dem Zusammenhang hebt Piquet jun. die Arbeitsmoral von Verstappen positiv hervor. "Er verbringt viele Stunden damit zu sehen, was er noch verbessern kann. Er ist sehr engagiert", weiß der Weltmeistersohn, der 2008/09 selbst in der Formel 1 antrat.

Auch deshalb würdigt er Verstappens unangepasste Art: "Manchmal ist es besser, einen ehrlichen, transparenten und geradlinigen Kerl vor sich zu haben, ohne Rücksicht auf die Presse oder irgendetwas, als eine Person, die ein kompletter Betrüger ist, weil sie dir etwas vorspielt und hinter der Kamera jemand ganz anderes ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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