Red Bull überzeugt: Haben genügend neue Beweise gegen Hamilton

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko ist zuversichtlich, dass die neuen Beweise des Teams zu einem härteren Strafmaß für Lewis Hamilton führen

Red Bull überzeugt: Haben genügend neue Beweise gegen Hamilton

Vor der erneuten Überprüfung des Unfalls zwischen den beiden Formel-1-Piloten Max Verstappen und Lewis Hamilton in Silverstone hat sich Red Bull zuversichtlich gezeigt, genügend neue Beweise in der Hinterhand zu haben, um ein härteres Strafmaß für den Briten zu erwirken.

"Es war ja keine Möglichkeit für eine Berufung gegeben, also nutzen wir den Artikel 14 des Internationalen Sportingcodes, wo wir mehr oder minder ein Recht auf Neuaufnahme beanspruchen. Und hier bringen wir neue Fakten, die uns zum Zeitpunkt der Rennunterbrechung oder wann das Ganze abgehandelt wurde, noch nicht zur Verfügung gestanden haben", sagt Motorsportkonsulent Helmut Marko bei 'RTL'.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass Red Bull bereits am vergangenen Freitag (23. Juli) eine offizielle Überprüfung des Vorfalls beim Automobil-Weltverband FIA beantragt hatte. Im Zuge dessen kommt es vor dem Rennwochenende in Ungarn am Donnerstag um 16.00 Uhr zu einer Anhörung, die per Videokonferenz durchgeführt wird.

Marko nennt keine Details

Der Sportkodex sieht auch nach Ablauf der eigentlichen Berufungsfrist die Möglichkeit vor, eine solche Untersuchung zu beantragen. Hierfür muss jedoch "ein wesentliches und relevantes neues Element, das den Parteien, die die Überprüfung beantragen, zum Zeitpunkt der betreffenden Entscheidung nicht zur Verfügung stand", vorliegen. Genau dies sei laut Marko der Fall.

Ins Detail, um welche neuen Fakten es sich handelt, will er aber nicht gehen. "Der Knackpunkt ist, dass wir new evidences, also neue Fakten, bringen. Aber ich kann diese Details nicht preisgeben", sagt er. Er sei jedoch "froh, dass es zu dieser Wiederaufnahme gekommen ist", ergänzt er.

Hamilton war von den Rennkommissaren in Silverstone mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt worden, nachdem es in der berüchtigten Copse-Kurve zur Kollision mit Verstappen gekommen war. Verstappen schlug mit 51 g in die Streckenbegrenzung ein und musste anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus, Hamilton gewann das Rennen trotz der Strafe.

Marko: Drive-through oder Rennsperre angemessen

Für Marko und Red Bull liegt in dieser "milden" Strafe das Problem. Auf die Frage, welches Strafmaß er sich von der Anhörung am Donnerstag verspreche, sagt der 78-Jährige: "Angemessen ist eine Strafe, die einen Sieg verhindert hätte. Also Drive-through oder eine Sperre beim nächsten Rennen, etwas in diese Richtung", sagt Marko, der Hamilton bereits unmittelbar nach dem Unfall hart kritisiert hatte.

Er glaubt, "dass das, was wir vorbringen, die Sache in einem etwas anderen Licht erscheinen lassen wird", so Marko.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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